Roques Around The Clock – von San Juan zu Garcías Felsen

 

img_7307_road-to-teide_panoimg_7275_thebeachÜber Los Gigantes ziehen heute Morgen ganz schön grimmige Wolken hinweg, denn auch 300 Sonnentage müssen irgendwann mal aufgebraucht sein. Mit viel Optimismus orten wir im Süden ein paar potenzielle Schönwetterzonen und fahren runter Richtung Playa San Juan. Der Reiseführer warnt, dass man hier besser nicht allzu viel Fischerdorf-Romantik erwarten wollte, aber zumindest hält die massive Betonmole lästige Wellen fern und verleiht dem Strand somit das Prädikat kinderfreundlich. Von oben sieht die geschwungene Bucht auch gar nicht mal so unhübsch aus, und die wenigen Besucher wie auch der Kneipenwirt wirken alle wohltuend relaxed.

img_7291_outofthefogNachmittags machen die Wolken leider ernst, und wir suchen nach Fluchtmöglichkeiten. Wintersportler und Hobby-Alpinisten kennen sicher die abgedroschene Floskel „Oben reißt’s bestimmt auf“, und da wir auf Madeira bei einer ähnlichen Tour schon einmal Glück hatten, wagen wir den Trip hoch zum Teide. Um Kilometer zu sparen schlägt das Navi die etwas abenteuerlichere Route von Guía de Isora über Aripe und Chirche vor, die trotz wachsender Bedenken und nahezu senkrechten Gassen irgendwann dann doch die TF-38 trifft. Und bei ~1400m passiert es tatsächlich: Die dicken Wolken lichten sich und die karge Felslandschaft rund um den Teide hüllt sich in tiefstes Blau. Geht doch!

img_7313_therockDa es für ausgedehnte Wanderungen schon zu spät ist, steuern wir die einschlägig bekannte Felsformation Roques de García an, die wir gestern Abend in der Dunkelheit gar nicht mehr wahrnehmen konnten. Die Breite der Zubringerstraße lässt erahnen, dass hier gewiss öfters mal zig Busse auf einmal Station machen, aber am späten Nachmittag hält sich der Ansturm in Grenzen. Die meisten kraxeln einfach die Treppe beim Parkplatz hoch (die übrigens auch von Kleinkindern problemlos zu meistern ist), knipsen ein paar Bilder und marschieren wieder zurück, und wer sich in die umliegende Prärie verdrückt, hat nach spätestens 500 Metern seine Ruhe. Egal ob nah oder fern, der Anblick der bizarren Roques ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

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Auf der Rückfahrt parken wir in 1800 m Höhe bei „Montaña Samara“ und machen es uns auf einem Felsen gemütlich, um Frau Sonne (mit der wir heute eigentlich gar nicht mehr gerechnet hatten) gebührend zu verabschieden. Das Tal liegt nach wie vor in einer dichten Wolkensuppe, die sich in Form und Farbe ständig verändert und ab und zu schauen die Spitzen von Gomera & co heraus. Für Knipser ist das natürlich Fluch und Segen zugleich, da man zuhause wieder zig Motive ausmisten muss, aber mit derlei Luxus-Sorgen muss man sich eben arrangieren. Als wir auf dem Heimweg wieder in die Suppe eintauchen, ist es längst stockdunkel … und auf dem Teide herrscht wieder Ruhe und Friede!

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Über Till@TiMaFe on Tour

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3 Antworten zu Roques Around The Clock – von San Juan zu Garcías Felsen

  1. traumradeln schreibt:

    Sehr schöne Fotos! Danke dafür.

  2. Pingback: Hoch hinaus – vom Meer durch die Schlucht von Masca | TiMaFe on Tour

  3. Pingback: La Gomera & Teneriffa Routenplaner und Ré­su­mé | TiMaFe on Tour

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