Dschungelei im Khao Yai

Nach den Strapazen der Anreise gönnen wir uns erstmal einen ruhigen Start im wochentags recht ruhigen Lilawalai Resort (am Wochenende soll hier angeblich der Bär los sein). Der Park läuft uns schließlich nicht weg…  Ausschlafen, Frühstück, Pool (für den quiekenden Felix wohl bisher das Highlight des Urlaubs), Ausflugsplanung – schließlich brechen wir dann am frühen Nachmittag in den etwa 20 km entfernten Khao Yai Nationalpark auf.
Trotz Trockenzeit und Bullenhitze ist es dort erfreulich grün und es kommt schnell das richtige Dschungelfeeling auf. Allerdings auf sehr komfortable Art – der Park ist auf guten Straßen mit dem Auto befahrbar, diverse Schilder weisen den Weg zu den Attraktionen, hauptsächlich Wasserfälle, Trails und Viewpoints. Am Hauptquartier in der Mitte des Parks holen wir noch ein paar Infos ein und dann geht es zum Warmlaufen auf den „Nature Trail“ – 1,5 km gepflasterter Urwaldspaziergang. Aber immerhin ist es recht „urig“ und wir sehen sogar zwei Rieseneichhörnchen (Giant Black Squirrel) durch die Baumkronen flitzen!
Dem Wasserfall Haew Suwat statten wir kurz vor Feierabend auch noch einen Besuch ab, hier sprang schon Leonardo DiCaprio für The Beach runter. Allerdings war das wohl nicht in der Trockenzeit… Aber es rauscht auch jetzt noch angemessen und wir können sogar eine Filmcrew beim Dreh einer offensichtlichen Schlüsselszene zu einem Thai Western (?) beobachten: Nachdem ein verwirrter Schamane im Kunstnebel über die Klippen geflitzt ist, steigt der Protagonist aus dem Bauch eines toten Attrappenpferdes! Falls es dieses Meisterwerk jemals in die deutschen Kinos schaffen sollte, sitzen wir auf jeden Fall in der 1. Reihe!


Da der Park ja noch einiges zu bieten hat, fahren wir am nächsten Tag gleich nochmal rein, diesmal schon am Vormittag. Als erstes geht es fast ganz bis ans andere Ende, zum höchsten Wasserfall, dem Haew Narok (ca. 70 m). Den Fall erreicht man über unzählige Treppenstufen und auch hier ist natürlich Felix (heute auf dem Rücken im Bondolino) bei allen Thaibesuchern sehr beliebt! Da wir leider vergessen haben zu tanken und den Reservefähigkeiten unseres Hondas noch nicht so trauen, fahren wir noch kurz am Südende raus und suchen in der nicht gerade belebten Gegend eine Tankstelle. Anschließend geht es beruhigt wieder zurück ins Grüne. Jetzt wollen wir noch eine „richtige“ Dschungelwanderung machen, ohne asphaltierte Wege, und haben uns für den gut markierten 3 km Wanderweg zum Nong Pak Chi Aussichtsturm aus der Kategorie „easy“ entschieden. Der Weg ist wirklich schön und auch sehr gut beschildert, eine Abzweigung ist etwas dubios aber auch da finden wir dann doch den richtigen Weg… Wir sehen allerlei Affen, aber zum Glück mit genug Abstand. Und auch die Elefanten lassen sich nicht blicken, man sieht nur ihre Spuren in Form von stattlichen Haufen. Einem Elefanten möchten wir hier so allein im Wald aber auch nicht unbedingt begegnen, wir treffen nämlich auf der ganzen Tour keine anderen Wanderer. Erst am Ziel, dem Aussichtsturm, taucht ein Horde Thai-Schüler auf sowie ein gemütlicher Engländer… Tiere sehen wir dank dem Schülergetöse keine mehr, aber die Landschaft ist auch so schon spektakulär genug! Da der Weg kein Rundweg ist, müssen wir noch die 2 km zum Auto zurück und das macht man hier bevorzugt per Anhalter. Auch hier greift der Babybonus – das erste Auto einer netten Dame nimmt uns gleich mit!
Auf dem Heimweg kehren wir wie am Vortag in eins der unzähligen Thai-Restaurants an der Straße zum Park ein, dank übersetzendem Gast bekommen wir auch das Essen was wir wollen und so ist das Kapitel Khao Yai rundum positiv beendet.

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