Die Erleuchtung kommt zum Schluss – ein Tag auf Ko Lanta

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IMG_8653_thebeach_MINIKo Lanta gilt gemeinhin als die Familieninsel unter den thailändischen Eilanden. Warum genau das so gekommen ist, weiß wahrscheinlich niemand so genau, aber statt Jetskis, Schmuddelbars, und XY-Moon Parties gibts hier flaches Wasser, jede Menge Ruhe und skandinavische Mamis auf ausgedehnter Elternzeit. Die Grenze nach Malaysia bei Satun ist praktischerweise nur ca. 250km entfernt, und ruckzuck ist das 4-Wochen Touristenvisum wieder einen Monat gültig. Während ich die Vor- und Nachteile dieses Modells so gedanklich durchspiele, macht Maria mit Felix Schwimmübungen in hoher See – leider mit mässigem Erfolg (Kinder sind manchmal eben unberechenbar 😉 ). Der Klong Dao Beach ist an diesem Morgen trotz Kaiserwetter relativ leer, kaum ein Handtuch oder gar eine Liege stört den 3km langen weissen Sandstreifen. Das Nachbarlokal preist heute Kassler mit Sauerkraut und Dumplings (!) an, ansonsten überwiegt die Thai-Küche.

IMG_8698_lighthouse_MINIAm Nachmittag reicht es uns dann mit Ruhe tanken, und unser Nissan soll schließlich auch nicht nur in der prallen Sonne brutzeln. Über die Küstenstraße 4245 gehts vorbei an zig weiteren Strandorten und später durch den Dschungel runter zum Mu Koh Lanta Nationalpark am südlichsten Zipfel der Insel. Auf dem Weg geht die Hauptgefahr weniger von den kurvigen Straßen aus, die sich zumindest in einem halbwegs passablen Zustand befinden, sondern eher von halbnackten Touristen auf Rollern. Prompt landet auf der letzten Etappe auch ein Inselgast mit seinem Gefährt vor uns im Graben, der aber glücklicherweise mit einer hässlichen Schramme und einem gehörigen Schrecken davon kommt. Am Nationalpark selbst endet dann auch die Straße, fortan übernehmen Affen und Ranger die Kontrolle. Ein beschilderter Pfad führt vom Ufer durch den Dschungel und informiert über Flora und Fauna. Gemütliche Wanderer planen hierfür eine knappe Stunde ein, wer ein Kind auf dem Buckel hat und ihm zudem noch erklären muss, warum es in dieser Wildnis keine Gummibären gibt, schlägt noch eine Viertelstunde drauf. Zum Abschluss empfiehlt sich dann ein Aufstieg zum Leuchtturm, der auf einer schroffen Felseninsel trohnt. Das Bauwerk selbst ist zwar nicht gerade hübsch, aber von oben hat man einen netten Blick auf die Umgebung, die Kombi „Isthmus, Strand und Dschungel“ zieht eben einfach immer. Zumdem markiert dieser Ort den südlichsten Punkt unserer unsere Reise, nachdem wir mit dem  Mandalay Hill  bereits vor 10 Tagen  die nördlichste Marke genommen haben, ein bisschen Wehmut wandert also auch mit!

IMG_8716_samsbar_MINIAuf dem Heimweg quer über die Insel verabschiedet sich bereits die Sonne wieder am Horizont. Vielleicht hat uns das dazu inspiriert, im Dörfchen Klong Nin auf halber Strecke in der Horizon Bar Station zu machen. Hier hat man sich voll und ganz der Kunst des Chillens verschrieben: Am Strand lodert ein Feuer, der Haushund döst faul im Sand, ein hipper Wikinger-artiger Kellner namens Sam unterhält die Gäste, dazu gibts Thai Curry, kühles Bier, wohl temperierte Lounge Mucke und natürlich eine bestens sortiere Strandbar. Bilanz nach einem Tag: Nücht schlecht für eine Familieninsel!

 

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