Was sind schon 1000km – Von Myanmar in Thailands tiefen Süden

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Gut 1000km Luftlinie sind es von Yangon nach Ko Lanta, aber in Südostasien kann das je nach Verkehrsträgermix, Fahrplänen und anderen Widrigkeiten natürlich alles Mögliche bedeuten. Unser Plan fällt in die Kategorie „ehrgeizig-plausibel“: Frühmorgens mit der Taxe vor Einbruch der Stauhölle an den Yangoner Airport, dann zurück zum guten alten Don Muang Flughafen (Bangkok), dort gut 3 Stunden herumlungern und weiter nach Krabi, wo wir uns einen Mietwagen für die nächsten Tage nehmen, und auf dem Landweg und mit zwei Autofähren nach Ko Lanta Yai übersetzen. Und das alles bitteschön vor Sonnenuntergang! Kann also nix schiefgehen, oder?

Welcome to KrabiEinen Schiefgehfaktor hatten wir schonmal nicht auf dem Schirm: In Yangon herrscht heute dichter Nebel! Der erste richtige Nebel, seit wir vor Wochen das Ruhrgebiet verlassen haben. Unsere Maschine hebt offenbar erst gar nicht in Bangkok ab, was unter Sicherheitsaspekten natürlich lobenswert und nachvollziehbar ist. 2h später hat die Sonne Myanmars dann alles weggebrutzelt und wir verlassen das Land der Pagoden mit reichlich Wehmut, aber auch einer ordentlichen Portion Vorfreude auf eine Runde Krabi! Am Don Muang hat sich dann zumindest die Frage erübrigt, wie wir Felix über drei Stunden lang beschäftig halten: Unser Aufenthalt ist auf eine knappe Stunde zusammengeschmolzen, zudem sorgt ein gepflegtes kreischbuntes Rutsch- und Kletterparadies für gute Unterhaltung. Aufruf an alle Airports: Mehr davon! Der Flug nach Krabi mit Air Asia ist relativ kurz und der dortige Flughafen eher provinziell und wir finden rasch den Mietwagencounter von „Thai Rent A Car“ (originellere Namen waren wohl gerade aus), wo wir schon von Deutschland aus unser Vehikel für die nächsten Tage gebucht haben. Es ist – welch Überraschung – ein weißer Stufenheck Nissan, die es hier wie Sand am Hat Klong Dao Beach gibt (unser heutiges Etappenziel). Das Lenkrad ist rechts, der Thai fährt (meist) links, der Tank ist voll: Auf gehts ins Getümmel!

Blick zum CaptainDie Fahrt zum Fährhafen Hua Hin stellt keine allzugroße Herausforderung da, die Beschilderung ist gut, der Verkehr moderat, da haben wir vor knapp 2 Jahren schon ganz andere Routen gemeistert (unvergessen zum Beispiel die Tour Zahlen Bitte von Phimai nach Sa Kaeo). Die zur Trockenzeit regelmäßig verkehrende Autofähre zur nördlichen Insel Ko Lanta Noi sieht jetzt zwar nicht aus wie frisch aus der Werft, macht aber einen halbwegs passablen Eindruck, die Landschaft rundherum ist traumhaft schön mit ihren Mangrovenufern, auch wenn die ganz steilen Karstfelsen, für die die Region so bekannt ist, eher in der Ao Nang Ecke anzutreffen sind. Von Lanta Noi nach Lanta Yai muss man nochmal auf eine kleine Fähren ausweichen, die aber bald ausgedient haben dürfte, da nebenan bereits eifrig an einer Brücke gebaut wird.

PunktlandungDer Hat Klong Dao liegt praktischerweise nur ~10km entfernt vom Anleger im Norden der Insel, denn hier befindet sich das knuffige Banana Garden Home, wo wir die nächsten 3 Nächte verbringen wollen. Die Sonne steuert jedoch auch schon zielstrebig auf den Horizont zu. Nicht dass wir jetzt superscharf auf einen kitschigen Tropen-Sunset wären (OK – ein bisschen sind wir’s schon), aber wir wollten die Bananenhütten am Strand natürlich lieber nicht bei Dunkelheit suchen müssen. Nach ein paar Wendungen schaffen wir dann tatsächlich eine Punktlandung: Unmittelbar nachdem sich Maria von der korrekten Identität des Zierlorts überzeugt hat, versinkt der Sonnenball in der Andamanensee, und wir habens geschafft: 1000km vom quirligen Yangon bis in den tiefen Süden Thailands – darauf ein Singha!

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4 Antworten zu Was sind schon 1000km – Von Myanmar in Thailands tiefen Süden

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