Bagan by Bike

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IMG_7967_backseat_MINIMyanmar ist generell kein Langschläferland, in Bagan klingeln die Wecker aber meist noch einen Tacken früher als anderswo  – egal ob man jetzt eine Ballontour gebucht hat (die in der Regel vor Sonnenaufgang startet), als Foto-Nerd das gute Morgenlicht ausnutzen oder einfach die Backofenhitze am Mittag meiden will. Unsere Radtour – abermals sind wir Kunden bei den Grashoppern – startet um 7:30 in Neu Bagan und somit schon vergleichsweise spät, bis der offensichtlich völlig ortsunkundige Taxifahrer allerdings den Treffpunkt gefunden hat und alle 10 Teilnehmer Sättel, Kindersitz etc. justiert haben, ist es bereits 8 Uhr durch und wir machen erst mal Station am bzw. mitten im lokalen Markt. Ich finde solche wuseligen Südostasien-Märkte ja immer faszinierend (mehr Marktanalayse findet sich zum Beispiel  hier oder hier), aber heute juckt es doch irgendwie alle, endlich durch das weite Pagodenfeld zu radeln, das zweifelsohne die Hauptattraktion dieser Ecke Myanmars ist.

IMG_8025_bagantreesSchnell haben wir dann auch die Stadtgrenze hinter uns gelassen und befinden uns nun auf sandigen Pfaden, die – von den Touribus Rennstrecken mal abgesehen – für motorisierte Fahrzeuge Gott sei Dank tabu sind. Nach einem Stop an einem noch aktiven Kloster wartet mit dem relativ leicht zu besteigenden Nord Guni Tempel gleich das erste Highlight. Der mächtige Dhammayangyi  und die Ananda Pagode sind zwar auch eindrucksvoll aber auch ziemliche Publikumsmagnete, ansonsten geht es wie bereits bei der Tour durch die Sagaing Hügel weniger darum, jede einzelne Stupa abzuhaken, sondern eher um die Gesamtszenerie, die vom Sattel eines Mountainbikes ebenso faszinierend ist wie vom Dach eines Tempels!

Shwezigon PagodeNach einem längeren Zwischenstück auf einer halbwegs schattigen Umgehungsstraße befinden wir uns wieder in (für uns) heimischen Gefilden, schauen bei einer Lackierwerkstatt  vorbei und radeln dann auf einem Feldweg parallel zum Ayeyarwaddy zur Shwezigon Pagode, dem goldenen Wahrzeichen von Nyaung U, deren Standort angeblich einst von einem weißen Elefanten bestimmt wurde, der beladen mit einem Stirnknochen Buddhas hier Halt gemacht hat. Nach einer Runde Tee und diversen lokalen Snacks in einer Dorfkneipe ist gegen 1 erstmal Siesta angesagt. Glücklicherweise hat unsere Bleibe im letzten Jahr in einen neuen schicken Pool investiert, und genau dort verbringen wir entgegen unserer normalen Gewohnheiten den Nachmittag, da die Sonne inzwischen wirklich unbarmherzig vom Himmel brutzelt.
Myazigon SunsetZum Sonnenuntergang drängt sich ein Besuch bei der nahe gelegenen Myazigon Pagode auf (innen führt eine dunkle Treppe auf die nächste Ebene), und zum Dinner riskieren wir heute mal einen Besucht im Queen etwas weiter die Straße runter. Die Karten unterscheiden sich in den „normalen“ Lokalen eigentlich nie großartig, fast alle Tafelen werben mit „Chinese-, Western-, Myanmar-Food“ und man wühlt sich dann durch 100+ Gerichte. Im Vergleich zu gestern schmeckts aber dafür deutlich leckerer, der Vorgarten ist gemütlich und dämpft das Mopedgeknatter der Mainroad gut ab, der Service ist trotz voller Hütte gut, und wir kommen morgen wieder!

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2 Antworten zu Bagan by Bike

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