Die Perle des Südens und ein Fisch namens Sierra

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DSC07967_thebus_MINIDas Frühstück von Tony & Osmara punktet heute Morgen mit unverbautem Meerblick, reicher Auswahl und als besondere Note Mini-Pancakes mit Ahornsirup – Kanadier würden sich sofort heimisch fühlen. Kurz vor Abfahrt des „Tauchschulbusses“ (dazu später mehr) gib es einen kurzen Schreckmoment in Form eines platten Vorderreifens an unserem treuen Eismops, den die Reifen-Service-Bude am Ortsende aber zum Glück wieder richten kann. Während Till dem Bus hinterherdüst, haben Felix und ich den Vormittag zur freien Verfügung und auf seiner Wunschliste stehen Eis essen und Strand ganz oben – das sollte sich doch beides realisieren lassen: Das versprochene Eis ist nur eine Fahrradtaxi-Fahrt entfernt , und den Strand haben wir vor der Tür und mal wieder fast für uns allein, sieht man mal von der stattlichen Krabbe mit den blauen Scheren ab, die aber nichts Böses im Schilde führt. Für den Unterwasserbericht übergebe ich den Blog-Editor an dieser Stelle kurz an Till!

DSC07966_divemap_MINIDas Octopus International Dive Center bietet einen besonderen Service: Jeden Morgen fährt ein kultiger quietschgelber Uralt-Schulbus durch Playa Larga und sammelt die Taucher an diversen Ecken ein. Anschließend gehts weiter zum Hauptquartier wo Tauchflaschen verladen werden, Equipment anprobiert und gepackt wird, und reichlich Bargeld den Besitzer wechselt. Da dies alles gleichzeitig passiert herrscht ein moderates Chaos, das sich erst auflöst, als alles verstaut ist und der Bus Kurs auf Playa Giron nimmt. Der erste Tauchgang findet auf Höhe von Punta Perdiz statt. Das Riff befindet sich praktischerweise direkt in Strandnähe, man marschiert also einfach ein paar Meter ins Tiefe und hat bereits ersten Fischkontakt, ein versunkenes Wrack und eine stattliche Steilwand runden den abwechslungsreichen Tauchgang ab – mein erster seit dem Besuch beim Wrack ohne Namen 2014 in Sri Lanka.

Bereit zum Abstieg: Der Cenote Cueva los PecesHighlight ist Ziel #2: Der Cenote Cueva los Peces! Wikipedia spricht bei Cenoten nüchtern von dolinenartigen mit Süßwasser gefüllten Kalksteinlöchern, aber was von außen wie ein kleiner See aussieht enpuppt sich unter Wasser als eindrucksvolles Höhlensystem. Bis zu 70 Meter geht es hier angeblich runter, wir bleiben im oberen Viertel, aber auch hier wird es sehr schnell sehr dunkel, zum Glück hat jeder der fünfköpfigen Truppe eine anständige Unterwasserlampe abbekommen. Das Wasser ist unglaublich klar, als wir in eine Art „Halle“ kommen wirkt es fast, als würden die Mittaucher im Lichtkegel in der Luft statt im Wasser schweben. Höhlentauchgänge sind für gewöhnlich kürzer, da man konservativer mit den Luftreserven umgehen muss, und so endet auch dieser nach ca. 40 Minuten, die sich aber trotz Höhlenzuschlag definitiv gelohnt haben!

IMG_2084_cienfugeos_MINIMit reichlich Verpätung brechen wir erst gegen 3 auf zur nächsten Etappe, eine Ankunft in Trinidad im Dunkeln wird sich also wahrscheinlich nicht vermeiden lassen. Wir nehmen die Landstraße vorbei an Playa Giron die später durch Cienfuegos führt, das von der Reiseliteratur gerne als „Perle des Südens“gehyped wird.  So besonders spannend finden wir Cienfuegos aber heute nicht, das graue und schauernde Wetter mag seinen Teil dazu beigetragen haben.
Ein paar Berge und Kuhherden später (die dankenswerterweise immer von einem vorweg reitenden Cowboy mit roter Fahne angekündigt werden) sind wir dann in Trinidad und finden auf Anhieb die Casa los Mangos etwas außerhalb der Altstadt, unsere Bleibe für die nächsten drei Nächte. Wir hatten bereits im Vorfeld Bescheid gegeben dass es etwas später werden könnte, und fürs Abendessen auch gleich Fisch für die Familie geordert. So kredenzen uns die australische Fiona und ihr kubanischer Gatte Ossiel bald ein stattliches Mahl – den 3. und bis dato größten Lobster der Reise und einen Fisch Namens Sierra (mit Haut aber zum Glück ohne Kopf). Lecker! Felix ist leider etwas schlapp und geht recht früh und vor allem freiwillig ins Bett, was für gewöhnlich kein gutes Zeichen ist. Wir hoffen, dass er morgen wieder fit ist genießen wir noch die schöne überdachte Terrasse zum lauschigen Obstgarten, denn der Name ist hier Programm: Neben allerlei Getier und Gemüse gibt es im hauseigenen Garten auch tatsächlich einige riesige alte Mangobäume! Hasta mañana!
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3 Antworten zu Die Perle des Südens und ein Fisch namens Sierra

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