Hejsan und Goodbye, Schwedenkai!

IMG_5477_sunset_3x1IMG_5364_KaiIm grauen November wird es Zeit für etwas Sonne – also spulen wir doch einfach mal zurück bis Mitte September:
Auch dieses Mal sind wir mit dem eigenen Mobil unterwegs, die Reise geht aber in die entgegengesetzte Richtung: gen Norden! Weitgehend stressfrei erreichen wir am späten Nachmittag den guten alten Schwedenkai in Kiel und dürfen auch gleich an Bord der Stena Scandinavica rollen. Bepackt wie für einen 1-wöchigen Aufenthalt (das Autodeck ist während der Fahrt tabu) begeben wir uns auf die Suche nach unserer Kabine und schaffen es auch, auf gefühlten 4m² alles halbwegs platzsparend zu verstauen. An Deck weht eine steife Brise aber das hält uns natürlich nicht davon ab, das Ablegen live zu beobachten. Gut ausgestattet mit Proviant und heimischem Pils können wir auch die preislich eher gehobenen Bordrestaurants meiden und dann gehts recht bald in die Koje. Trotz Ruhe und völliger Dunkelheit ist Felix leider um 4:00 der Meinung es sei Zeit aufzustehen und eine Runde zu spielen – wir bleiben aber hartnäckig da wir in Schweden noch ein paar Kilometer vor uns haben, und schließlich finden alle noch ein Mützchen Schlaf vor dem Anlegen.

Göteborg begrüßt uns wie erhofft mit Sonne und so gibt es beim Einlaufen noch ein schnelles Frühstück an Deck. So schön die Aussicht hier oben auch ist, das Autodeck ruft rascher als uns lieb ist. Ratz fatz sind wir „on the road“, immer der Küste entlang nach Norden. Unterwegs verschlägt es uns für den ersten Kaffee auf schwedischem Boden ausgerechnet ins Café eines abgelegenen Golfclubs in der Nähe von Marstrand!  Aber Golfen ist hierzulande schließlich Volkssport für Männlein UND Weiblein, und wir mussten zum Glück auch nicht gleich Mitglied werden. Wenig später sind wir dann auch am ersten Etappenziel, einer gemütlichen Ferienwohnung in Lyckorna bei Ljungskile. Die Vermieter entpuppen sich als ebenso nett wie hilfsbereit, die Aussicht ist toll und wir bereuen fast sofort, dass wir nur 2 Nächte hier bleiben „dürfen“… 

IMG_5440_NOSVSo verschwenden wir nach dem Einzug auch nicht viel Zeit und sind bald wieder unterwegs, um die Gegend zu erkunden. Erster wichtiger Stop ist der Supermarkt, um trotz gesalzener Preise den Kühlschrank für die nächsten Tage zu bestücken. Später statten wir der „Altstadt“ einen Besuch ab, hauptsächlich ein Anleger und ein alter Uhrenturm, der Badeort Lyckorna hat eine lange Tradition seit 1877 aber allzuviel ist davon nicht übrig. Bei unverschämt blauem Himmel spielt das aber keine große Rolle und wir fahren gleich noch ans andere Ende der Bucht, und wandern auf der zu dieser Jahreszeit recht verlassenen Halbinsel Ulvön herum. Im Sommer kann man es sich hier offenbar in kleinen Holzhäuschen einer großen Jugendherberge mit schwimmender Sauna (!) sehr gut gehen lassen. Heute sind wir fast die einzigen die sich hierher verirrt haben…

Till braucht noch Auslauf, und so wird noch das Rad des Hausherrn bewegt bis in die Nachbarbuchten. Mit der spartanischen Bremsanlage (lediglich Rücktritt) und einer Funzel, die allenfalls als Leselicht durchgeht, wird hier allerdings das Sicherheitsimage der Schweden gehörig ins Wanken gebracht. 😉 Wohlbehalten aber außer Atem (Ljungskile ist bergiger als man vermutet, vor allem ohne Gänge) ist er rechtzeitig zurück, um die kostbaren Einkäufe zu einem schmackhaften Essen zu verarbeiten. Es gibt natürlich Fisch auf der heimischen Terrasse – gut eingepackt ist das auch bei 14° ein Genuss! Nach Sonnenuntergang merkt man nämlich doch recht schnell, dass kein Hochsommer mehr ist!

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