LMP und die U-Turn-Hölle von Lat Krabang

Tempelbewohner

Tempelbewohner

Laem Mae Phim (unter Insidern lässig als LMP abgekürzt) hat bei Tageslicht vor allem eins zu bieten: einen langen und ansehnlichen Strand und eine ebenso lange, weniger ansehnliche und schattenlose Küstenstraße… Wochentags, wie zum Beispiel am heutigen Montag und zudem noch vormittags, ist es überall angenehm ruhig, aber ein grobes Durchzählen der Sonnenschirmreihen ergibt doch ein beachtliches Fassungsvermögen. Kultureller Unterschied am Rande: Thai Strandliegen stehen sich gegenüber, dazwischen ein großer Tisch und die Schirme bilden eine völlig geschlossene Schattendecke. Im Kühlen quatschen und futtern, statt brutzeln und aufs Meer starren. Till und Felix trotzen jedenfalls der Sonne und machen einen Vormittagsspaziergang am Strand entlang, während ich vorpacke. Da unsere „Villa“ nicht ausgebucht ist, können wir problemlos für ein paar Baht die Check-out Zeit auf 15:00 verlängern so dass sogar nach dem Frühstück noch Zeit für ein Bad im Warmbadepool ist – hier ist das Wasser bisher am wärmsten, wir tippen  auf knappe 40°C (das Badethermometer war leider nicht ab Bord)!

Aber so ohne weiteres wollen wir das Meer ja nun auch nicht verlassen und statten der kleinen Nachbarbucht Ao Kai einen Besuch ab, wo es außerdem noch den örtlichen Tempel zu besichtigen gibt. Nach dem Motto „erst Kultur, dann Kulinarisches“ keuchen wir zunächst in der Mittagshitze den Tempelberg hoch und werden von einem freundlichen Mönch und einem laufenden Thai-Pop-Radio empfangen. Anschließend belohnen wir uns mit äußerst leckerem Fisch- und Seafood-Essen in einem kleinen unscheinbaren Restaurant am Strand. Hier kann man sogar fast jedes Gericht mit Fischfilet statt ganzem Fisch haben – optimal für mich, da ich nicht gern von meinem Essen angestarrt werde!

Dann müssen wir aber doch langsam auf unseren Highway 3 (später 36) zurück, nächster Halt Bangkok Airport… Hier ist es alles deutlich übersichtlicher als noch auf der ersten Etappe, vielleicht sind wir aber auch einfach geübter im Schilderdeuten? Bis auf eine kurze Kaffeepause fahren wir heute durch, und so konnte ich als Ex-Seefrachtspediteuse die Containerkräne von Laem Chabang leider nur aus der Ferne beobachten… 😉 Auch Supermärkte machen sich mit steigender Anzahl der Fahrspuren rar, so dass unser geplanter letzter Tesco-Einkauf leider ausfällt, und wir die glücklicherweise großzügig kalkulierten Babyvorräte im kleinen Supermarkt am Zielort Lat Krabang aufstocken müssen.

Womit wir beim nächsten Thema wären: da wir den Stress vermeiden wollten, mit dem Mietwagen nach Bangkok City reinzufahren, haben wir uns ein Hotel in Flughafennähe in einem Vorort namens Lat Krabang gesucht. Auf der Karte machte es auch einen überaus idyllischen und kleinstädtischen Eindruck, jetzt allerdings zur Rushhour um 18:00 sehen wir nur Taxis, Minibusse, Roller, Ampeln und U-Turns (außer wenn man gerade einen braucht). Unser Hotel ist am Ende eines asphaltierten Feldweges, den man nur an seiner Nummer  (Soi 40/2) erkennt und den wir erstaunlicherweise auch beim ersten Versuch erwischt haben, allerdings will der Honda vor Übergabe noch vollgetankt werden. Gefühlte 8 Runden in der U-Turn-Hölle später, sorgen wir an der Gas-Tankstelle für Lacher bei der Frage nach Benzin und erfahren schließlich, dass es offenbar nur am Flughafen eine „normale“ Tankstelle gibt. Also laden wir leicht gestresst aus, checken ein, füttern Felix und dann geht es wieder los auf die letzte Reise mit unserem treuen Honda – ab zum Flughafen. Relativ problemlos finden wir sowohl die Tanke als auch die richtige Zufahrt am Airport, und werden wenig später auch das Auto mit 2000 km mehr auf der Uhr ohne Beanstandung los. Wie gut dass man die Steinschläge in der Tür im Halbdunkel nicht gut sehen konnte! Unser Taxifahrer wird ob des nahen Fahrtziels (10 Minuten ohne U-Turns) von der gesamten Kollegenschlange bemitleidet – das ist wohl an allen Flughäfen dieser Welt gleich… 🙂

Im Hotel bekommen wir auch zu später Stunde noch was zu essen, hier hat die Küche bis 24 Uhr auf! Unsere letzten Bahts gehen für wohlschmeckendes Lachssteak, gebratenes Gemüse, Curry und Suppe und allerlei Getränke drauf. Jetzt trennt uns nur noch ein Kanal vom Flughafenzaun, das hauseigene Airportshuttle für den nächsten Morgen ist gebucht und ein paar Stunden Schlaf sind immerhin auch noch drin!

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