Abschied über den Dächern Taviras

IMG_1474_raw_3_1Jeder Urlaub neigt sich irgendwann dem Ende zu, in diesem Fall stehen die Zeichen leider bereits nach 2 Wochen auf Rückreise. Aber damit uns der Abschied nicht so schwer fällt, haben wir für die letzte Nacht noch ein weiteres Ziel auf der Liste: Tavira, ein angeblich malerischer Ort östlich von Faro. Wie üblich werden Till und Felix während der obligatorischen Packorgie auf Tour geschickt. Zunächst verschlägt es sie in den Nachbarort Praia da Luz, der sich ihnen jedoch eher spießig präsentiert, später machen sie mit dem etwas versteckten Praia do Camilo aber noch einen echten Leckerbissen ausfindig, der den Bildern nach zu urteilen durchaus einen längeren Besuch verdient hätte.

Unterwegs bei noch gutem Wetter kehren wir in Algar Seco bei Carvoeiro ein (nein, das sind weder Cocktails noch Speisekarteneinträge) um die dort besonders besonderen Felsformationen zu besichtigen, an der prominent platzierten örtlichen Bar führt natürlich auch kein Weg vorbei. Der restliche Weg auf der Autobahn vergeht für die Beifahrer wie bzw. im Schlaf, und nach wenigen Piepsern des vollautomatischen Mautgeräts sind wir dann auch schon in Tavira. Nach einigen Runden durch die Einbahnstraßen landen wir am gewünschten Ziel, dem kleinen Hotel, das überlegt, ob es nicht lieber ein Guesthouse wäre, mitsamt Flussblick und sympathischem Inhaber („I don’t have customers, I have friends“). Die Bleibe punktet vor allem mit der riesigen Dachterasse, wobei  sich das Wetter leider zunehmend terassenfeindlich zeigt. Daher fällt die Stadterkundung dann auch eher kurz aus, bei Nieselregen sammeln wir aber immerhin einige Speisekarten fürs abendliche Freiluftdinner und kaufen noch Proviant für den Rückflug ein.

Abends organisieren wir dann ein vorzügliches indisches Allerlei beim Inder unserer Wahl (Kohinoor), das wir auf der heimischen regennassen Dachterasse bei Wein der Region und unverbautem Blick auf den Rio Sequa verzehren. Angesichts derartiger Anstrengungen hat sogar Petrus ein Einsehen und stoppt kurz den Regen. Später lernen wir dann auch noch was über Land & Leute: Hier zieht eine offenbar siegreiche Kommunalwahl tatsächlich einen WM-gleichen Autokorso nach sich! Felix trotzt glücklicherweise den Hupen und schlummert selig im Zimmer – so sind sie, die Stadtkinder!

Am nächsten Morgen sieht es leider auch nicht nach Strandwetter aus, so dass der Abstecher zur sicherlich sehr schönen Strandinsel Ilha de Tavira gestrichen wird und wir statt dessen nach einem gemütlichen Frühstück am Marktplatz gen Flughafen Faro aufbrechen.

Der genügsame Raptor wird vollgetankt und ohne Gemecker von treuen Europcar-Händen übernommen, und das Gepäck besteht die zickigen Ryanair-Gewichtsgrenzen mit Bravour (welch Nervenkitzel) und hätte sogar noch Luft für Wein und Olivenölimporte gelassen. Zu unserer Überraschung landet der Flieger sogar mit Verfrühung (!) in Köln/Bonn, von wo aus wir schnurstracks in die nächste Bahn nach Essen hüpfen, um dort von einem überaus freundlichen Herbst in Empfang genommen werden – was will man mehr? Bald wieder weg!

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