Im Nebelwald von El Cedro

img_6835_pelzigpanoMan sagt zwar gerne, dass auf Gomera die Uhren etwas anders ticken, aber leider vergeht auch hier die Zeit viel zu schnell und morgen geht’s schon wieder auf die Fähre!

img_6822_maerchenwaldDas Ziel der finalen Etappe will also wohl gewählt sein, und nach einiger Recherche brechen wir schließlich nach El Cedro auf, ein kleines Dorf an einem gleichnamigen Bach im Norden des Garajonay Nationalparks, wo der Lorbeerwald angeblich immer dicht und grün sein soll. Um dort hin zu gelangen, müssen wir zunächst auf die CV-14, die uns auf unserer Tour nach Hermigua in umgekehrter Richtung zunächst verschlossen blieb. Heute können wir ungestört passieren,  und nach ein paar Kilometern zweigt dann links eine Kopfsteinpflasterpiste durch den Wald in Richtung El Cedro ab. Nieselregen und dichter Nebel sorgen für die nötige verwunschene Atmosphäre – schließlich muss der Ruf „immergrün“ auch irgendwo herkommen. Wir parken den Kubo am Straßenrand und machen uns per pedes auf die Suche nach dem Kirchlein Ermita Lourdes, das sich hier irgendwo im Nebel versteckt haben soll.

img_6827_nebelkircheDer Wald hat wirklich einen besonderen Charakter, und erinnert mehr an einen Dschungel , den jemand großzügig in Moos eingepackt hat. An der Kirche selbst gibt es einen schönen Rastplatz und der Nebel im Bild links ist übrigens echt, auch wenn es so aussieht, als hätten wir mit einem Feuerchen oder Photoshop nachgeholfen. Auch Wandermuffel-Kinder kommen hier im Wald durchaus auf ihre Kosten, zumindest wenn man bei der Auswahl der Strecke im einstelligen Kilometerbereich bleibt. Daher marschieren wir auch anschließend nicht nach El Cedro durch, sondern nehmen die Abkürzung in Richtung Aula Naturaleza, die uns nach einen knackigen Aufstieg wieder auf die Kopfsteinpflasterpiste zurück führt. Klasse Trip!

img_6850_abzweig

Zurück auf der CV-14 geht es weiter in Richtung Hermigua und über ein paar steile Serpentinen hoch zum Besucherzentrum Juego de Bolas, das mit freiem Eintritt, einem top gepflegten botanischen Garten und einigen multimedialen Goodies punktet. Wer Museen pur aus Prinzip meidet, ist trotzdem nicht umsonst hier hoch gefahren, denn rechts führt die Straße etwa 2 km weiter am Hang hoch zum Mirador de Abrante über den Dächern Agulos.

img_6872_aussichtDas Highlight ist hier natürlich die gläserne Plattform, die weit in den Abgrund hinaus ragt. Felix hält sich ja bei allzu abenteuerlichen Kletter- und Rutschaktionen gerne erst einmal zurück, hier scheint ihm der unverbaute Blick in die Tiefe aber gar nichts auszumachen. Bei mir ist es eher umgekehrt 🙂 Die kulinarischen Spezialitäten des angeschlossenen Restaurant haben wir zwar nicht probiert, aber zumindest der Espresso gefällt und ist in Anbetracht der exponierten Lage nicht überteuert.  Eine ähnliche Attraktion hat uns auch schon auf Madeira gut gefallen!

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Über Till@TiMaFe on Tour

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