You’ve been thanaka’d

IMG_7627_feld_PANOIMG_7587_tanakahNach dem gestrigen Auftakt sind die Erwartungen an den nächsten Vormittag (Magnificent Mandalay Morning) natürlich hoch… denn wir sind noch lange nicht genug geradelt in diesem Urlaub und stehen dafür sogar früh auf! Glücklicherweise ist das Grashüpfer Hauptquartier nicht weit von unserer Lodge und die nette Chefin Anne aus USA ist auch persönlich vor Ort. Mitradler sind 2 Münchener Mittsechziger und bald sind wir schon am ersten Stopp, dem lokalen Markt angekommen. Der bewährte Guide vom Vortag zeigt uns allerlei einheimische Spezialitäten und wir beobachten das Treiben bei schmackhaften Kokos-Reisbällchen. Auch das „Myanmar-Makeup“ Thanaka darf natürlich nicht fehlen: eine gelbe Paste aus einem Stück Baumstamm das wahre Wunderkräfte haben soll: UV-Schutz, ewig junge Haut und vieles mehr… Ich und Frau Münchner testen das natürlich gleich und sind somit ge-thanaka-t!

IMG_7606_sleepydogAber Radlen wollen wir ja auch noch und so geht es nördlich der Stadt erstmal zum Kuthodaw Tempel am Fuß des Manadalay Hill. Hier gibt es viel zu sehen und unzählige Buddhas zu begrüßen. Felix ist schon Profi im Geldspenden-Einwerfen und so haben alle ihren Spaß. Mit ausreichend spirituellem Segen begeben wir uns dann raus aufs Land und fahren zwischen Reisfeldern, Kanälen und „Treckern“ an Büffeln, Gänsen und anderem Getier vorbei. Auch hier ist wieder einiges an Dorfleben geboten, es wird gewaschen, gekocht und natürlich permanent gewunken.

IMG_7634_shansoup2Schließlich haben wir uns eine kleine Stärkung mehr als verdient und kehren in einem gut besuchten Straßenrestaurant ein. Dort gibt es Shan-Nudelsuppe, Tee, Nan-Brot in süß und herzhaft sowie allerlei Knabbereien. Eine originelle Idee gibt es auch zu bestaunen: den Feuerzeug-Flaschenzug über den Tischen! Im inzwischen rauchfreien Europa aber wohl keine lohnende Marktlücke…

Mittags brennt die Sonne dann doch recht unbarmherzig und so ist es erstmal Zeit für einen Siesta-Stopp in der Peacock Lodge. Till hat allerdings noch einen Spezialauftrag zu erledigen: Geld tauschen. Klingt recht einfach, erweist sich dann aber speziell bei den (eigens gemäß allen gängigen Empfehlungen mitgebrachten) Dollars als etwas kompliziert… Unsere Exemplare sind leider nicht ganz brandneu und druckfrisch, sondern haben winzige Makel oder sind aus einem „falschen“ Jahr und daher als Zahlungmittel kaum an den Mann bzw. Burmesen zu bringen. Also möglichst schnell loswerden! Im 3. Shop bekommt Till schließlich ein Angebot über verschiedene Wechselkurse für die „guten“ bzw. „schlechten“ Scheine. Puh! Die Euros sind übrigens deutlich beliebter und unkritischer… Einen Berg Kyats reicher können wir nun entspannt das Nachmittagsprogramm angehen: die Besteigung des Mandalay Hill.

Der ganze Berg gilt als Tempel, also heißt es Schuhe aus und die immerhin überdachten Stufen barfuß erklimmen. Ermutigt werden wir duch die Information unserer Reiseführers es seien „nur“ 934 statt wie meist angegeben 1729 Stufen… Immer wieder gibt es kleine Zwischentempel und Buddhas unterwegs bis wir schließlich am Gipfel ankommen. So ruhig und beschaulich der Weg auf der Treppe war, so wuselig und voll ist es hier oben pünktlich zum Sonnenuntergang. Es gibt nämlich eine Straße und auch einen Fahrstuhl nach oben, was offenbar viele Reisegruppen anlockt. Aber es ist für jeden genug Platz und wir können die Aussicht in Ruhe genießen. Felix verpasst das meiste schlafend auf meinem Rücken, aber ist pünktlich zum Abstieg wieder wach. Offenbar ist die Restaurantbranche hier ein kurzlebiges und schwankendes Geschäft, die beiden ausgewählten Empfehlungen in der Gegend exisitieren leider nicht mehr und so speisen wir dann wieder im heimischen Garten. Abwechslung wird überschätzt wenn es so gut schmeckt!

 

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