Ausgabe #3 Myanmar, Krabi

Schon erwachsen? Hier gehts zur Trip Zusammenfassung …

Obwohl wir zwischendurch auch viel unterwegs sind, ist die „große“ Reise immer die interessanteste Bewährungsprobe für Kind und Eltern und so gibt es – fast schon traditionell – jetzt ein kleines Fazit in Sachen „Kinderkram“: Die 3-Jahres-Ausgabe!

Das Ziel: Abwechslung bieten und entspannt von A nach B kommen
Die Lösung: Ein bunter Verkehrsmittelmix. Und ohne es gezielt darauf anzulegen, haben wir wieder allerlei gewöhnliche wie exotische Fortbewegungsmittel genutzt:

trip_map trip_overview2014-10-01 17_08_53-Google Maps

  • die Offensichtlichen: Flugzeug, Auto, Taxi, Metro
  • die Ortsüblichen: Tuk Tuk, Pferdekutsche (meist billiger as Taxi), Autofähre, Longtailboot, Fahrradrikscha
  • die Sportlichen: Fahrrad, Füße, Kanu
  • die Joker: Flussschiff, Elektroroller

Was ist das größte Hobby eines 3-Jährigen? Genau: Spielen und Spielplätze erkunden, und auch dafür muss natürlich genug Zeit eingeplant werden, zumal oft Improvisation und ein wenig Glück gefragt sind. Google ist jedenfalls meist keine Hilfe wenn es um die Erkundung der Spielplatzdichte in asiatischen Ländern geht… Aber es gibt sie durchaus!

Flughäfen sind inzwischen eine ziemlich sichere Chance, wir hatten sogar diesmal das Glück mehrmals ein Gate direkt am Spielplatz zu bekommen, z.B. in Dubai und Bangkok (Don Muang). In Yangon gabs den zwar (noch) nicht, dafür bildete sich eine spontane Spielgruppe beim Warten auf besseres Wetter.

Große Parks gibt es auch in fast allen Ländern, und fast immer gibt es dort auch mindestens einen Spielplatz. Manchmal muss man sie suchen, manchmal haben sie bessere Zeiten gesehen, aber hin und wieder ist man auch positiv überrascht. Das Manko ist oft eher die Tageszeit, denn wenn die Stahlrutsche in der Mittagshitze zur Bratpfanne mutiert, wird der Nachwuchs schnell pampig.

Bei Stränden, Unterkünften und Restaurants spielt neben Klassikern wie Lage und Preis inzwischen auch der Kinderspaßfaktor eine immer größere Rolle: Egal ob primitive Strandschaukel, ein altes Kanu auf dem Trockenen, eine gut gefüllte Sandspielecke mit Baggerpark, ein ausreichend dimensionierter Pool oder auch mal übertrieben kitschige Deko: Hat das Kind Spaß, haben die Eltern Entspannung, und die fast durch die Bank kinderfreundlichen Asiaten tun ihr übriges.

Spielsachen mitnehmen oder nicht? Diese Frage aller Fragen würde ich inzwischen mit einem klaren JEIN beantworten:

  • fürs Flugzeug und andere eher öde Situationen und auch für ein Stück Heimat gehört ein kleiner Spielzeugbeutel zum Standard. Möglichst nichts mit zu großem Verlustrisiko, Kleinteilen bzw. auch nichts „Unersetzliches“ auf das man zu sehr aufpassen muss. Im Interesse der Mitreisen gilt ferner die Devise „lieber lautlos“
  • für die Abwechslung gibt es immer unterwegs auch was Neues / Unbekanntes. Dieses Jahr ein „Pixibuch-Adventskalender“ für jede Station zum Auspacken und die passende genähte Büchertasche (demnächst vielleicht beim Händler ihres Vertrauens)
  • dazu dann eine variable Menge an Souvenirs. Man mag kaum glauben wie viel Stände mit Spielzeug es im Umfeld von burmesischen Tempeln gibt. Hier ist vor Allem das Verhandlungsgeschick der Eltern gefragt um weder zu teure, zu laute, zu viele oder zu sperrige Dinge zu erwerben aber dem Kind noch die Freude zu lassen. Unsere Ausbeute: Aufziehfisch (Bangkok) Aufziehauto (Sagaing), Handywasserspiel (Kyuauktan), Leuchtbälle und Betonmischer (Ko Lanta).

Und in Sachen Land und Leute? Da hat Felix wohl die meisten Kontakte geknüpft… Kleine Kinder, vor allem blonde, sind in Asien und so auch in Myanmar wahnsinnig beliebt! Manchmal führte das leider dazu, dass es ihm etwas zu viel wurde von/mit allen möglichen Menschen fotografiert zu werden, oder ganz schnell im vorbeigehen angefasst zu werden (ob als „Glücksbringer“ oder nur aus Neugier wissen wir nicht so genau), aber im Allgemeinen genoss er die Aufmerksamkeit und die neuen Bekanntschaften wohl…

Aber was soll das Kind bitteschön denn den ganzen Tag machen, auf so einer Erwachsenenreise ohne Kinderclub (Vorsicht, Ironie…)? Hier eine kleine Auswahl:

Und sonst so? Was nimmt man denn so mit? Was isst er? Wo kann er schlafen? Insgesamt werden die praktischen Dinge (für uns) mit jedem Jahr einfacher:

  • Wir haben uns sogar entschieden, den Buggy zu Hause zu lassen und es war eine gute Entscheidung! Ein sperriges Gepäckstück weniger und auf Stadtwanderungen, Bergen und Tempeltreppen wäre er sowieso keine Hilfe gewesen. Hier braucht man nur 2 gesunde Elternrücken/Schultern – und unseren treuen Begleiter, den Bondolino. Auf vielen Flughäfen (z.B. Dubai und sogar Dortmund) gibts inzwischen Leihkinderwagen.
  • Autositzfrage: eine schwierige Frage wenn der Großteil des Urlaubs ohne Auto stattfindet… wir haben den Kompromiss einer Reise-Sitzerhöhung gewählt und sind damit gut zurechtgekommen. Aber es gibt leider in Myanmar auch Autos ohne Gurte auf den Rücksitzen… Zumindest dort sind Kinderautositze jedenfalls nicht gängig, in Thailand mit Vorbestellung und Glück schon eher.
  • Essen und Trinken: die Instant-Nudelsnacks haben wir ja bereits im letzten Urlaub schätzen gelernt, in Myanmar gibt es aber auch so überall Nudelläden mit „unschafen“ Süppchen. Für Zwischendurch waren die Vorräte an Fruchtriegeln (für alle) und Gummibärchen (für Notfälle und zur Belohnung) nicht wegzudenken. Die Anforderungen waren recht simpel: gut zu transportieren, schmilzt nicht, verdirbt nicht, schmeckt gut. Abendessen zu dritt gingen auch deutlich besser als noch im letzten Urlaub und als sicheren Joker gab es überall auch bei Bedarf Pommes mit Ketchup. Ähnlich wie die Geheimwaffe an schlechten Trink-Tagen: eine Dose Fanta!
  • Und Schlafen? Im Hotel weiterhin im Reisezelt, diesmal allerdings die größere Ausgabe. Mittagsschlaf gern auch unterwegs: im Auto, auf dem Fahrrad, auf dem Rücken. Zumindest dringend nötige 30-45 Minuten sind so immer drin.

Insgesamt war es gefühlt ein Urlaub mit wenig Gepäck: ein großer Koffer, ein großer Rucksack, 2 kleine Rucksäcke/Daypacks – fertig!

Eine kurze Heimweh-Episode nach einer guten Woche gab es auch: leider konnten wir in Bagan (Myanmar) keinen Bäcker auftreiben der Laugenstangen verkauft und hatten ein untröstliches Kind was die Oma anrufen wollte und das aufgrund der passenden Tageszeit zum Glück auch durfte. Aber wo bleibt jetzt die Trotzphase aus dem Titel? Na überall – in Mandalay, in Bagan, in Yangon, auf Ko Lanta, in Ao Nang, auf Phuket… aber eben nur sporadisch in einer „normalen statistischen Verteilung“. Immer im Set erhältlich mit einer handvoll schlechten Nächten! 😉 Schuld ist auch in diesem Jahr aber wohl eher das Alter als der Urlaub. Daher das Endergebnis für alle: ein super Urlaub!!!

Das Kleingedruckte: „langweilige“ aber wichtige Dinge wie Versicherungen, Impfungen, Reiseapotheke und allgemeine Vorsicht sowie gesunden Menschenverstand setze ich mal voraus! 🙂 Noch nicht genug? Dann nix wie hin zu den früheren „Kinderkram“ Ausgaben:

Eine Antwort zu Ausgabe #3 Myanmar, Krabi

  1. Pingback: Stadt, Land Fluss – über die Hügel Sagaings nach Mingun | TiMaFe on Tour

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s