Heute ein König – mit dem Rad von Inwa nach Amarapura

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IMG_7410_koenigspalastUnser erstes Frühstück in Mandalay ist relativ entspannt, haben es die Peacocks doch geschafft, in hrem Hof eine gemütliche Atmosphäre herzustellen, die weder aufgesetzt noch kitschig wirkt. Eigentlich wollten wir vor dem Aufbruch zu unserer Radtour in die alten Königsstädte Inwa und Amarapura nichts Großartiges mehr unternehmen, mich packen dann um halb elf aber doch die Hummeln, und so schwinge ich mich auf eins der Hausräder, um den Nordosten der Stadt ein wenig näher kennen zu lernen. Wenn man die Hauptrennstecken meidet ist Mandalay in diesen Gefilden eigentlich  relativ radfreundlich, und die Tempeldichte ist ebenfalls nicht zu verachten. Anspieltips: Die parallel zum Königspalast nördlich auf den imposanten Mandalay Hill zulaufenden 66th Street, die Kuthodaw Pagode mit unzähligen weiß getünchten Minipagoden, das komplett aus Holz gebaute Shwenandaw Kloster oder einfach nur der Blick in eine X-beliebige unbebestigte Seitenstraße, wo sich auch in der zweitgrößten Stadt des Landes das Leben noch überwiegend auf der Straße abspielt.

IMG_7451_biketempelGegen halb eins bringen uns die Grasshopper in die südlichen Ausläufer der Stadt, wo unsere Radtour beginnt. Mit am Start ist neben dem Guide nur noch eine putzige Französin names K., die Mountain Bikes sind in einem 1a Zustand und gewiss genauso eine Rarität in Myanmar wie der Kindersitz, ohne den dieser Ausflug heute für uns gar nicht möglich gewesen wäre. Hier und da schauen wir in die einheimischen Hütten rein und erfahren was die Leute so unter wirklich einfachsten Bedingungen produzieren (primitiv klingt immer etwas abwertend, zumal die Endprodukte wie beispielsweise die selbst gerollten Myanmar Rillos einen überaus professionellen Eindruck machen). Faszinierend ist vor allem die Routenführung vorbei an Stupas und verfallenen Tempeln, die hier abseits aller befestigen Straßen einfach nur Teil der Landschaft sind. Ebenso exotisch wirken wir offenbar auf die Bewohner der von uns durchquerten Dörfchen,und spätestens beim Anblick von Felix auf dem Kindersitz wird aus allen Holzverschlägen wild gewunken und ein lautstarkes „Helllloo“  angestimmt.

IMG_7574_manda_bridge_closePünktlich zur Dämmerung erreichen wir nach Durchquerung der weitgehend vcrfallenen Ex-Königsstadt Inwa und einer Fährpassage die U-Bein Brücke von Amarapura (zu deutsch „Stadt der Unsterblichen“) am Taungthaman See, die es inzwischen auch außerhalb Myanmars zu einer gewissen Berühmtheit gebracht hat. Obs am Superlativ „längste Teakholzbrücke der Welt“ (1,2km) liegt darf bezweifelt werden, vielmehr sieht diese Brücke mit dem endlosen Silhouettenstrom im Licht der untergehenden Sonne einfach derart geil aus, dass selbst Fotomuffel ununterbrochen das Smartphone zücken. Die (gottlob gemeisterte) Herausforderung für mich ist es daher auch den „jetzt ist aber mal gut“ Moment zu finden, die Kamera beiseite zu packen, und auf dem gecharterten Minikahn einfach mit Snacks und einer Pulle Myanmar Bier den Moment quasi aus der ersten Reihe zu genießen. Fazit: Die U-Bein Brücke ist sicherlich kein Geheimtip, aber völlig zu Recht ein „Must See“ für jeden Mandalay Besucher und ein würdiger Abschluss der heutigen Tour. Der Weg dorthin war wie eine Zeitreise und zählt zweifelsohne zu den besten Touren, die wir bisher in Südostasien hinter uns gebracht haben. Großes Kino, 100% empfehlenswert!

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3 Antworten zu Heute ein König – mit dem Rad von Inwa nach Amarapura

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