Genuss in vollen Zügen

Für heute Nacht klärt sich die Übernachtungsfrage von selbst, denn es geht per Nacht“express“ nach Nong Khai, einem (hoffentlich) gemütlichen Mekongkaff knapp 700km nordöstlich von Bangkok.
Mitten im Nirgendwo Kurioserweise bin zumindest ich vor Antritt der Zugreise deutlich unentspannter als dies bei den beiden Flügen der Fall war. In meinem Kopf schwirren Bilder von Chaos am Bahnsteig, Umsteigehektik, wuselenden Thaigroßfamilien mit lebenden Tieren und überbuchten Zügen. Umso überraschter waren wir, als wir die Halle des altehrwürdigen Bahnhofs Hua Lamphong betreten: Sauber aufgereiht stehen die wartenden Nachtzüge an ihren Gleisen, die riesige Halle ist fast menscheneleer, wirkt somit eher wie ein gespentischer Hangar, und vor jedem Gleis wartet artig ein Offizieller auf wissbegierige Neuankömmlinge. Als der Herr unsere vor 2 Monaten selbst gebuchten Online tickets gefühlt über eine Minute studiert, warte ich schon darauf, dass er sinngemäß sagt „Mit diesem wertlosen Wisch kommt ihr nicht auf meinen Zug“! Aber alles hat seine Ordnung und wir können unser 1st class compartment in relative Ruhe beziehen. Relativ ist natürlich auch die Kategorie 1st class, das Platzangebot beschränkt sich auf knapp 4m², aber nachdem alles verstaut ist, weicht das Gefühl der Enge einer bescheidenen Gemütlichkeit. So richtig tief schlafen können wir zwar nicht, während der Zug monoton durch den Isan rattert, aber zumindest Felix pennt fast die ganze Zeit durch.
Mit knapp 2stündiger Verspätung (fast wie bei der heimischen Bahn) laufen wir gegen 10 morgens in den Bahnhof von Nong Khai ein, und werden direkt von einem emsigen Tuktuk Fahrer abgepasst, dessen gepflegtes Gefährt auch Marias kritischen Sicherheitscheck besteht. Die Endstation heißt Sofa Hotel, liegt quasi direkt am Mekong unterhalb der Friendship Brücke nach Laos, und macht seinem Namen in Sachen Gemütlichkeit hoffentich alle Ehre! Ach ja, es ist heiß hier. Ziemlich heiß!

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Über Till@TiMaFe on Tour

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Eine Antwort zu Genuss in vollen Zügen

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