Sonne tanken in Mittelfranken

IMG_1577_turm_MIRund ein Jahr ist vergangen, seit zwei Freunde Essen und dem Ruhrpott den Rücken gekehrt haben, um im Land der Franken sesshaft zu werden, und fast 20 Jahre ist es her, seit ich in der Region zum letzten Mal für längere Zeit hängen geblieben bin. Höchste Zeit also, sich im Oktober mit dem TiMaFe Mobil auf den knapp 500km weiten Trip in den Südosten der Republik zu begeben. Bei unserer Ankunft abends im Fürther Altstadtkern werden wir bereits erwartet, die Frau Mama unserer Gastgeberin vermietet praktischerweise putzige Apartments mitten in der Altstadt. Für große Exkursionen ist die Stunde zumindest für Felix zu fortgeschritten, für ein paar Runden Lederer – die lokale Biermarke mit kultigem Krokodil-Logo – bleibt aber noch ausreichend Zeit.

Am nächsten Morgen geht’s dann nach einer kurzen Runde und einem weitaus ausgedehnterem Frühstück mit der Bahn von Fürth nach Nürnberg, ganz wie wie einst 1835 der Adler der Bayerischen Ludwigsbahn. Das Wetter zeigt sich zum Oktoberende noch einmal von seiner Schokoladenseite, und unsere Route führt uns an zahlreichen Klassikern vorbei (Museumsbrücke, Hauptmarkt, Burg, Ketten- und Henkersteg um nur einige zu nennen). Allerdings erweist sich das Projekt Kneipenstop als schwierig, da sämtliche Läden mit Freiluftbewirtung gnadenlos überlaufen oder bereits im Winterschlaf sind. Im Biergarten des O’Sheas direkt am Pegnitzufer haben wir schließlich Glück und ergattern die letzte Bank.
Für die kulinarische Abrundung des Nachmittags sorgt ein Fastfood-Klassiker der lokalen Küche: Drei im Weggla (die ebenfalls anzutreffende alternative Schreibweise Weckla gilt als verpönt), 3 Nürnberger im Brötchen, ohne die ein Tag in Nürnberg einfach keiner ist.

IMG_1924_whisky_MIDie Wohnung unserer Gastgeber befindet sich  – Zufall oder Schicksal – direkt über einem Irish Pub, und da man zumindest als Vertreter des männlichen Geschlechts ab Mitte dreißig zum Kenner edler Single Malts mutieren muss, buche ich mich mit Carlos zum heute statt finden Islay Tasting ein. Der Vorkoster, der die schottische Insel offenbar nicht zum ersten Mal bereist hat, erklärt mit unverkennbar fränkischem Akzent Vorzüge, Fassherkunft, und Abgang der edlen Tropfen, bevor man sich selber im Kosten und Fachsimpeln üben darf.
Später geht’s mit allen auf ein deftiges Abendessen in den Grünen Baum, eine urige Gaststätte, in der angeblich schon Gustav Adolf getafelt hat (wo der angeblich schon überall war). Die Fürther scheinen die laue Herbstnacht noch einmal richtig zu genießen und bevölkern vor allem die Gustavstraße in Scharen, wir schaffen zeitig den Absprung und verbuchen den Samstag unter einem „Des wor fei schee„!

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Über Till@TiMaFe on Tour

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3 Antworten zu Sonne tanken in Mittelfranken

  1. vowitzel schreibt:

    Endlich mal wieder Internet ohne VPN. Das kommentiert es sich auch mal flotter. Schön auch mal einen Bericht aus der alten Heimat zu lesen. Gibt ja auch schöne Fleckchen Erde in Deutschland. Und das Wetter hat ja wohl auch gestimmt. Und schön die Beiden mal wieder zu gehen, scheint Ihnen ja gut zu gehen.

  2. Lars schreibt:

    Sehr schön, aber die Nähe zum Irish Pub ist natürlich dramatisch 🙂 Und wegen des TiMaFe Mobils: schaut erst in Cornwall, da gibts noch mehr Auswahl, hehe

  3. Pingback: Alpenrallye und Almidylle | TiMaFe on Tour

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