Kurs auf Havanna


IMG_1436_ontheroad_PANO_MINIVaradero Beach SunriseNach drei Nächten in Varadero sind wir hinreichend akklimatisiert und ist der Strand auch noch so unendlich lang und schön, es wird Zeit für ein paar Abenteuer und Abwechslung. Frühaufsteher-Jetlag-Kinder haben zumindest einen Vorteil: Pünktlich zum Frühstück um 8 ist schon der Großteil des Gepäcks gepackt und so können wir noch einige Stunden am Strand genießen, der heute am Montag noch leerer als am Wochenende ist. Bevor wir unseren Mietwagen und Begleiter für die nächsten 11 Tage in Empfang nehmen können, gilt es ferner noch die Mission „Cambio“ zu erfüllen, da wir dringend CUCs benötigen. Bitte was?

An dieser Stelle ein kleiner Exkurs „Kohle auf Kuba“: Touristen müssen in sog. Pesos Convertibles (CUCs) zahlen, deren Kurs 1:1 an den US-$ gekoppelt ist, der Warenwert orientiert sich theoretisch an der einheimischen Währung CUP deren Wechselkurs flexibel zum CUC ist (im Moment ca. 1:25). Klingt kompliziert, im Endeffekt kann man die in touristischen Gefilden ausgeschriebene Preise einfach als Euro betrachten und liegt damit selten verkehrt, weil der Eurokurs derzeit ziemlich am Boden ist. Mitgebrachtes Bargeld kann man problemlos tauschen, man braucht nur einen Pass und etwas Geduld.

IMG_1670_eismops_MINIPunkt 12 finde ich mich mit meinen frischen Barvorräten im Hotel Dos Mares ein, wo ich meinen chinesischen Mietwagen aufpicken soll. Ich bin etwas aufgeregt, da dessen Organistation im Vorfeld nicht ganz unproblematisch war und ich vor der ersten Selbstfahrt in einem exotischen Land eigentlich ohnehin immer aufgeregt bin. Der lokale Via Car Agent hat sein Büro neben der Hotelbar, und hält zu meiner großen Freude statt der chinesischen Seifenkiste einen fast nagelneuen Peugeot 208 parat. Der entpuppt sich außerdem als echtes Raumwunder und schluckt brav unser üppiges Gepäck. Vollkasko ist Pflicht und im Voraus zahlbar (10 CUC/$/€ am Tag), 200$ Kaution ebenso, Führerschein zeigen, Motor an und schon kanns losgehen!

IMG_1440_tres_MININach einem herzlichen Abschied von Mary & Familie (samt Papagei Kotti) sind wir mittags auf dem Weg gen Havanna, den Felix überwiegend verpennt. Auf der Höhe der Brücke von Bacunayagua, die über einen dicht bewaldeten Canyon führt, gibt es den ersten Mirador der seinem Namen gerecht wird (inklusive Cocktailbar), ansonsten ist die Küstenstraße nicht durchweg malerisch, aber in gutem Zustand und kaum befahren. Einen späten Mittagssnack wollen wir uns vor dem Großstadtstress doch noch gönnen und landen schließlich bei den Playas del Este, quasi Havannas Stadtstränden. Am Playa Santa Maria del Mar gibt es leckeres Essen, einen freundlichen Parkwächter für unseren vollbeladenen „Eismops“ (so haben wir unseren 208 aufgrund von Farbe und Form inzwischen getauft), und als Zugabe noch einen netten Strand, der in anderen Ländern völlig überlaufen wäre, aber hier in der Kategorie „guter Durchschnitt“ landet. Erfrischt, gesättigt, gemeersalzt und entspannt sind wir so bereit für den heutigen Endgegner: mit dem Auto in die wuselige Großstadt Havanna.

IMG_1615_car_MINIMit Karte und Handy-Navi ausgestattet sind wir gut vorbereitet und bis auf ein paar Baustellen in der City klappt es auch recht reibungslos. Tip: die OpenStreetmap App ist auch auf Kuba äußertst hilfreich, so man denn die Karten vorher in deutschen Landen heruntergeladen hat . Trotz allem sind wir froh, schließlich im Stadtteil Vedado in unserer Casa Lourdes anzukommen – umso mehr als sich rausstellt dass ein Parkplatz auf dem Grundstück zum Service gehört. Kleine Anekdote am Rande: Lourdes ist für uns trotz akribischer Vorbereitung Monate im voraus sozusagen die sprichwörtliche „Katze im Sack“, da wir am Abreisetag feststellten dass wir uns mit den Terminen bei der Havanna-Buchung vertan haben und jetzt über die ursprüngliche Casa hierhin vermittelt wurden. Lourdes spricht zwar kaum Englisch, sie und ihr Mann Enrique sind aber sehr nett und wir bekommen ein echtes „Homestay“ Zimmer mitten in ihrem Haus. Ein kurzer Abstecher zu Fuß in die Umgebung beschert uns ein günstiges und gutes Abendessen (obwohl die angepriesene Pizzeria heute alles außer Pizza hat) und damit sind wir dann alle erstmal bedient für heute.

Advertisements

Über Till@TiMaFe on Tour

https://timafe.wordpress.com/about/
Dieser Beitrag wurde unter Havana, Kuba abgelegt und mit , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s