Die Chilloutfähre nach Sihanouk und Carsharing auf kambodschanisch

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Unser HausgeckoDer Vormittag endet mit einem ziemlichen Schreck: Die Geldbörse ist weg! Da vor allem der Autor unter chronischer Schusseligkeit leidet, nehmen wir eigentlich grundsätzlich unterwegs nur das absolut Nötige mit. Umso ärgerlicher, dass neben verschmerzbaren 20$ in kleinen Scheinen heute ausgerechnet mein Führerschein mit an Bord war – und das auf einer Insel ohne Straßen in einem Land in dem deutsche Führerscheine eigentlich reichlich überflüssig sind. Vergessen habe ich sie wohl morgens am Strand, das kommt also davon, wenn Männer ohne Handtaschen Sarongs tragen 🙂

IMG_4300_einladendFür die Abreise zurück nach Sihanoukville wollten wir eigentlich die Schnellfähre am Nachmittag buchen, damit wir noch möglichst viel Inselfeeling bunkern können. Diesen Plan hatten offenbar auch andere, und so hatten wir die Wahl mittags schnell abzureisen oder auf die späte Slow Ferry auszuweichen, die allerdings erst gegen 18:00 am Festland anlegt. Ob wir dann noch zu humanen Zeiten bis ins zweieinhalb Stunden entfernte Kampot kommen? Kein Problem meint der Mann von der Fähre, wir sind hier schließlich im Can-Do-Land und nach einem kurzen Telefonat bekommen wir einen „Voucher“ für einen „Private Taxi“ Trip für 40$ (Vorkasse), was zwar sicherlich nicht die billigste Transportoption ist, aber in dem Moment unsere beste Alternative.

IMG_4304_slowboatDie Slow Ferry erweist sich schließlich als echter Glücksgriff für die Heimreise. Im Gegensatz zur schnellen Variante sitzen die Fahrgäste hier nicht wie Hühner auf der Stange auf Plastiksitzreihen, währen das Boot lautstark durch den Golf von Thailand brettert:   Vielmehr liegen auf dem Oberdeck ein paar Matten aus, die wenigen Mitreisenden dösen, lesen, rauchen, oder schauen einfach nur tiefenentspannt aufs Meer, wo die Sonne und Koh Rong gleichsam behäbig am Horizont entschwinden. Eine durch und durch würdige Abreiseoption, die wir allen nur wärmsten ans Herz legen können!

IMG_4309_rikitikiAußer einem Zettel und einer Handynummer haben wir nichts in der Hand und sind daher hocherfreut, als wir am Pier tatsächlich erwartet werden. Der Fahrer spricht wie üblich fast kein Englisch, weiß aber zumindest wohin die Reise geht. Warum er dann zunächst quer durch die Stadt gurkt klärt sich ebenfalls schnell auf: Eine zierliche Dame mit einem unzierlichen Karton wird wenig später auch noch eingesammelt und muss sich mit Maria und Felix die Rückbank teilen. „Private Taxi“ hatten wir zwar in Kambodscha bisher immer anders verstanden, aber nun denn – es sind ja nur 2-3 Stunden und Car Sharing ist schließlich auch in Europa schwer in kommen. Irgendwo in der kambodschanischen Pampa – es ist bereits stockdunkel – hält unser Freund dann erneut am Straßenrand an, wo eine weitere Dame („my sister“) wartet. „Der wird doch nicht …“ denken Maria und ich quasi gleichzeitig, und irren nicht: Da die Rückbank schon voll ist und ich den Beifahrersitz blockiere, platziert er unsere 2. Mitfahrerin kurzerhand zwischen sich und der Tür auf dem Fahrersitz! Wir versuchen zu protestieren weil so die Fahrfähigkeit schon merklich eingeschränkt wird, Nachts im Nirgendwo fehlen uns allerdings auch jegliche Alternativen. Zum Glück herrscht so gut wie kein Verkehr mehr und eine 3. Mitfahrerin bleibt uns erspart (die dann wahrscheinlich auf meinem Schoß hätte Platz nehmen müssen). Gegen 9 landen wir wohlbehalten im Rikitikitavi – das Fahrer-Trinkgeld fällt heute leider aus!

IMG_4327_kampotbiergartenMorgens halb zehn in Kampot: Die Problemchen vom Vortag sind schnell vergessen: Das Rikitikitavi Personal und die Inhaberin sind wirklich supernett, und Zimmer wie Küche sind ein Traum. Auch die Stadt selbst mit ihren knapp 50000 Einwohnern ist uns sofort sympathisch: Lange nicht so hektisch wie Phnom Penh oder Siem Reap, aber auch nicht völlig verschnarcht und vor allem hübsch gelegen mit dem Prek Thom River in der Mitte und den Elefantenbergen (Bokor Nationalpark) in der Ferne. Felix kann sich erstmal auf dem nahe gelegenen Spielplatz mit den kultigen Reifenschaukeln austoben, für den Nachmittag hat uns Frau Rikitikitavi einen Roller organisiert, mit dem wir die Gegend um Kep erkunden wollen. Fortsetzung folgt!

 

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3 Antworten zu Die Chilloutfähre nach Sihanouk und Carsharing auf kambodschanisch

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