Nimm 2 – in den Pagodenfeldern von Kakku und Indein

Zugegeben: Wir haben keine Ahnung ob wir schon mal in einem Pagodenfeld gewesen sind, oder ab welcher Größenordnung eine Ansammlung an Pagoden überhaupt als Feld gilt. Aber in der Umgebung von Nyaung Shwe am Inle See gibt es angeblich gleich zwei davon, und die nehmen wir jetzt mal näher unter die Lupe!

Nach Kakku geht’s zunächst östlich vom Inle See entlang. Mit den Öffentlichen dürfte es schwierig sein, Mopeds darf man in der Gegend als Tourist ohnehin nicht mieten, also organisiert man sich am besten übers Guesthouse ein Auto mit Fahrer, oder sucht sich eine organisierte Tour. Die Etappe vom See weg in die Berge ist durchaus reizvoll, allerdings auch recht kurvig, wie das mit Bergetappen nun mal so ist. Mindestens eine Stunde sollte man schon einrechnen, man passiert ein paar Pa-O Dörfer (zu erkennen an der markanten turbanartigen Kopfbedeckung der Passanten) und erreicht schließlich das antike Pagodenfeld, das übrigens lange Zeit für westliche Touristen tabu oder nur mit Sondergenehmigung zu besuchen war.

2500 Tempel und Stupas sollen es sein, „so weit das Auge reicht“ trifft es auch ganz gut. Natürlich sehen nicht alle gleich aus: Es gibt glänzende, verfallene, begehbare sowie unzählige Reliefs und Skulpturen zu erkunden. Auch für Kinder ist dieses Labyrinth eine kurzweilige Angelegenheit, man sollte jedoch besser vorab einen Treffpunkt ausmachen und bedenken, dass es in jeder Himmelsrichtung einen Ausgang gibt. Als Suchspiel bietet sich das etwas versteckt gelegene aber laut Reiseführer sehr legendäre Wildschwein an… Abschließender Tip für Knipser: Wer verzweifelt den „gewaltigen“ Wassergraben sucht, in dem sich die Pagoden spiegeln, findet ihn rechts vom Haupteingang. Und nicht enttäuscht sein, einfach tief in die Knie gehen 🙂 Auf dem Rückweg kann man ggf. noch 1-2 Stops am Ostufer des Sees einlegen, im Bericht Nachradler gesucht – von Nyaung Shwe übern Inle See finden sich Inspirationen.

So ganz anders gestaltet sich der Trip nach Indein, für den man sich ein Boot nehmen muss und dafür den üblichen Tarif wie für die Standard Tagestouren bezahlt, bei denen der Schlenker nach Indein aber nicht zwingend inbegriffen ist. Alleine die Anfahrt ist spaßig, da der Kanal an manchen Stellen aufgestaut ist und das lange Holzboot die engen Durchläufe mit Anlauf rauf brettern muss, und erinnert daher ein wenig an die Wasserattraktionen in einem Erlebnispark 🙂

Bei Miss Nyaung Shwe am Flussufer kann man sich erstmal bei hübscher Aussicht in einem Bambuspavillion stärken, dann geht’s ca. 20 Minuten rauf zum Pagodenfeld über einen überdachten Treppengang, in dem man sich unter anderem mit antiken Karten, alten Banknoten, verwitterten Marionetten und traditionellen Kostümen eindecken kann. Ob authentisch oder Nippes aus Massenproduktion, es sieht auf jeden Fall alles etwas origineller aus als das Standardsortiment der üblichen Souvenirstände im Lande.

Kurz hinter dem Eingang findet man rechts ein paar verfallene Ruinen im „Indiana Jones Stil“, die die Natur bereits zum Teil zurück erobert hat und die uns ein wenig an Ta Prohm erinnern. Das eigentliche Pagodenfeld selbst ist ähnlich wie Kakku eine Ansammlung an unterschiedlichen Tempeln und Stupas aus verschiedenen Epochen, und doch wieder ganz anders. Wenn man auf den Berg nebenan kraxelt bekommt man übrigens auch ganz ohne Drohne ein schönes Gesamtbild von oben. Auf der Heimfahrt nehmen wir noch einen Franzosen mit, der den Weg von Nyaung Shwe komplett mit einem simplen Guesthouse Bike zurückgelegt hat (es geht also), allerdings nicht damit gerechnet hat, dass man in  Indein nicht immer einfach spontan ein günstiges Boot für die Rückfahrt anheuern kann.

Fazit: Kakku oder Indein – beide Orte sind interessant und lohnen mindestens einen Halbtagestrip. Ob der Markt in Indein wirklich so touristisch ist wie viele behaupten konnten wir übrigens nicht klären, da dieser heute woanders tagte.  Vielleicht auch besser so!

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