Nonnenstall und Lavapool

IMG_0810_monioanoMINIDer letzte Madeiratag (früh am nächsten Morgen geht’s zum Flughafen) steht zunächst im Zeichen des Packens – und das bedeutet Till & Felix „müssen“ wieder auf Tour gehen… Die führt sie heute ins Nonnental Curral das Freiras (wörtlich eigentlich Stall der Nonnen) nordwestlich von Funchal, wo neben diversen Ausflugsbussen heute auch viele Wolken präsent sind und die Sicht quasi minütlich zwischen Waschküche und „wow“ wechselt. Aber da die beiden im Gegensatz zu den Bussen flexibel sind, erhaschen sie einige Blicke auf den tiefen Talkessel.

Unterdessen weist mich Maria II in die Geheimnisse ihrer Waschmaschine ein so dass ein ganzer Berg Urlaubswäsche noch sauber wird und wir für die kommende Woche gut gerüstet sind. (Vor-) gepackt ist der Rest dann auch schnell und schon sind auch die Ausflügler wieder da. Felix muss die ganzen Eindrücke erstmal im Mittagsschlaf verarbeiten und wir können den letzten Trip für den Nachmittag planen:

Die Nordwestecke um Porto Moniz mussten wir beim letzten Ausflug mangels Zeit auslassen, also düsen wir über die schnellen Tunnel und Autobahnen in rund 1 Stunde hoch gen Norden. Die alte Küstenstraße, die die Reiseführer noch als malerisches Abenteuer anpreisen ist inzwischen überall gesperrt – in Anbetracht der Warnschilder „Befahren auf eigene Gefahr, Steinschlagrisiko“  vielleicht auch besser so… Bei Seixal wurde ein Teil der alten Straße zum Viewpoint für den geschmackvoll benamsten Wasserfall Veu da Novia (Brautschleier) umfunktioniert, den lassen wir uns natürlich nicht entgehen, während uns eine Engländerin älteren Jahrgangs berichtet, wie sie vor 11 Jahren noch mit einem Ausflugsbus über die inzwischen verschüttete Straße gezuckelt ist.

Das Wetter ist noch nicht ganz postkartentauglich, aber wir begeben uns trotzdem nach Porto Moniz und laufen an der Promenade der zerklüfteten Lavafelsküste entlang. Da der Magen langsam knurrt, halten wir auch Ausschau nach einem passenden Lokal. Offenbar hat man hier aber nur die Wahl zwischen Imbiss und edlem Restaurant mit Tischdecken und so entscheiden wir uns dann für eine Snackbar mit Meerblick. Es gibt die madeirische Fisch-Spezialität Espada (Schwarzer Degenfisch, ein überaus hässlicher Geselle…) in 2 schmackhaften Variationen. Bis auf den leicht hektischen Umzug unters Dach dank beginnendem Regen eine gelungene Pause. Gegenüber kann man mutige Menschen im kühlen Meerwasser des örtlichen Lavapool-Freibades beobachten, aber wir verzichten heute auf ein Bad…

Zurück geht es durch die Berge, hier darf unser Clinchen nochmal zeigen was es drauf hat und oben in der Hochebene sind wieder Tills Nebelfahrqualitäten inkl. Kuh-Ausweichmanövern gefragt. Ohne Zwischenfälle erreichen wir bei Prazeres die Küste und fahren ausnahmsweise nonstop zurück.

Maria II hat inzwischen netterweise unsere Wäsche vor dem Regen gerettet und so steht dem endgültigen Packen nichts mehr im Wege. Felix kooperiert auch gut und schläft brav während wir uns bei Spaghetti & Pesto und einem Roten aus dem Alentejo vom lieb gewonnenen Balkonpanorama verabschieden. Der Wecker steht auf 5:45 – also schnell ab ins Bett!

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