Auf der N5 entlang nach Battambang

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IMG_3437_monkwalkIm Vergleich zur Vorgängeretappe über die vietnamesische Grenze (6 o’clock in Châu Đốc) gestaltet sich der Aufbruch nach Battambang tief im Westen Kambodschas eher moderat. Über unser Artist Guesthouse haben wir am Vorabend ein privates Vehikel organisiert, das uns gegen zehn aufpicken soll. Da die alte Zugstrecke Phnom Penh – Poipet aus der Kolonialzeit seit Ewigkeiten nicht mehr in Betrieb ist, wäre die einzige preiswerte Alternative eine ca. 7-stündige Busfahrt gewesen, was uns mit Felix dann doch zu riskant war – eine richtige Entscheidung, wie sich später noch herausstellen soll.  Morgens beim Geldtauschen habe ich so immerhin noch etwas Zeit, mich als Beobachter in den lebhaften Phnom Penher Alltag in und um den Markt zu stürzen und ein paar Bilder zu knipsen. Wer sich mit umsehen möchte scrollt runter zur Galerie, wer mehr an finanziellen Transaktionen interessiert ist wird am Fußende im „Kohle in Kambodscha“ Special fündig, der Rest liest einfach weiter.

IMG_3457_batta5Nach einem schmackhaften Artisten-Frühstück (heute stand auch der Koch zeitig auf der Matte) und einer halben Stunde Stop and Go im Stadtverkehr nehmen wir endlich auf der National Road 5 Richtung Kampong Chhang etwas Fahrt auf. Der Straßenzustand ist entgegen vieler (teils veralteter) Gerüchte im Prinzip ganz ordentlich, es wird allerdings auch überall fleißig erneuert, so dass man so manchen Kilometer auf einer provisorischen Staubpiste zurücklegt. Autobahnen gibt es übrigens gar keine, je nach Kamikazegrad des Fahrers liegt das Durchschnittstempo also eigentlich immer deutlich unter 100 km/h, und unser Mann am Steuer macht zum Glück einen eher gelassenen Eindruck, und das obwohl der (leider etwas zu) ausgeschlafene Felix fast die ganze Strecke lang lautstark vor sich hinplappert.

IMG_3476_dinnerDie Strecke ist zunächst eher unspektakulär, aber je mehr wir uns Battambang nähern, desto grüner wird auch das Umfeld und schließlich stehen wir vor der Sangker Villa am Ostufer des gleichnamigen Flusses, die für die nächsten 2 Nächte unser Zuhause sein soll. Betrieben wird das putzige Gästehaus seit 2014 von einer französischen Familie, unser Zimmer ist geschmackvoll und vor allem riesig, und hinter der Bar gibts sogar einen kleinen Pool, der gerade exklusiv von einem Schwarm ebenfalls französchischer Mädels bevölkert wird – es gibt schlimmere Anlässe, sich etwas deplaziert zu fühlen 🙂 Abends gehen wir zu Fuß ins Stadtzentrum auf der anderen Seite des Sangker-Rivers und landen ohne viel Zögern im Khmer Delight Restaurant, das nicht nur stylisch aussieht, sondern auch bestes Futter zu moderaten Preisen kredenzt. Mehr passiert heute nicht mehr, morgen werden wir uns dann mal die Umgebung vornehmen!

Special: Kohle in Kambodscha
Wie in vielen anderen Schwellenländern gibt auch in Kambodscha der US-Dollar den Ton an, hier fungiert er allerdings tatsächlich quasi als Hauptwährung und die eigentliche Landeswährung Riel kommt zumindest in touristischen Gefilden nur für Kleinbeträge zum Zug – selbst die ATMs spucken auf Wunsch US$ aus. Euros kann man in der Regel problemlos tauschen, man sollte jedoch darauf achten, dass man sich keine zu alten $-Noten andrehen lässt, auf denen man dann ggf. sitzen bleibt (je kleiner die Note, desto geringer das Risiko). Die ATM Abdeckung ist ebenfalls gut, allerdings nehmen fast alle Automaten eine Provision von bis zu 5$ (zusätzlich zu den weiteren Transaktionskosten). Zahlen mit Karte ist meist auch mit einem mindestens 3%igem Aufschlag verbunden, in kleineren Restaurants und Guesthouses nimmt man sogar oftmals nur Cash. Die Empfehlung lautet daher (wie immer aus dem Bauch heraus und völlig ohne Gewähr): Ein vertretbares Bündel Euros zum Tauschen mitnehmen und lieber in kleine Scheine tauschen, den Rest wegen der Pauschal-Provision in großen $-Beträgen abheben (Maximum ist ca. 400$), Zahlen mit Karte vermeiden oder zumindest vorher nach dem Aufschlag fragen! Und es gibt keine Münzen in Kambodscha, weder in  Riel noch in US-$!

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Über Till@TiMaFe on Tour

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2 Antworten zu Auf der N5 entlang nach Battambang

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