Brückentag in der Schärenwelt

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Alles blau

Nachdem wir gestern die nähere Umgebung beschnuppert haben, wollen wir heute den Radius mal etwas großzügiger ziehen – schließlich wollen wir unser Mobil nicht umsonst über die Ostsee verschifft haben. Das Wetter scheint mitzuspielen, und nach einem selbstgemachtem Frühstück – natürlich draußen! – mit schwedischem Anstrich (Till & Dill Krabben spezial) rollen wir erstmal wieder Richtung Süden, bevor mit dem 664 m (!) langen  Tjörnbron Viadukt  das erste architektonische Highlight auf dem Plan steht und uns standesgemäß in die Inselwelt befördert. 2010 sind wir hier schon mal auf dem Weg nach Ramsvik entlang gerollt, dieses Mal heißt unser Ziel Lysekil. Unterwegs auf der relativ vereinsamten Road 160 sagen wir noch einem in die Jahre gekommenen Runenstein auf der Insel Orust aus der Wikingerzeit Hallo bzw Hej, bevor die Straße bei Skår buchstäblich ins Wasser fährt. Da es (noch) keine Brücke über den Gullmarsfjord gibt, müssen wir mit der Gratis-Fähre vorlieb nehmen, was aber definitiv kein Nachteil ist.

Die Route zum (bzw. für die) Nachfahren

Die Route zum (bzw. für die) Nachfahren

Lysekil selbst ist ein nettes kleines Örtchen und offenbar auch für die etwas wohlhabenderen Schweden attraktiv – zumindest liegen im nördlichen Hafen einige schmucke Segeljachten vor Anker, und die Uferpromenade mit den schwungvollen Liegen sieht auch wie frisch geschnitzt aus. Mit der felsigen, eher kargen Umgebung und dem unverschämt blauen Himmel könnte man sich fast in Kroatien wähnen, die Vorzeige-Altstadt (siehe Bild unten) holt einen dann aber doch schnell wieder auf skandinavischen Boden zurück.

Der Tag ist kurz – der Heimweg lang, und wir brausen zügig unserem letzten Etappenziel Uddevalla entgehen. Die größte Stadt der Region versprüht zunächst eher Industriecharme, durchaus idyllisch spazieren lässt es sich aber auf dem neuem „Strandpromenaden„-weg zwischen dem Stadtkern und dem altehrwürdigen, leicht schnöseligen Badeort Gustafsberg. Die eindrucksvolle Konstruktion, die direkt über dem Fjord an einem steilen Felsen entlang führt, hat 2009 angeblich den Titel „Sweden’s most beautiful way“ (hört hört) eingeheimst, und da zudem die untergehende Sonne freundlicherweise gerade für gute Lichtstimmung sorgt, würden wir im Jahre 2014 glatt auch nochmal dafür voten. Passend zum Tagesmotto ist selbstverständlich auch noch eine Art Hängebrücke am Start. Zurück gehts auf gähnend leeren Straßen an der Küste entlag in unser Domizil, das wir morgen leider schon wieder verlassen müssen. War gut!

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Über Till@TiMaFe on Tour

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