Im Venedig des Nordens

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Kurz vor dem nächsten „richtigen“ Urlaub wollen wir euch noch einen Kurztrip ins Mittelalter nachreichen – sozusagen als Gruß aus der langsam wieder zu köcheln beginnenden Blogküche 😉

Konfrontiert man den Bekanntenkreis mit dem Vorhaben, ein verlängertes Wochenende in Brügge zu verbringen, gibt es im Wesentlichen zwei Reaktionen: „Ahh – Brügge sehen und sterben“ (offenbar die, die nur den Film und noch nicht die Stadt gesehen haben) und „Oh – wunderschön dort“ (von allen die da waren oder jemanden kennen der da war). Grund genug, den Film auf die Lovefilmleihliste zu setzen und dem hochgelobten Städtchen in Westflandern am Ende meiner Elternzeit Anfang Juni einen Besuch abzustatten.

Das Städtchen ist in der Tat sehr mittelalterlich hübsch und voller Grachten die hier allerdings Reien heißen. Und wie im Frühsommer nicht anders zu erwarten, sind auch reichlich Touristen aus aller Welt da, aber es sind genug Fachwerkhäuschen und Boote und Kutschen für alle da!

Wir wohnen in einer kleinen Pension bei den berühmten Mühlen am Rand der Altstadt und so können wir bequem in die „City“ laufen und dabei schon so einiges sehen. Inspiriert von der Broschüre des Vermieters laufen wir einige der Spaziergänge ab und landen schließlich in einer winzigen Kaffee- und Weinbar, die aber sowohl einen Garten als auch leckeres belgisches Bier zu bieten hat. Die Sonne scheint auch, was will man mehr! Ok, vielleicht einige Grad mehr auf dem Thermometer, denn dank Meeresbrise ist es hier doch mal locker 5-10 Grad kühler als in Essen… Abends vertrauen wir dem Internet und folgen einer Tripadvisor Empfehlung für ein kleines uriges Restaurant – Ganzespel – mit leckerem (und bezahlbarem) Essen. Ansonsten gibt es nämlich überwiegend eher teure Touri-4-Gänge-Menüs, vor allem natürlich am Markt. Felix zeigt sich dabei sehr kooperativ und schläft im Kinderwagen.

Nachdem wir am ersten Tag große Teile der Altstadt abgegrast haben, wollen wir am nächsten Tag auch etwas von der Umgebung sehen und was wäre da besser geeignet als eine Radtour? Um Navigationsstreitereien und ungeplante Umwege zu vermeiden, buchen wir gleich eine geführte Tour inkl. Räder bei Quasimundo. Guide Jos ist ein unterhaltsamer Zeitgenosse und bietet uns gleich den einzigen Fahrradanhänger für Felix an, so dass er bequem und windgeschützt reist… Eine buntgemischte Truppe mit einer amerikanischen Familie, englischen Geschwistern und australischen Backpacker-Mädels macht sich auf den Weg nach Damme und Umgebung. Der Wind ist draußen auf dem Land schon ein ernstzunehmender Gegner, aber alle kommen wohlbehalten nach 4 Stunden wieder in der Stadt an. Abends entpuppt sich unser vorab ausgewähltes Restaurant als weniger gute Wahl da schon geschlossen, aber zufällig landen wir in einem Thai-Imbiss mit sehr nettem Wirt und leckerem Essen so dass wir nicht mit leeren Mägen ins Bett müssen.

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Am Abreisetag wollen wir natürlich noch das nahe Meer sehen, und so geht es über Zeebrügge nach Blankenberge. Leider ist inzwischen auch die Sonne verschwunden so dass es noch etwas kühler ist, aber davon lassen wir uns nicht abschrecken und wagen einen Strandspaziergang. Im Café auf dem Pier wärmen wir uns kurz auf, laufen dann noch entlang diverser heute leerer Beachclubs in die Dünen und brechen schließlich nach einem Picknick auf gen Heimat. Ein kurzer Einkaufs-Eis-Kaffee-Stop im holländischen Eersel muss noch sein und dann sind wir wieder in heimischen Gefilden.

Auch die Hausaufgabe (Film sehen) wurde seitdem erledigt und beides – Stadt und Film – können wir nur empfehlen!

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Über Till@TiMaFe on Tour

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Eine Antwort zu Im Venedig des Nordens

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