Ciao Bella – wir ziehen weiter nach Ella

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IMG_3041trafficjam_MININach der abwechslungsreichen grünen Tour, die Eddie gestern für uns zusammen geschustert hat, engagieren wir ihn auch gleich für den Bahnhofstransfer für die nächste Zugetappe von Nanu Oya nach Ella, dem kleinen Dorf in den Bergen, das irgendwie jeder gut findet. Da wir noch bis halb 3 Zeit haben und uns unsere Gastgeber freundlicherweise das Zimmer so lange überlassen, können wir vormittags noch etwas unternehmen. Und das müssen wir förmlich – denn die Sonne scheint tatsächlich schon wieder!

Für die geplante Wasserfallwanderung zum Lover’s Leap durch Teefelder (was sonst!) buchen wir das Haus- und Hof-Tuk-Tuk samt nettem (was sonst?) Fahrer. Er zeigt uns erst die Pedro Tea Estate, dann bringt er uns zum Startpunkt des Wanderwegs. Offenbar besorgt, dass wir uns auf dem breiten Feldweg verirren könnten, wartet er mit dem Tuk-Tuk an allem, was auch nur annähernd einer Gabelung ähnelt! Das letzte Stück muss er dann auch per pedes zurücklegen, und bald erreichen wir leicht keuchend den auch in der Trockenzeit alleine aufgrund seiner Höhe und Abgeschiedenheit beeindruckenden Wasserfall. Kurzes Roti-Picknick und dann geht es auch schon weiter durch ein idyllisches Waldstück (Galway’s Land National Park) und am See entlang zurück zu einem weiteren Tea Garden. Der entpuppt sich als Postkartenidylle mit in die Landschaft geschwungenen Teebüschen, kleinen Pfaden und vereinzelten Bäumen. Während Felix seelenruhig schläft, streift Till allein durch den Tee und wir fahren bzw. holpern ihm mit dem Tuk-Tuk entgegen. Das ist der endgültige Beweis  (O-Ton Fahrer): „Tuk-Tuk can go anywhere!“

Zum herzlichen Abschied vom Lakeview Bungalow gibts noch ein Pfund Tee aufs Haus für das ohnehin schon berstende Gepäck, dann tuckern wir mit Eddie bei strahlend blauem Himmel dem Bahnhof von Nanu Oya entgehen. 1h plus 30 Minuten Reserve hat Ede für die 9km eingeplant, dass scheint zunächst äußerst konservativ, erweist sich aber als weise: Mitten auf der sich gerade in Bau befindlichen Piste (=Hauptstraße) räumt plötzlich ein Bagger am Rand mannshohe Felsbrocken mitten auf die Straße, und wir müssen uns mit den restlichen Verkehrsteilnehmern gedulden, bis schließlich ein anderes Gefährt die Riesenbrocken ins Tal befördert. Der Zug hat leider wie vorgestern wieder ca. 45 Minuten Verspätung, und Nanu Oya außer ein paar einfachen Kioskbuden und einem Rudel Bahnhofshunde nix zu bieten. Dafür haben wir das Abteil fast für uns alleine, und obwohl die Sonne schon bald untergeht, ist auch die Etappe nach Ella wie schon die Reise von Kandy nach Nuwara Eliya landschaftlich ein echter Leckerbissen.

Als wir gegen Sieben am Bahnhof von Ella eintrudeln, ist es dunkel und – trotz immer noch 1000m über dem Meer – tropisch warm. Der etwas brummige Tuk Tuk Fahrer ist überzeugt, dass er die komplette Familie samt Gepäck in seinem Gefährt unterbringt, was überraschenderweise auch klappt. Allerdings hatten wir nicht bedacht, dass unsere Bleibe nur über einen holprigen und mitunter recht steilen Dschungelpfad zu erreichen ist. Nur mit äußerster Anstrengung kämpft sich das Tuk Tuk die letzte Steigung hoch, wir sind ziemlich nervös, werden aber umgehend mit der phantastischen Aussicht auf das berühmte Ella Gap (die Lücke zwischen Ella Rock und Little Adams Peak) belohnt. Das „Hotel“ Laura hat im Moment eigentlich nur 2 Zimmer (mehr sind im Bau), diese sind aber überaus putzig und auch Junior-Chef Suranga trägt seinen Teil zum stimmungsvollen Ausklang des Abends bei: Selbstgemachtes Curry, selbstgemixter Fruchsaft und ein kühles Lion für Till – hier wirds uns gewiss gut gehen!

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