Piri-Piri in Lagos und quer durch die Serra Monchique

IMG_1268_vw_MINI_1x2Trotz Regentänzen und stets aufgegessener Teller bleibt das Wetter auch an diesem Freitagmorgen höchst launisch, und so brechen wir erst am späten Mittag auf, um endlich ins historische Zentrum von Lagos vorzurücken. Wie schon in Lissabon findet man zwischen prächtigen alten Bauten auch öfter mal arg verkommene Bauruinen, aber ingesamt zeigt sich Lagos als einer der Haupttouristenmagneten der Region dann doch äußerst gut in Schuss. Zig Straßenlokale mit relativ austauschbaren Menus buhlen um die Mittagskundschaft, beim Stöbern nach etwas „Originellerem“ stehen wir etwas ab vom Schuss der Rua Marreiros Neto plötzlich vor einem schlichten Schild „Looking for a nice restaurant? Look behind you!“- gesagt, getan – und siehe da, eine angenehme Überraschung: Die lokale Spezialität Chicken Piri-Piri  (eine Sauce auf Basis einer afrikanischen Chili) mit Couscous schreit nach Nachkochen, auch Marias Saté Spieß sieht mindestens so gut aus wie er schmeckt.

Vorbei an Marina und Festung gelangen wir nach einem strammen Marsch an den Stadtstrand Praia da Batata, der wahrscheinlich in jeder weniger von der Natur gesegneten Küste als Top-Tip durchgehen dürfte, aber wenn es die Sonne schonmal gut meint, wollen wir uns  natürlich auch nicht mit der Hausmarke zufrieden geben und fahren raus zum bereits vorgestern beschnupperten Praia Dona Ana. Der Atlantik ist wie nicht anders zu erwarten war recht frisch, aber bei dem Wellengang wird es einem auch schnell warm, die Aussicht auf die Felsen im Meer ist einfach faszinierend, und die paar wenigen Gäste, die um diese Zeit noch herumspringen, wissen dies offensichtlich zu schätzen!

Am nächsten Morgen heißt es zeitig aufbrechen, denn nachdem der Raptor gestern kaum bewegt wurde, kann er sich heute in den Bergen auf den Weg durch die Serra de Monchique nochmal so richtig austoben. Beflügelt von unserer Fahrt ins Blaue auf Madeira und dem Reiseführer, der bei gutem Wetter „Blicke bis nach Afrika“ verspricht (offenbar war der Autor versehentlich in Gibraltar), kurven wir erst einmal zur Spitze des 902m hohen Fóia. Allerdings befinden wir uns auch hier oben noch deutlich unterm Wolkenmeer, eine steife Brise und eine Ansammlung wenig idyllischer Sendemasten laden ebenfalls nicht gerade zum Verweilen ein.

Weitaus freundlicher gehts da schon im hübschen Kaff Monchique zu, hier wandern wir erstmal durch steile Gassen und einen Korkeichenwald zum alten Convento Nossa Senhora de Desterro, das man allerdings nur von außen bestaunen kann. Statt Piri-Piri Hühnchen (die es auch hier an allen Ecken gibt) landen später in der Dorfkneipe gegrillte Sardinen auf dem Lunchteller. Übrigens: In Monchique betrieb der für u.a. für Nena und die Ärzte tätige Musiker und Musikproduzent Manfred „Manne“ Praeker (1951-2012) sein Tonstudio „Mad-Mix-Studio“ – was wäre die Welt ohne Wikipedia. Das hiesige weitläufige Wandernetz lässt sich zwar wahrscheinlich auch in 2 Wochen nicht komplett ablaufen, aber wir liebäugeln noch mit einem Abstecher ans Meer. So verlassen wir das Örtchen nachmittags auf der wunderschönen N267 gen Westen, inklusive eines Abstechers zum Miradouro de Picos auf eher abenteuerlichen Schlagloch-Wegen, die der Raptor aber dank Bodenfreiheit glücklicherweise ohne Blessuren übersteht!

URLAUB!

URLAUB!

Die Straße führt uns weiter westwärts durch die Berge über Aljezur zurück an den Atlantik, genauer gesagt an den an den Schlaraffenstrand von Arrifana, aber der sollte zumindest den Stammlesern von den Hippiegrüßen aus Surfers Paradise bereits bekannt sein. Falls nicht: Lesen oder hinfahren!

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Über Till@TiMaFe on Tour

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