Hua Hin und wieder weg – in der Holzklasse zurück ans Meer

Sind wir mal ehrlich: Drei Nächte sind eigentlich zu wenig für Kanchanaburi und Umgebung, vor allem wenn man spät ankommt und früh wieder gehen muss. Aber es hilft ja nix, die Urlaubshalbzeit ist längst vorbei und wir haben noch eine stattliche Strecke vor uns. Heute soll es erstmal „nur“ mit dem Zug nach Hua Hin an die thailändische Golfküste gehen. Obwohl Kanchanaburi einen populären Bahnhof hat, müssen wir erst ins 50 km entfernte Ban Pong reisen, um Anschluss an das südliche Streckennetz  zu erhalten (ab da kommt man dann aber  je nach Zeit und Laune bis nach Malaysia). Und Mr. PY wäre nicht Mr. PY hätte er nicht längst den passenden lokalen Bus für uns rausgesucht. Den eher provinziellen Ban Ponger Bahnhof finden wir dann sogar aus eigener Kraft, außer uns sind nur ein paar Backpacker, ein Mönch sowie eine handvoll Einheimischer am Start.

Der Waggon ist eher aus der Reihe „zweckmäßig und schlicht – Polster werden überbewertet“, dafür kostet die Fahrt für die ganze Familie nur ein paar Euro und bietet auch durchaus paar reizvolle Ausblicke ins Umland. Der Bahnhof von Hua Hin ist übrigens ein echtes Schmuckstück, wozu nicht zuletzt der königliche Wartepavillion (!) beiträgt, da die thailändische Königsfamilie seit den 20er Jahren ihre Sommerresidenz vor Ort hat. Eigentlich wollte uns Onkel J.,  der seit längerem hier lebt, am Bahnsteig treffen. So richtig eng ist der Kontakt zwar nicht, eher Kategorie „geschiedener Schwippschwager“, aber für einen Snack und ein paar Insidertipps spielt das ja erstmal keine große Rolle. Ungeachtet des Verwandtschaftsgrades ist er aber vor allem auch nicht präsent, und so rächt sich die mangelnde Vorbereitung – der kurze 1 km Weg zum Mietwagen ist nicht parat, die Mittagssonne brutzelt und die Stadt erscheint größer als gedacht. Rettung naht in Form eines netten Thais, der neben seinen eigenen Eltern einfach die komplette TiMaFe Familie samt umfangreichen Gepäcks ins Auto packt und uns zum Thai Rent A Car Schalter fährt, zu dem wir eigentlich wollten. Hier gibt es sie also noch – die echte Gastfreundschaft made in Thailand – und hoffentlich bleibt das noch ein Weilchen so!

Der Mietwagen ist mal wieder Einheitskategorie „weißer Japaner“ und die letzte Tagesetappe eher kurz: Die Delphinbucht am Sam Roi Yot Nationapark liegt knapp 50km südlich von Hua Hin entfernt (Road 4020), und wenn man erst einmal den Trubel der Stadt hinter sich gelassen hat, geht es auf den Straßen und umliegenden Feldern recht gemächlich zu.  Wir haben uns für 2 Nächte im Dolphin Bay Resort einquartiert, zum einen weil es an einem schönen Strand und nicht allzu weit vom Park entfernt liegt, zum anderen weil man hier angeblich gut mit Kindern kann und Felix schließlich auch mal auf seine Kosten kommen soll. Der erste Eindruck ist schonmal gut, direkt vor unserem Häuschen gibts einen kleinen Spielplatz, dazu gesellen sich 2 schöne Pools, und in der Altersklasse U10 ist er mindestens mal nicht alleine. Auch das Essen ist erstaunlich authentisch und lecker – das hätten wir hier nicht unbedingt vermutet…

Am Abend schnappe ich mir noch ein Mountainbike und drehe eine Runde durch die Bucht. Der Strand mit den vorgelagerten Felsen und die Karstberge im Hinterland sind durchaus echte Hinkucker, offenbar blieb die Ecke trotz guter Infrastruktur trotzdem bisher vom Massentourismus verschont, da es die meisten Süd-Thailandurlauber auf die Inseln im Golf oder noch weiter runter nach Krabi oder Phuket zieht. Für heute reichts dann auch, morgen nehmen wir uns den Park vor, in dem es doch tatsächlich eine Höhle geben soll, in der ein goldener Tempel steht – wenn das mal keine Entdeckerinstinkte weckt!

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