Die Berge rufen: Mit Hadi auf nach Kandy

IMG_2603_elefanten_PANONegombo – in der einschlägigen Literatur eher als „nett für ne‘ Nacht vorm Abflug“ abgetan – hat uns positiv überrascht, wir verbrachten 2 spannende Tage und haben vor allem jede Menge überaus gastfreundliche Singhalesen kennen gelernt. Trotzdem müssen wir um halb elf bereits wieder ins Bergland aufbrechen, die alte Königsstadt Kandy (මහ නුවර) soll unser nächstes Etappenziel sein.

Hadis Fließheckmobil ist voll bis unters Dach, aber wir haben hinten mit Felix in der Babyschale ausreichend Platz. Überwiegend abseits der verstopften Hauptstraße geht es zunächst durch eine leckere Landschaft (Menu heute: Palmenhain mit Reisfeld und Büffel) zum Elefantenwaisenhaus Pinnawela. Die Chance, mehr oder weniger frei herumlaufende Elefanten (darunter natürlich knuffige Babyelefanten) aus nächster Nähe auf der Wiese oder beim Bad beobachten zu können, wollen wir Felix natürlich nicht vorenthalten, auch wenn es auch kritische Stimmen gibt, die die ganze Chose als Kommerz unter dem Deckmantel der guten Sache betrachten. Die Dickhäuter selbst scheinen sich zumindest pudelwohl zufühlen, alles macht einen gepflegten Eindruck (bei 15,- pro Nase wollten wir das aber auch schwer hoffen), und wenn die ganze Horde während einer Art Almabtrieb zum Flussbad geführt wird, ist das schon ein unvergessliches Erlebnis für jung und alt.

Beim überall feilgebotenen Elefantennippes respektive dem innovativen Schreibpapier auf Dung(!)basis heißt es natürlich standhaft bleiben. Dafür passe ich kurz nicht auf und falle sofort auf einen Wahrsager rein, der mir für 3 EUR ein langes Leben, Intelligenz, Erfolg, treue Frauen usw. prophezeit. Für mündliche Verträge ist hierzulande offenbar eine Willenserklärung (die des Verkäufers) völlig ausreichend 🙂

Unsere hübsche Bleibe in Kandy mit der Nummer 49 liegt am Ostende des Sees inmitten eines grünen Kessels, auf dem Balkon oder am Dach schauen gerne mal Affen vorbei, die hier zum Stadtbild gehören. Für eine Oase der Ruhe sind wir natürlich viel zu nah am Kern der wuseligen Stadt, aber man kann am See entlang marschieren und ist in knapp 20 Minuten im Ausgehviertel und kommt dabei sogar direkt am legendären Tempel des heiligen Zahns vorbei. Offenbar ist hier vieles heilig, was sich negativ auf die Kneipendichte und deren Öffnungszeiten auswirkt. Immerhin bekommen wir bei Sams Chinarestaurant noch einen Berg Nudelallerlei bzw. Reis (alles unter 1 Pfund ist scheint hier außerhalb der Messtoleranz), dann gehts eben ohne Feierabendbier ab in die Koje, wobei Felix nach diesem ereignisreichen Tag noch 2 Reboots mehr braucht.

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Über Till@TiMaFe on Tour

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