Tangalle – der alte Berg und das Meer

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Nach den vielen Erlebnissen der letzten Stationen haben wir uns einen Strandaufenthalt jetzt wirklich verdient! Da Sri Lanka nicht gerade mit Stränden geizt, hatten wir die Qual der Wahl und haben uns schließlich für Tangalle als ersten Stop entschieden (der aufmerksame Leser ahnt es schon: dem folgt noch ein weiterer – aber alles zu seiner Zeit). Wir werden von kräftigem Wind und entsprechenden Wellen empfangen, aber das schadet dem Postkartenambiente keineswegs – im Gegenteil!

Tangalle selbst ist ein eher beschaulicher Ort mit schmalen Streifen von Hotels und Pensionen entlang der Strände zu beiden Seiten. Man hat den Eindruck es wäre totale Nebensaison oder aber alle machen gerade heute einen Ausflug… die kilometerlangen Strände sind fast menschenleer und die Restaurants geöffnet aber auch spärlich besucht. Das scheint hier aber niemanden zu stören, denn wir werden überall herzlich aber unaufdringlich begrüßt und erkunden in aller Ruhe die nähere Umgebung. Zum Baden ist es momentan hier etwas zu wild, aber dafür haben wir ja ein Zimmer mit Jacuzzi mitten im Raum, während der Balkon für die passende Brandungsgeräuschkulisse sorgt. Bei schlappen 35€ die Nacht sammelt unser Coppenrath House also massig Pluspunkte!

Höhlenbewohner Aber nur Relaxen können wir natürlich auf Dauer auch nicht, und so buchen wir nachmittags ein benachbartes Tuk Tuk um zum 20km entfernten Felsentempel Mulkirigala zu fahren – in der Hoffnung dass dort inzwischen Schatten und erträgliche Temperaturen herrschen, denn der Aufstieg ist durchaus sportlich. Unten angekommen kaufen wir erst einmal Blumen für den Buddha und werden direkt ins kleine Museum am Eingang gelotst. Nachdem wir diverse alte Fundstücke gebührend bewundert haben und noch ein Segensbändchen mit auf den Weg bekommen haben, geht es endlich bergauf! Auf der ersten Ebene werden gerade die kleinen Buddhas zur Reinigung aus ihren Nischen geholt und in großen Felshöhlen gibt es diverse Figuren zu bestaunen. Aber wir haben ja noch einige Treppen vor uns und keuchen weiter zum nächsten Level, wo uns eine Horde Affen begrüßt. Glücklicherweise sind diese von der eher unaufdringlichen Kategorie und so können wir in aller Ruhe die nächsten Höhlen mit riesigen liegenden Buddhas und Wandmalereien bestaunen. Ganz oben steht ein winziger Tempel in dem uns ein vermutlich dazu befugter (?) Mensch gleich mit Kokosöl und langen Murmeleien segnet und nach der anschließenden obligatorischen kleinen Spende auch noch den Weg zu einem „secret viewpoint“ zeigt. Hier hat man von einem großen Felsen in der Tat eine tolle Rundumsicht auf das umliegende Flachland. Der Felsen des Tempels ist nämlich weit und breit die einzige Erhebung… Unten angekommen wartet brav unser Tuk Tuk, der Fahrer hat die Zeit offenbar für einen Reifendeal genutzt, aber im Fond bleibt noch genug Platz für uns .

Voller Optimismus brechen wir nach einer kurzen Pause ins bereits vorher ausgewählte Zanzibar Restaurant auf, wo Felix auch gleich viel Spaß beim Ballspiel mit dem Personal hat. Leider ist es mit der guten Laune beim Essen nicht mehr so weit her, auch der extra bestellte Büffel-Joghurt (curd) wird verschmäht und so brechen wir dann doch lieber schnell in heimische Gefilde auf. Zumindest scheint der Rauschpegel der Wellen einen positiven Einfluss auf Felix‘ Einschlaftempo zu haben, während wir noch bis tief in die Nacht auf dem Balkon verweilen.

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