Viva La Fortaleza – Gipfelsturm dank Siesta und Tankuhr

img_6632_tafelberg_pano

img_6700_dagehtslangTagesordnungspunkt #1: Beratung der Vormittagsaktivitäten. Felix möchte Rochen kucken und Burgen bauen. Maria möchte relaxen. Till möchte der Mittagshitze entgegen wandern. Erfahrene Eltern erkennen sofort das Konfliktpotenzial und wissen, dass zumindest der Mittagshitzenwanderer besser alleine losziehen sollte.  Und so fahre ich mit dem Kubo gen El Guro und schlurfe zunächst durch den Barranco rauf zum hübschen Kirchlein Ermita de los Reyes. Wenig später zweigt rechts ein Pfad hoch in die Berge ab, bei dem einem schon mal die Puste ausgehen kann. Dafür entschädigen die Aussichten in den Talkessel bis runter ans Meer fürs Keuchen!

img_6717_bitte-recht-stufigOberhalb des Dörfchens La Vizcaina erblickt man dann die unzähligen Terrassen, die Erinnerungen an Bali wach werden lassen. Der Weg ist an dieser Stelle nicht wirklich offensichtlich, aber irgendwie findet man auch wieder runter und kann auf dem gut ausgebauten unteren Wanderpfad zurück zur Kirche wandern. Wichtige Etappenpunkte findet man unten in der Galerie, ich kann die Tour zum Einstieg nur wärmstens empfehlen. Wasser, Karte und feste Schuhe nicht vergessen!

img_6746_playainglesZum Abschluss kann man im Valle zur Erfrischung noch einen Stop am Playa del Ingles einlegen (nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Specht-Hochburg auf der Schwesterinsel Gran Canaria). Der abgelegene Strand nördlich von La Playa ist gewiss einer der hübschesten und sandigsten auf ganz Gomera, die Brandung flößt aber selbst an einem relativ ruhigen Tag wie heute Respekt ein. Auch Nudisten kommen hier übrigens auf ihre Kosten, blank ziehen ist aber keinesfalls Pflicht – vielmehr scheint es einfach allen egal zu sein. Im Vergleich zu FKK Zonen und Textilwächtern eine durchaus pragmatische Konfliktlösung, die aber andernorts wahrscheinlich nur bedingt funktionieren dürfte 🙂

img_6777_plateauNachmittags sind dann auch Maria und Felix bereit für weitere Aktivitäten. Eigentlich wollten wir heute mal runter in den Süden Richtung Playa de Santiago fahren, aber die einzige lokale Tanke im Valle macht uns einen fetten Strich durch die Rechnung: „Sonntags geschlossen ab 14:00″ prangt da auf einem Schild, und der Kubo hat nur noch 2 Striche bis leer. Da hatten wir 24h Aral-verwöhnten Großstädter doch mal ganz naiv angenommen, dass man auf Gomera einfach so mittags volltanken kann. Vermieterin Maria rät uns zwar noch, unser Glück oben in Chipude zu versuchen, aber auch hier sprudeln die Säulen leider heute nicht und dort sieht es insgesamt etwas nach ewiger Siesta aus.

img_6758_kirchechipudeBei einem Kaffee auf dem extrem relaxten Chipuder Kirchplatz muss folglich ein Plan B her. Eigentlich muss der sich ja gar nicht groß aufdrängen, schließlich thront die Fortaleza im Hintergrund gut sichtbar über den Dächern der Stadt und scheint zu frohlocken „Kommt, erobert mein Plateau, es ist nicht weit und lohnt sich bestimmt!“ Sogar der Reiseführer listet den Berg als potentielles Ziel für Ausflügler mit Kindern, einzig der Passus „nur ein steiler Kletterkamin führt durch die Wand“ lässt beim Anblick der steil abfallenden Felsen leichte Zweifel aufkommen.

img_6768_gipfelstuermer_panoimg_6770_ontopDa man besagten „Kamin“ von unten beim besten Willen nicht erkennen kann, begeben wir uns einfach mal auf die erste Etappe, die wirklich wirklich leicht zu bewältigen ist. Der Weg aufs Plateau selbst erfordert dann zwar etwas Kraxelgeschick, ist aber mit vernünftigen Schuhen und ausreichend Spielplatzerfahrung auch für Kletterhasen im Vorschulalter gut zu meistern. Wir belassen es für heute aber bei Level 1 und schicken nur einen Abgesandten zum Gipfelkreuz auf 1241 Metern – dorthin führt ein weiterer Pfad auf dem man auch einiges über die Historie des Berges erfährt, der lange vor der Ankunft der ersten Spanier als Kultstätte gedient hat. Auch die Rundumsicht, die auch heute wieder bist hinüber nach El Hierro reicht, ist von hier oben natürlich nicht zu verachten.

img_6786_abendgluehenDer Sprit reicht dann zumindest noch locker zurück ins Tal, wo uns in Vueltas erneut ein anständiges Abendrot erwartet – vor dem Abendbrot ist also noch ein Strandbesuch mit Sunset-Cocktail drin!

Rückblickend war die Siesta der Tanke eigentlich ein Glücksgriff, ich bin mir nämlich nicht wirklich sicher, ob es es das Projekt „Gipfelsturm“ auch vollgetankt durch den Familienrat geschafft hätte. Der Süden läuft ja nicht weg …

Advertisements

Über Till@TiMaFe on Tour

https://timafe.wordpress.com/about/
Dieser Beitrag wurde unter Kanaren, La Gomera abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Viva La Fortaleza – Gipfelsturm dank Siesta und Tankuhr

  1. Pingback: La Gomera & Teneriffa Routenplaner und Ré­su­mé | TiMaFe on Tour

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s