Von Unawatuna nach Galle und ab in die Falle

IMG_3679_gallemauerNach einer wohlverdienten Blogruhepause folgt nun endlich der erste Tagesbericht aus Unawatuna und Umgebung. Im direkten Vergleich zu Tangalle geht es hier zweifelsohne deutlich touristischer zu, aber die kritischen Stimmen, über die wir bei der Reiseplanung doch des Öfteren gestolpert sind, scheinen nach einer ersten Orts- und Strandbegehung doch eher übertrieben. Für das PS-starke Angebot des benachbarten Jet-Ski Verleihs interessiert sich zum Gück kaum ein Gast, die Strandgastronomie präsentiert sich überwiegend individuell und Bausünden in Form von Bettenburgen trifft man zumindest in unserer „Ecke“ der bananenförmigen Bucht kaum an. Da Wochenende ist, sind zudem zahlreiche Einheimische am Strand unterwegs, die sich nicht nur durch die Hautfarbe deutlich von den westlichen Gästen unterscheiden: Während letztere vorzugweise lethargisch die Liegen bevölkern, flitzen die Sri Lankaner am Liebsten überaktiv im Rudel durch die Gegend. Einziger Totalausfall an diesem relaxten Sonntagmorgen: Beim Lunch in eine Kneipe ballert ein (selbstredend unbehelmter) Herr aus dem Land des Kaviars mit einem Mietroller und einem kleinen Mädchen vorne drauf quasi ungebremst auf den Strand zu und legt sich nur wenige Meter von unserem Tisch entfernt auf die Nase. Während Maria Verbandszeug für das verschreckte Mädel holt, das sich gottlob keine ernsten Verletzungen zugezogen hat, scheint er nur besorgt über den angeschlagenen Rückspiegel zu sein. Zwei Tage später sollen wir sie noch einmal auf einem Roller treffen, dieses Mal dann gleich zu viert. Ohne Worte!

Nachmittags nehmen wir uns ein Tuk Tuk in die Nachbarstadt Galle, deren Aussprache sich übrigens – um Verwechslungen mit der Körperflüssigkeit zu vermeiden – laut Herrn Loose nach dem englischem „Gawl“ richtet, welcher vom singhalesischem Begriff „Gala“ (Felsen) abgeleitet wurde, den die Eurpäer in „Gallo“ (Hahn) ummünzten, ergo der Hahn im Stadtwappen. Weitaus interessanter als die Herkunft des Namens ist aber das riesige holländische Fort aus dem 17. Jahrhundert, das auch in der Neuzeit und nach Abzug sämtlicher Kolonialherren noch einen äußerst belebten Eindruck macht. Trotz tourismusförderndem Unesco Weltkurlturerbe Status leben und wuseln hier zwischen hippen Cafes, Souvernirshops, Kirchen und Museen immer noch genug Einheimische Kricketspieler, Spontanbands und badende Großfamilien herum. Den Sonntag können wir daher nur weiterempfehlen für eine ausgewogene Touri-Quote.

Wieder in unawatunischen Gefilden tun wir wiederholt etwas völlig Verrücktes: Zum zweiten Mal in Folge essen wir direkt vor Ort am Strand im eigenen Hotel, während Felix in gerade-eben-so Babyfonreichweite den Tag verarbeitet. Der Service ist 1a,  dem zur Schau gestellten Meeresgetier kann man kaum widerstehen, und während im Nachbarladen schon die meisten Tische für den nächsten Tag gerichtet werden, ist die Bude immer noch voll besetzt. Morgen gehts (für manche) in aller Frühe aufs Rad, daher gehts heute mal etwas zeitiger in die Koje. Angenehme Nachtruhe!

 

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