Let the Sunne shine

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ZaungästeSonne, Strand und Meer sind Ende September nicht unbedingt alltäglich, vor allen nicht wenn man im Ruhrgebiet beheimatet ist. Ergo statten wir am Vormittag vor der Weiterreise ins Binnenland erst erst einmal dem kleinen Hausstrand von Lyckorna einen Besuch ab. Das nördliche Ende begrenzt eine Art Mini-Werft, bei deren Anblick man sich nicht ganz sicher ist, ob es sich um Chaos oder Kunst handelt. Filmfreaks fühlen sich beim Anblick des vergammelten Steges an die Verfolgungsjagd zwischen Bond und Scaramanga in der  “Der Mann mit dem goldenen Colt” erinnert 🙂
Zwischen uns und der offenen Ostsee liegt zwar noch die Insel Orust, aber das Wasser hat trotzdem gefühlt nicht mehr als 16°. Bei solchen Temperaturen ziehe ich für gewöhnlich die Warmduscherkarte, aber heute wage ich den Marsch ins kühle Nass, und solange man die Muskeln ausreichend auf Trab hält, kann man es eigentlich ganz gut aushalten – Felix und Maria bleiben lieber am ansonsten menschenleeren Strand auf dem Trockenen.

Unsere nächste Etappe nach Sunne ist gerade mal 240km lang, aber die Schweden lassen es zu Lande auch auf der Straße eher ruhig angehen. Tempo 60 oder 80 ist meist auch auf schnurgeraden Strecken das Höchste alle Gefühle, am Besten nimmt man also ausreichend Zeit und Geduld mit auf die Reise. Immerhin rollen wir noch vor Einbruch der Dämmerung auf unbefestigten Wegen bei Marias Cousine ein, die unseren Informationen zufolge „etwas außerhalb“ von Sunne wohnt – „mitten im Wald“ würde es meiner Ansicht nach besser treffen, aber hier im Värmland gelten natürlich andere Gesetze, und eines gibt es hier definitiv in ausreichenden Mengen: Platz!

IMG_5764_feldwegAm nächsten Morgen borge ich mir das Rad des Hausherren, um die nähere Umgebung zu erkunden. Sunne gilt mit seinen paar Tausend Einwohnern schon als Schwergewicht in der Region, auf meiner recht spontan zusammengesteckten Tour (von Vitteby bis Ivarsbjörke) überwiegen also Felder, Wälder, Seen, intelligente Rasenmäher, alte US-Schlitten und hier und da trifft man sogar mal einen Schweden – allerdings selten auf dem Rad, obwohl die Ecke perfekt für ausgiebige Trekking Touren zu sein scheint. Abends gibts dann noch ein überaus schmackhaftes (und natürlich völlig überdimensioniertes) BBQ im heimischen Garten, während die Sonne über dem mittleren Fryken verschwindet. Den großen Bruder „oberer Fryken“ im Norden werden wir uns dann morgen vornehmen, wenn wir uns auf den Weg nach Lysvik machen. Aber jetzt herrscht erstmal Ruhe im Wald!

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Über Till@TiMaFe on Tour

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