Lan Xang – Ankunft im Reich der Millionen Elefanten

Am Königpalast

Am Königpalast

Nacht einer Nacht in der laotischen (und recht unchaotischen) Hauptstadt fahren wir mit dem Tuktuk zum nahe gelegenen Flughafen Wattay, der im Vergleich zu Bangkok wie Weeze zu Düsseldorf wirkt. Viele Möglichkeiten gibt es nicht, die Wartezeit nach dem zügigen Checkin tot zu schlagen, Suppe essen und laotischen Cafe trinken ist sicherlich nicht die schlechteste. Der Flug nach Luang Prabang dauert gerade mal eine gute halbe Stunde, dann landen wir auf dem noch viel beschaulicheren Flughafen von Luang Prabang. Kleiner als Mülheim, um bei den Ruhrgebietsanalogien zu bleiben 🙂 Eigentlich führt der Lonely Planet Trail per Bus über Vang Vieng auf kurvien Bergstrecken nach Luang Prabang, aber die ingesamt über 10h Fahrt waren uns mit dem kleinen Felix dann doch zu heikel.
Unterschlupf finden wir im Ban Lakkham am Nam Khan Fluss (Klugscheißer bemerken hier, das ‚Nam‘ schon Fluß bedeutet), welcher einen knappen halben Kilometer später in den Mekong mündet, der uns ja jetzt schon ein Weilchen begleitet. Eine ersten Rundfahrt durchs old quarter mit dem Rad (kostenlose Hausräder gehören hier zum guten Ton) bestätigt den überwiegenden Tenor der meisten Glücklichen, die schon mal hier waren: Die Stadt ist wirklich unglaublich relaxed atemberaubend schön. Nicht kitschig oder disneylandschön, sondern einfach wirklich etwas besonderes, mit all den Wats, Mekongkneipen, den Hügeln in der Ferne, den orangenen Mönchen, Phousi Hill in der Mitte und … ich erwische mich dabei, dass ich über weite Strecken den Mund gar nicht zu bekomme, und wahrscheinlich schon unbewusst ein Dutzend Fliegen verspeist habe.
Lange Rede, kurzer Sinn: Hier ist es nett, und wir sind froh, erstmal ein paar Tage Station zu machen.

Später geht dann auch die ganze Familie nochmal auf Tour, wir beobachten den Sonnenuntergang am Mekong Ferry Pier, an dem zu dieser Zeit zahlreiche Slowboats von der nordthailändischen Grenze eintrudeln (Dauer 2 Tage falls jemand Interesse hat) und fleißig für Backpackernachschub sorgen. Das sorgt dann doch mal wieder für sowas wie Trubel, da sich natürlich die Vertreter der zahlreichen Guesthouses gierig auf die neue Kundschaft stürzen, dann kehrt aber auch schnell wieder die gewohnte Ruhe ein. Auf dem Nachtmarkt, der jeden Abend ab 5 auf der eigens dafür gesperrten Sisavangvong Road abgehalten wird, erstehen wir noch ein paar Souvenirs für Daheimgebliebene, gefuttert wird heute erstmal in heimischen Gefilden im „Indestructible Rock“ Lokal am Nam Khan. Der namensgebende Felsen hatte angeblich einst den französischen Kolonialherren getrotzt, die die Ecke plattsprengen wollten. Guter Fels! Und ein empfehlenswertes Lokal, allerdings muss man sich offenbar auch schon Mühe geben, um in Luang Prabang wirklich schlecht zu essen.Nur die namensgebenden legendären Elefanten ließen sich heute noch nicht blicken…

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Über Till@TiMaFe on Tour

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