Phnom Penhs relaxte Seite – Inselhopping auf dem Mekong

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IMG_3350_losgehtsZugegeben: Wenn man die einschlägigen Berichte über Phnom Penh studiert, klingt der Gedanke an eine Radtour in der wuseligen Hauptstadt reichlich bekloppt. Dachten wir damals bei der Tour von Bangkok nach Bangkachao aber auch, und waren danach überaus positiv überrascht! Daher sind wir heute zu Gast bei Grasshopper Adventures, die auf ihrer Seite vollmundig eine „island oasis where one can take a bike ride at a gentle pace and discover true rural Cambodia“ versprechen.

2016-04-02 10_30_09-Mekong BikeTourPPDer Koch im Artist Guesthouse hat offenbar heute verschlafen, daher frühstücken wir morgens um 7 an einer bereits äußerst lebendigen Straßenecke. Englisch ist hier Fehlanzeige, wir ergattern eine Suppe sowie eine Ladung Hackfleisch-Mortadella-Baguettes, über die sich später der Tuktukfahrer freut. Pünktlich stehen wir im cool benamsten  Vicious Cycle Bikeshop auf der Matte. Die Tour ist mit 14 Leuten ausgebucht, die Grasshopper haben wie gewohnt ordentliche Mountainbikes am Start, und nach einer ausgiebigen Briefing- und Vorstell(!)runde gehts auch endlich los Richtung Uferstraße. Hinter der Mündung des Tonle Saps in den Mekong haben wir den verkehrskritischsten Teil der Strecke auch schon hinter uns, entern die Autofähre auf die andere Mekong-Seite, und steigen in der Tat in einer anderen Welt wieder aus!

IMG_3359_korbbikeAsphalt, Hochhäuser und Hektik such man auf dem Lande vergebens, wobei die meisten Behausungen keineswegs schäbig wirken – im Gegenteil, wir liebäugeln schon fast mit einer schmucken Flussvilla… Obwohl die Tour fast jeden Tag stattfindet, ist der Anblick einer Gruppe überwiegend westlicher Touristen auf Mountainbikes hier immer noch eine Attraktion, vor allem die einheimischen Kids sind hellauf begeistert, wenn man ihr „Häloo“ erwidert oder auf der „High Five Road“ ordentlich Hände abklatscht. Der überaus geschwätzige Guide erzählt unterwegs allerlei Geschichten von Land und Leuten, wir halten hier und da bei lokalen Betrieben an, werden aber dankenswerterweise nirgendwo genötigt, etwas zu kaufen. Auch Felix macht die Fahrt in seinem Fahrradsitz gut mit, in 1 Jahr wird er aber defintiv aus dem asiatischen Standardmodell „Co-Pilot“ made in China rausgewachsen sein!

IMG_3380_ferrybikesInsgesamt hüpfen wir mit 3 Mekong Fähren von Insel zu Insel, aber rechtzeitig zum völligen Verlust der Orientierung taucht die Häuserfront Phnom Penhs wieder am anderen Ufer auf, und eine letzte Brücke über den Tonle Sap bringt uns zurück in die Zivilisation. Die Räder wandern auf einen Hänger, der Grasshopper-Tross begibt sich derweil in eine typische kambodschanische Mittagskneipe, die mit Sicherheit noch niemals einen Reisebus gesehen hat. Der Guide ordert fleißig die Palette lokaler Gerichte rauf und runter, die Küche wirkt zwar nicht unbedingt klinisch rein, aber alles schmeckt und auch nachdem wir eine knappe Stunde später wieder im Vicious Circle auf der Matte stehen, beklagt sich keiner der Mitesser über Magengrummeln. Alles in allem ein sehr gut organisierter Trip, den man auf jeden Fall allen weiterempfehlen kann, denen Phnom Penh Downtown mal zu hektisch wird!

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IMG_3407_fourmonksNachmittagszeit, Mittagshitze! In unseren naiven Vorstellungen ist das immer das quasi endlose Zeitfenster, in denen man auf schattigen Balkonen gute Bücher liest, einen Blogartikel nach dem anderen schreibt, oder einfach nur vor sich hindöst. In Wirklichkeit reicht es mal wieder gerade mal für ne‘ Dusche und ein Angkor Bier, und schon müssen wir uns wieder auf die Socken machen, da unser must-see-Etappenziel „Königspalast mit Silberpagode“ bereits um 5 dicht macht und wir morgen früh schon wieder in Richtung Westen aufbrechen.  Der Palast ist praktischweise fußläufig erreichbar, und obwohl er überall als das „iconic highlight“ schlechthin gelistet wird, herrscht ingesamt überraschend wenig Andrang auf dem riesigen Gelände. Umso erfreulicher, dass sich unter den Besuchern bzw. Bewohnern (so genau weiß man das nie) auch zahlreiche Mönche befinden, was dem Ort natürlich eine gewisse Authentizität verleiht und sich vor allem auch auf Fotos gut macht 🙂

IMG_3434_absacker_ppPünktlich zum Toresschluss müssen wir das Areal auch schon wieder verlassen, Maria besteht allerdingst auf dem Heimweg noch auf einem Sundowner auf der Terrasse des Frangipani Hotels um die Ecke. Obwohl die Unterkunft im Gegensatz zu unseren Outfits einen eher schnöseligen Eindruck macht, erreichen wir ohne Proteste die oberste Ebene. Die Chefkellnerin ist zwar irgendwie latent zickig und hat offenbar Angst, daß Felix jeden Moment über die Brüstung hüpft, ansonsten ist die Rundumsicht wirklich ein Augenschmaus und das Bier erweist sich dank Happy Hour obendrein noch als Schnäppchen. Zum Dinner steuern wir wie gestern das preiswert leckere Sovanphum Restaurant Khmer Food Restaurant an, der FCC Abstecher fällt heute aber zwangsweise aus, da alle dringend in die Koje müssen und für die nächste Station Battambang (sprich: Battambong) alle 7 Sachen gepackt werden wollen!

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Über Till@TiMaFe on Tour

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4 Antworten zu Phnom Penhs relaxte Seite – Inselhopping auf dem Mekong

  1. Nicole schreibt:

    Toller beitrag…..fute weierreise 😊

  2. dorie schreibt:

    Wunderschöne Bilder und Eindrücke! Reiselust!!
    LG

  3. Pingback: Schwimmendes Dorfleben – von Rulous bis Kâmpóng Khleang | TiMaFe on Tour

  4. Pingback: Kambodscha Vietnam R’n’R – Routenplaner und Résumé | TiMaFe on Tour

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