Kep Going – Angkul, Höhlen, Tempel und ordentlich Salz

Viele Langnasen besuchen Kampot und Kep im Süden Kambodschas, aber aus unerfindlichen Gründen erkunden offenbar nur wenige davon die Gegend östlich von Kep auf dem Weg zur vietnamesischen Grenze. Wir probieren das jetzt mit dem Roller mal aus!

Start ist der Butterfly Garden am Rande des Kep Nationalparks, ein sehr relaxter grüner Ort, an dem man auch gut eine Stunde abhängen kann, wenn man kein Schmetterlingsfanatiker ist. Kinder schätzen die Auswahl an Schaukeln in verschiedenen Längen. Dann nehmen wir eine gepunktete Strecke, die auf der Karte als „Shortcut to Saltfields“ in östlicher Richtung von der Kep Schleife  abzweigt. Gepunktete Strecken sind hier in der Regel mit Vorsicht zu genießen, da selbst die normalen Straßen teilweise eher Feldwegen gleichen. Hier handelt es sich allerdings im 1. Abschnitt um eine superbreite Piste, die irgendwann mal eine große grenzüberschreitende Straße nach Ha Tien werden will. Kurz vorm ersten Ziel – dem Fischerdorf Angkul (Beach) – endet sie allerdings schlagartig mitten in der Pampa und man muss sich auf der letzten Meile auf schmalen Pfaden durch die Felder kämpfen. Angkul Beach könnte mit seinem feinen Sand und den Kokospalmen ein echter Geheimtip sein, hat allerdings wie die Haseninsel mit angeschwemmtem Müll zu kämpfen. Trotzdem sehenswert!

 Nach einem Abstecher zum lokalen Wat gelangt man über die Umfahrung 1332 in westlicher Richtung auf die Road 33 (beide gut ausgebaut), auf der man dann ostwärts bis Kampong Trach durchbrausen kann. Im Ort zweigt links eine ausgeschilderte Piste zu den Caves ab – man fährt auf einen riesigen Karstfelsen zu, denn man nicht verfehlen kann. Links rum am See vorbei erreicht man gegenüber der Bahnstrecke den ersten Höhlenkomplex. Eine ist nicht so spektkulär, hat aber eine nette Aussicht ins Umland, die andere ist eindrucksvoll aber ohne Aussicht – also bei beiden reinschauen! Dann zuckelt man im Uhrzeigersinn um den Berg herum und gelangt  an einen Höhlentempel mit Pagode, der heute auf dem Vorplatz mit übersteuerter Technomusik beschallt wird. Der Eingang ist etwas unscheinbar, aber hintendran eröffnet sich tatsächlich eine weitere Höhle die innen eine natürliche Öffnung hat. Der tiefhängende Jollystick Nebel hängt tief und sorgt mit dem stimmungsvollen Licht am späten Nachmittag für die passende Atmosphäre – und das alles hätten wir fast verpasst, wenn Felix nicht drauf bestanden hätte.

Zurück in Kampong Trach zweigt die Road 33 scharf nach Süden ab und man gelangt wieder zu den Salzfeldern bei Angkul, mit dem richtigen Timing geht jetzt über dem Meer allerdings gerade die Sonne unter und spiegelt sich in den bei Tag eher mäßig hübschen Salzfeldern. Spätestens jetzt kommen auch die Fotofreunde auf ihre Kosten. Warnung am Rande: Es wird in diesem Breiten sehr schnell sehr dunkel und der Rückweg nach Kep im Dunkeln durch Schwärme von „Sunsetmücken“ zieht sich garantiert. Also den Roller vorher auf funktionierendes Licht und den Helm auf Visierschutz überprüfen, eine schwache (!) Sonnenbrille tuts zur Not auch. Gute Fahrt!

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