Mit dem Tee-Express nach Nuwara Eliya

Besser als Straße!Ausgeschlafen und gut gelaunt läuft erstmal das inzwischen routinierte Weiterreisetagsprogramm an: gemeinsames Frühstück und Erfahrungsaustausch mit den Neuankömmlingen („Woher kommt ihr und wohin geht die Reise?“ …), separates Packen (ich) und Felixbespaßung am Edelspielplatz (Till). Das gesamte Gepäck passt zum Glück wieder in Koffer und Rucksäcke, die sich mit dem Buggy ein Tuk Tuk teilen, während es sich die Familie in einem zweiten Mobil gemütlich macht. Pünktlich um 11 ist alles verladen und wir machen uns auf den Weg nach Peradeniya. Kandy hat zwar auch einen Bahnhof, aber die Überlandstrecke in die „Highlands“ verläuft 9 km außerhalb der Stadt. Unsere Erwartungen schwanken zwischen überfülltem, trubeligen Chaos und einsamem Bahnsteig in der Einöde – die Realität liegt irgendwo dazwischen. Der Bahnhof ist in der Tat eher übersichtlich, aber ansonsten gut ausgestattet mit Sitzbänken, Café und Toiletten. Hier treffen sich 2 Bahnlinien und es ist schnell klar, dass unsere pittoreske Route vor allem bei Touristen beliebt ist. Die meisten reisen nur mit leichtem Tagesgepäck, offenbar wird der Rest separat chauffiert. Da fallen wir mit unserem halben Hausstand inkl. Buggy und Babyschale natürlich durchaus auf, aber so können wir auch hoffen dass alles in den Waggon passt.

Relativ pünktlich erscheint dann auch der Zug, unser Exporail Panorama-Waggon ist leicht zu erkennen und in der Tat sehr komfortabel. Kaum sitzen wir auf unseren Plätzen, gibt es auch schon Mittagessen: Reis mit scharfem Huhn oder vegetarischen Frolic-artigen Kringeln. Lecker! Felix macht nach dem ganzen Trubel erstmal ein ausgiebiges Nickerchen, da kommt der Autositz als gemütlicher Sessel ganz gelegen und wir können uns frei bewegen und die Aussicht genießen. Es gibt sogar einen überdachten Außenbereich, so dass man die spektakuläre Landschaft unmittelbar erleben kann. Teefelder, Berge, Wasserfälle, Dörfer, Tunnel, Brücken,… es gibt viel zu sehen, und bei maximal 40 km/h übersieht man auch nichts! Etwa auf halber Strecke beginnt es zu regnen, aber mit britischem Wetter war hier im Hochland auch zu rechnen. Im Laufe der Fahrt wird uns klar, dass es einen prominenten Mitreisenden samt Entourage gibt: den langjährigen Kapitän der Sri Lankischen Cricketmannschaft (Dilshan), also sozusagen der hiesige Philipp Lahm! Er wird fleißig vom Bahnsteig und auch vom Zugpersonal fotografiert, ist aber momentan verletzt und kann daher Urlauben statt am bevorstehenden Kracherspiel Sri Lanka vs. Pakistan teilzunehmen.

Nuware Eliya liegt ca. 8km abseits der Bahnstrecke, die wir bei strömendem Regen in Nanu Oya verlassen. Entgegen unseren üblichen Gewohnheiten und in Anbetracht der Gepäck- und Wetterlage nehmen wir gleich das erste Transportangebot von Eddie und seinem Van an, den wir uns mit 3 norwegischen Studentinnen teilen. Ein Glücksgriff, wie sich später noch herausstellen wird. Die Erwartungen bezüglich unserer Bleibe Lakeview Comfort Bungalow waren nicht sonderlich hoch, da die jüngsten Bewertungen doch ziemlich mies waren. Das (Männer)-Management scheint in der Tat etwas chaotisch, aber die Jungs geben sich zumindest redlich Mühe, das Curry am Abend ist auch nicht von schlechten Eltern, und da es trotz 1800m Höhe für diese Jahreszeit vergleichsweise warm ist (das Babyfon meldet ~18°) müssen wir auch nachts nicht wie befürchtet frieren. Jetzt müssen sich nur noch die Wolken verziehen!

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3 Antworten zu Mit dem Tee-Express nach Nuwara Eliya

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