Tour de Quốc


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IMG_2997_pqforbiddenforestDie gestrige Radtour in den Osten Phu Quocs war zwar spaßig, aber für einen gemütlichen Familienausflug muss definitiv ein anderes Vehikel her – dafür sind die Verbindungsstrecken zwischen den potentiellen Insel-Highlights einfach zu lang, zu hügelig, zu heiß und offen gestanden auch überwiegend zu öde. Roller gibt es zwar an jeder Ecke, fürs Erste gehen wir aber lieber auf Nummer Sicher und sichern uns für 720.000 ne‘ Taxe für einen Tag. Klingt viel, sind aber nicht mal 30€, uns somit ein durchaus passabler Deal! Nach einer guten halben Stunde weicht der (noch) überdimensionierte Highway einem Feldweg und wir steuern unser erstes Ziel mitten im Dschungel an. Vor dem Lushy Forest Walk parkt jedoch ein Herr in grüner Uniform mit Roller und und hat offenbar etwas dagegen, dass wir hier und heute wandern. Da weder der Taxifahrer noch der Herr in Grün einen Brocken Englisch sprechen werden wir die wahren Gründe wohl nie erfahren, aber Felix‘ Frage „Warum hat der Mann uns nicht rein gelassen?“ wird uns noch den Rest des Tages begleiten.

IMG_3031_pq2boatsQuasi als Entschädigung kutschiert uns der Taximann in das kleine Fischerdorf Bai Rach Vem an der Nordküste. Die Bewohner wohnen überwiegend in halboffenen Wellblechhütten, sind aber trotzdem guter Laune, und der Ort an sich wirkt auch keineswegs schmuddelig. Dazu tragen sicherlich auch der pittoreske endlose Steg und ein unverschämt weißer Strand im Osten bei, man ahnt bereits, dass hier sicherlich auch irgendwann mal die Investoren vorbeischauen. Im Moment bleibt es aber eine herrlich verschlafene Ecke, in der allenfalls mal jede Stunde eine handvoll Touristen zu einem schwimmenden Restaurant vor der Küste getuckert werden .

IMG_3051_pqwesenEin Herr namens Nguyen Trung Truc hat im 19. Jahrhundert gegen die französischen Kolonialherren mobil gemacht hat und unter anderem das Schiff L’Esperanza versenkt. Die große Revolution konnte er so zwar noch nicht auslösen, aber immerhin hat man ihm posthum einen imposanten Tempel gewidmet, dem unser nächster Stop gilt.

Kambodscha aus der 1. Reihe Mittags halten wir zum Lunch an einem weiteren Vorzeigebeach, der mit unverbautem Blick auf ein paar kleine kambodschanische Inseln punktet. Man kann in der Mittagshitze nicht wirklich viele Details (geschweige denn etwas typisch Kambodschanisches) erkennen, aber dass hier auf hoher See eine Grenze verläuft, die wir in ein paar Tagen auch zu überqueren gedenken, macht Lust auf mehr! Am Ende der Bucht wird übrigens gerade ein hippes Lungercafe gebaut, im Moment wird zwar noch eifrig gesägt und geflext, aber der Holzsteg ist bereits begehbar und hier wird es sicher mal nett. Wir ordern Kaffee, bekommen noch eine Kanne vietnamesischen Tee geschenkt, und starren noch eine Weilchen auf Kambodscha in der Ferne.

IMG_3101_pqtillreifenDer weitere Weg führt vorbei an eher gruseligen Orten wie dem Vinpearl Freizeitpark samt Safari sowie dem aktuellen Groß-Bau-Projekt Grand World (offenbar ein gigantischer Komplex mit Luxusherbergen für gut betuchte Vietnamesen) zum letzten Stop heute: dem Bai Vung Bau Beach. Ein erfreulich unberührtes Fleckchen Erde mit einer kleinen Strandkneipe sowie einem sehr verschlafenen Hotel samt Schneewittchen-Gartenzwergewelt vor den Bungalows. Hier machen wir erstmal ausgiebig Station und testen die bodenständigen Attraktionen: Autoreifenschaukel, Strand, museumsreifer-aber-noch-funktionsfähiger-Spielplatz. Schließlich wird hier noch der Grundstein für eine zukünftige Trendsportart gelegt: Kokosnuss-Minigolf – die ersten 3 Bahnen werden eingeweiht, Felix gewinnt.

Timing ist alles - Heimkehr mit Sunset

Noch im Zeitlimit der Tagesmiete von 8 Stunden erreichen wir das heimische Hotel und haben sogar recht genau das Kilometerlimit getroffen. Noch schnell zum Sonnenuntergang Richtung Strand und dann ab in die Dusche. Gespeist wird heute natürlich wieder lecker Seafood-BBQ am Strand. Der wahre Luxus: ohne Schuhe zum Dinner gehen!

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Über Till@TiMaFe on Tour

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2 Antworten zu Tour de Quốc

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