Nockalm on Heavens Door

IMG_5062_weizen_panoMit zunehmendem Alter der beschenkten Person wird es nachweislich schwieriger, ihr etwas zukommen zu lassen, das sie nicht entweder a) schon besitzt, b) gar nicht will oder c) mit IKEA/Amazon anfängt und mit Gutschein aufhört. Wir versuchen es daher einfach mal mit Freude und Ertüchtigung in Form einer guten alten Schnitzeljagd (neudeutsch Geocaching) im alpinem Gelände. Los gehts mit der Gondel zur Bergstation Jochtal, von hier lotsen uns die mitgebrachten GPS Geräte auf einen halbwegs familientauglichen Pfad zur Nockalmhütte, wo erstmal Station gemacht wird.

Hätten wir zusätzlich noch einen Idyllecontest gemacht, die Nockalmhütte hätte haus – ach was – berghoch gewonnen. Egal ob in der Kategorie uriges Aussehen, grüne Wiesen, frischer Bergbach, deftige Pfannen, frisches Weizen, junge Karnickel, massenhaft Kinderspielzeug, erträgliche Preise: Hier lässt es sich aushalten, und daher lassen wir uns mit dem Weg ins Tal auch ordentlich Zeit. Dieser führt über Skipisten, die sich noch von den Strapazen des letzten Winters erholen, und diversen Wald- und Wiesenpfaden wieder runter zur Talstation. Natürlich halten wir den Schnitzeljäger unterwegs mit ausgefuchsten Zwischenprüfungen bei Laune,  so dass ihm gewiss gar nicht aufgefallen ist, dass wir nach dem kompletten Tagestrip und über 800 Höhenmetern wieder am Beginn unserer Reise gelandet sind. Der Schatz wird schließlich hinter einem grenzwertig kitschigen Gemälde der Fane Alm (wir berichteten)  im Aufenthaltsraum unser Bleibe gehoben, drinnen befindet sich zwar nur schnöder Mammon, wie bei Indiana Jones ging es aber natürlich auch hier und heute eher um die Jagd als die Beute (der Reim war übrigens nicht geplant :-))

Der Freitag und somit der letzte komplette Reistag kam trotz aller Unternehmungen mal wieder überraschend schnell, spätestens morgen wird sich die bunte Truppe wieder in alle Himmelsrichtungen verabschieden. Und so begeben wir uns heute mal geschlossen in das beschauliche Städchen Rodeneck (ital. Rodengo), wo sich ein Natur- und Erlebnispfad zur Aufgabe macht, vor allen die jüngeren Gäste mit der Natur in Einklang zu bringen. Das klappt im Prinzip ganz gut, aufgrund unserer Gruppenstärke und den zahlreichen Abstimmungspausen ergibt sich allerdings eine Durchschnittsgeschwindigkeit von gefühlt 2km/h, was auf Dauer auch anstrengen kann – zumindest die Erwachsenen.

IMG_5172_burg2Nach einer ausgedehnten Brotzeit zieht es das Gros der Wandersleute ins naheliegende Erlebnisbad, während ein kleiner Kulturtrupp noch dem Schloss Rodenegg (ja, kein Schreibfehler…) einen Besuch abstatten. Die über 800 Jahre alte Burg ist relativ imposant auf einer kleinen Felsnase gelegen und ist für Nichtfreeclimber nur über eine Brücke zugänglich. Eine Führung ist verpflichtend, und während sich die jüngsten Teilnehmer nicht unbedingt für Harmann von Aues Freskenzyklus begeistern können, sind zumindest Waffenkammer und Verlies potentiell interessante Abstecher, wobei mir persönlich der großzügige Schlossgarten im „Hinterhof“ am besten gefallen hat. Kurz vor Ablauf der offiziellen Tour hat Felix dann allerdings genug von dem alten Gemäuer, und wir zuckeln zum letzten Mal zurück zu unserem Gattererhof, wo wir zusammen mit den letzten Sonnenstrahlen noch ein paar Weinreste dezimieren.

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Über Till@TiMaFe on Tour

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Eine Antwort zu Nockalm on Heavens Door

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