Oh wie schön ist Anaga – der verhinderte Gipfelsturm und ein Stückchen Sahara

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daytripHeute sind wir mal halbwegs zeitig auf der Piste, da wir aus dem tiefen Westen bis ins Anagagebirge und an den viel gerühmten Playa de las Teresitas am Nordostzipfel der Insel hüpfen wollen (Rückweg eingeschlossen). Die erste Etappe bis nach Icod kennen wir ja noch vom gestrigen Weintrip, kurz vor Puerto de la Cruz wird man sogar auf eine ausgewachsene Autobahn geleitet, und nach einer guten Stunde stehen wir am Humbold Mirador. Hier mitten im schönen Orotavatal gestand der überaus reiselustige Forscher anno 1799 angeblich mit blumigen Worten, dass er „… nirgends ein so mannigfaltiges, so anziehendes, durch die Verteilung von Grün und Felsmassen so harmonisches Gemälde“ gesehen habe. Recht hatte er  – der Norden Teneriffas hat schon so einige Naturkunstwerke auf Lager, was wir spätestens nach dem gestrigen Trip bestätigen können. Uns hat die Aussicht von Humbolds Mirador heute nicht so nachhaltig beeindruckt, vielleicht lag’s auch einfach am bewölkten Himmel oder an den urbanen Ausläufern im Tal, die es hier 1799 in dieser Form sicher noch nicht gab?

img_7164_schlumpfbootBei Tacoronte wechseln wir auf die gemächliche TF-16, während die Autobahn in Richtung Santa Cruz abbiegt. Schnell wird das Leben ländlicher während wir die ersten Anaga-Ausläufer erklimmen. Da zählte der gastfreundliche Schlumpf in seinem Boot vor einer Kita schon zu den aufregenderen Momenten, zumindest aus Felix‘ Sicht. Erstes Highlight ist der Mirador de Jardina an einer scharfen 180° Kurve mit bestem Blick auf San Cristóbal de La Laguna, die umliegenden Berge sowie die herumwuselnden stets hungrigen Eidechsen. Die Straße führt weiter zum Cruz del Carmen (unter Westfalen auch „Carmener Kreuz“ genannt) durch dichten Wald und soll uns eigentlich zu einem Parkplatz namens La Ensillada führen, laut Bildatlas der Start zu einem klassischen phantastischen Rundweg durch die Weiten des Gebirges!

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Der aufmerksame Leser ahnt es bereits: Irgendwas läuft anders! Den Parkplatz meinen wir zwar gefunden zu haben, aber die einzigen vorhanden Schilder weisen unmissverständlich drauf hin, dass Wanderer ohne Sondergenehmigung hier mit schlanken 601,01€ Strafe zur Kasse gebeten werden. Jetzt kann man sich natürlich über den krummen Betrag wundern (wir helfen: Das waren mal 1 Millionen Peseten), oder warum ein aktueller Bildatlas eines namhaften Verlages auf diese Kleinigkeit nicht hinweist (war der Autor wirklich da?), aber es hilft nix – die Wanderung fällt für uns flach und wir schauen mal wo uns die Straße noch hinführt. In Anbetracht des mystischen Nebels hätten wir womöglich eh nicht viel gesehen! Wer mehr dazu wissen will: Hier haben andere Urlauber das Thema bereits etwas intensiver diskutiert.

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Bei Lomo de las Bodegas endet schließlich die Straße und offensichtlich auch irgendwie die Welt: Die Einwohner scheinen alle außer Haus oder sind unsichtbar, der Atlantik rauscht kaum hörbar in der Ferne, ein Hund und ein paar Echsen dösen auf dem Kirchvorplatz, und im Infokasten wird als nächster Event ein Vortag über die Arbeitsschutzbedingungen beim Palmenklettern angepriesen. Kurzum: Wer Ruhe und Abgeschiedenheit sucht, wird hier gewiss Beides finden. Wir nutzen die Pause für ein Picknick, haken weitere Wanderungen mit Blick auf die Uhr gedanklich ab, und machen uns auf den Weg nach San Sandrés, wo uns hoffentlich ein wundervoller Strand und keine weiteren Verbotsschilder erwarten!

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Szenenwechsel: Wir befinden uns inzwischen an der Playa de Las Teresitas. 2km feinster Sand vor den Toren von Santa Cruz, der in der 70ern eigens aus der Sahara über den Atlantik geschippert wurde, damit sich die gestressten Hauptstadtbewohner zumindest am Wochenende mal wie in der Karibik fühlen können. Und die Größe des Parkplatzes lässt zumindest erahnen, dass sie das auch im 21. Jahrhundert noch gerne tun. Heute ist aber zum Glück Donnerstag und somit massig Platz an dem riesigen Strand. Ein paar von Generatoren mit Strom versorgte Kioske und Imbisse, ein paar moderne Duschen und offenbar noch humane Strandliegenpreise sind erfreulicherweise alles an Infrastruktur. Wenn überhaupt stört allenfalls die gerade langsam Richtung Horizont geschleppte Bohrinsel die Idylle (offenbar befindet sich in der Nähe eine Art Bohrinselvertragswerkstatt). Felix kann endlich das Burgenbaudefizit der letzten Tage aufholen, eine Steinmole sorgt für einen halbwegs brandungsresistenten Schwimmbereich für den Nachwuchs, und aus dem Wasser hat man einen imposanten Blick auf die schroffe Bergkulisse. Der Playa de Las Teresitas ziert also nicht umsonst das Titelbild unseres Reiseführers und wird auch gerne als der schönste Strand Teneriffas beschrieben. Das ist natürlich immer subjektiv, aber verkehrt macht man hier auf jeden Fall nix, und hat als „echter“ Tourist glatt noch einen Exotenbonus!


img_7249_sunsetEigentlich haben wir keine große Lust unserem Stückchen Sahara nach knapp 3 Stunden schon wieder den Rücken zu kehren, aber leider sind wir immer noch auf der falschen Seite der Insel . Als Heimweg gibt es zum einen den vom Navi präferierten schnellen Südweg auf der Autobahn komplett um die Insel rum mit 111 km (gähn), den kürzesten Weg an der Nordküste von heute morgen wieder zurück mit 99 km (schnarch), oder über La Esperanza auf Landstraßen einmal quer durch die Bergwelt des Teide Nationparks mit 123 km und hoffen, dass es dort nicht allzu schnell dunkel wird (wow). Wie würden Sie entscheiden?

img_7248_da-is-was-im-buschWir wählen natürlich Option 3 und nachdem wir das doch etwas stressige Autobahnstück bei Santa Cruz hinter uns gelassen haben, geht es in Richtung Westen gemächlich durch den Wald bergauf in die Einsamkeit. Da die Sonne schon recht tief steht, verzichten wir auf ausgedehnte Viewpoint-Jagden und machen es uns am Mirador de Chipeque gemütlich, von wo aus man heute einen Hammerblick auf das Wolkenmeer im Tal und den Teide im Hintergrund hat. Anschließend wird es auch zügig dunkel, aber der Verkehr hält sich zu dieser Zeit zum Glück in Grenzen und die Straßen sind gut in Schuss und überwiegend geradlinig. Auf Höhe des Observatoriums verabschiedet sich der Tag dann nochmal mit einem gefälligen Rot, dann bricht die Nacht über die Mondlandschaft hinein. Als wir schließlich in Puerto de Santiago einrollen ist es 22 Uhr, über die Autobahn wäre es gewiss schneller gegangen (laut Routenplaner ziemlich genau um 1 Std. Fahrzeit weniger), aber dieser Heimtrip hat definitiv Maßstäbe gesetzt! Morgen kommen wir zurück und schauen uns die Ecke bei Tageslicht an. Gute Nacht!

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Best of Nordwest – über Icod durchs Tenogebirge nach Masca

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img_6903_teideUnsere erste Tour in Teneriffas grünen Norden startet dramatisch: Felix hat sein Pferd mit den Regenbogenhaaren vergessen einzupacken, das ihm die letzten Tage auf dem Rücksitz Gesellschaft geleistet hat, und ist darüber wahrlich not amused. Erfahrene Reise-Eltern erkennen sofort die Brisanz der Situation: Eiert man den weiten Weg zurück, verliert man wertvolles Tageslicht und ärgert sich, dass das Objekt der Begierde nach 2 Minuten eh nicht mehr interessant ist. Bleibt man standhaft so braucht zumindest der Fahrer starke Nerven. Wir wählen Option #2, versprechen ein Eis, und hinter Santiago de Teide herrscht auf dem Rücksitz endlich wieder Freude und Friede. Wenig später lugt der mit 3718m höchste Berg der Insel (und übrigens auch ganz Spaniens) dann auch höchstpersönlich hinter einer Kurve hervor.

Der berühmte Drachenbaum

Über eine flotte Nebenstraße gelangen wir schließlich zu unserem ersten Halt Icod de los Vinos. Der Namenszusatz soll Icod angeblich vom deutlich unbekannteren Dorf Icod el Alto abgrenzen, wahrscheinlich aber auch kaufkräftige  Weinliebhaber anlocken. Vor allem ist es aber im Gegensatz zu den Retortenorten im Südwesten auch einfach eine richtige gewachsene Stadt, und eine hübsche noch dazu. Im Cafe Masquepan (Vorsicht: süße Sünden im Überfluss) in der Nähe eines öffentlichen Parks bei der Iglesia de San Marcos machen wir erstmal Station, im Park selbst erblickt man dann auch die Attrakion, die zumindest die meisten Tagesbesucher nach Icod lockt: Der Drago Milenario („ziemlich alter Drachenbaum“)! Beim Alter schwanken die Spekulationen deutlich, aber man ist sich zumindest einig, dass er locker 300 Jahre auf dem Buckel hat und ihm damit zumindest auf den Kanaren kein anderer Drachenbaum das Wasser reichen kann. Sieht imposant aus, wer aber in Icod nur flugs den Baum knipst und gleich wieder weiter zieht, verpasst definitiv etwas.

img_6968_fx-jungleZum Beispiel das Museo de Malvasia ein paar Ecken weiter! Museumsmuffel können beruhigt weiterlesen, streng genommen handelt es sich eher um eine Boutique für Wein und andere lokale Köstlichkeiten, und der weitläufige dschungelartige „Hinterhof“ dürfte im Stadtkern einmalig sein. Zur Weinprobe werden kanarische Käsehappen gereicht, passende Anekdoten zum jeweiligen Tropfen gibt es gratis dazu (so soll zum Beispiel der Genuss der lieblichen Variante unweigerlich eine Schwangerschaft nach sich ziehen). Hier könnte man es getrost länger aushalten, aber zumindest einer muss ja noch fahrtüchtig bleiben und so nehmen wir einfach eine Pulle und etwas Mojo mit und fahren auf der Küstenstraße TF42 zunächst gen Westen in Richtung Garachico.

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Auch Garachico kann sich sehen lassen, obwohl ein Vulkanausbruch im 18. Jahrhundert dem Ort übel zugesetzt hat. Rund um das Castillo de San Miguel hat man auf schwarzem Lavagestein eine Art Freibad mit Parkanlage errichtet, die sich auch durchaus für einen Badestop anbietet, wenn der Wellengang nicht gerade allzu heftig ist. Die Straße führt über Los Silos weiter in das 5500 Seelendorf Buenavista del Norte, das zumindest an diesem Zipfel Teneriffas das Ende der Zivilisation markiert. Über eine Serpentinenstraße kann man von hier allerdings das Teno-Gebirge erklimmen und gelangt vorbei am Mirador de Baracan bis nach Masca, unserem letzten Etappenziel für heute!

 

Fast zu schön um echt zu sein

Es ist praktisch unmöglich, sich an irgendeinem touristischen Ort auf Tenriffa zu bewegen und dabei nicht mindestens einmal eine Tour nach Masca offeriert zu bekommen. Ja – spätestens seit man es in den 90ern durch eine Straße erschlossen hat gibt es einen regelrechten Hype um das vermeintlich schönste Dorf der Insel, und daher haben wir unseren Abstecher auch ans Ende der Tour gelegt und hoffen mal ganz naiv, dass sich die Massen zur Abendzeit deutlich reduziert haben.Von Norden kommend passiert man zunächst Cruz de Hilda und kann bei einem Käffchen auf der Terrasse schon einmal die ersten leckeren Ausblicke ins Masca Tal bewundern.

Vorhang aufOberhalb des Dorfes (das gerade mal gut 100 Einwohner hat) lässt ein großzügiger Parkplatz erahnen, wie viele Besucher hier tagsüber im Schnitt vorbeischauen, unsere Strategie scheint jedoch aufzugehen, da die meisten davon um diese Zeit nicht besetzt sind. Als erstes fällt die markante Felsnadel El Catán auf, die Assoziationen mit Machu Picchu weckt. Am Ortseingang erfüllt ein großer Shop mit angeschlossenem Terrassenlokal alle Souvenir- und Aussichtswünsche, der Dorfkern bleibt aber erfreulich unkitschig und frei von Nippesläden, obwohl es noch nicht einmal von den strengen Augen der UNESCO geschützt wird. Bis zur Felsnadel kann man auf Kopfsteinpflaster marschieren, wen es ins weitere Umfeld zieht, der kann dem gut ausgeschilderten mehrstündigen Wanderweg folgen, der von hier durch die (selbstredend) „schönste Schlucht Teneriffas“ bis runter an den Atlantik führt. Vielleicht ein andermal 🙂

img_7152_therocksunsetNach so vielen pittoresken Orten haben wir für heute eigentlich genug Erinnerungen im Kopf (und auf der Speicherkarte) festgehalten und wollen vor Einbruch völliger Dunkelheit eigentlich nur auf der kurvigen TF436 über Santiago del Teide nach Hause zurück. Unterwegs brauen sich ein paar Kurven später allerdings dramatische Wolkenszenen zusammen. Die Straße führt zunächst bergauf bis zum Mirador de Cherfe, und wir bleiben somit erfreulicherweise stets oberhalb der Wolken, denn ohne Sicht würde einen hier spätestens bei Gegenverkehr schnell der Mut verlassen. Unbezahlbar dann der Blick vom Mirador aufs Wokenmeer bis hinüber nach La Gomera und La Palma, während die Sonne langsam in der Watte versinkt.  Das letzte Stück zurück nach Puerto de Santiago ist im Vergleich eher unspektakulär, aber zumindest gut ausgebaut, und bei Penny wartet schließlich auch unversehrt das Pferd mit den Regenbogenhaaren.
→ Routenplan von heute zum nachfahren

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Goodbye Gomera

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2017-01-02-22_20_25-valle-gran-rey-nach-puerto-de-santiago-google-mapsZählt es eigentlich bereits als Inselhüpfen, wenn man von einer Insel (Teneriffa) zur anderen (La Gomera) und dann wieder zurück hüpft, oder gehören da schon mindestens drei dazu? Mit derlei Fragen lenke ich mich beim letzen Frühstück auf Marias Terrasse in Vueltas ab, während ich die Familien-Sandwiches für die Fährüberfahrt zurück nach Los Christianos schmiere. Es ist ja auch nicht so, dass uns sofort der Durchmarsch ins Ruhrgebiet bevorsteht, vielmehr haben wir noch fünf Tage auf der großen Schwesterinsel geplant. Aber das Valle sehen wir in diesem Jahr sicherlich nicht mehr wieder, und da darf man schon mal etwas melancholisch werden.

img_6323_roadFür den Eimer waren natürlich auch sämtliche Überlegungen, welche Abstecher denn vielleicht noch auf dem Rückweg über den Inselrücken nach San Sebastián in Frage kämen: Als wir schließlich im Hafen eintrudeln und unseren gut eingefahrenen  Kubo in die Hände von Europcar zurück geben, lässt die Fähre bereits die Motoren an. Wie bei der Ankunft vor 5 Tagen vergeht die Überfahrt wie im Flug und nach ca. einer Stunde haben wir in Los Christianos schon wieder festen Boden unter den Füßen. Von der Mietwagenfirma CICAR hatte ich bisher zwar noch nichts gehört, aber nach etwas Sucherei finden wir auch das mit einem netten Menschen besetzte Büro im Hafengebäude, und können prompt einen Seat Ibiza in Empfang nehmen. Der hat zwar beim Duell in engen Gassen offenbar schon des Öfteren den Kürzeren gezogen, wird aber dafür mit einer gratis Teneriffa Audioguide CD ausgeliefert!

img_6901_housebeach_miniAls Domizil für die nächsten Nächte haben wir uns über Tripadvisor die Ferienwohnung der englischen Penny in einem Wohnkomplex bei Puerto de Santiago am nördlichen Ende der Westküste ausgesucht. Falls das „Ex-Fischerdorf“ (O-Ton Internet) wirklich mal ein Fischerdorf war, ist davon nicht mehr viel übrig. Längst geht der Ort nahtlos in die Nachbarstadt Los Gigantes über, und irgendwie kann man schon froh sein, dass dort die wuchtige Steilküste den Stränden des Westens und somit auch weiteren überambitionierten Bauvorhaben ein natürliches Ende gesetzt hat. Aber wir wollen nicht jammern, denn all das haben wir im Vorfeld gewusst, und trotzdem hat die Ecke einige nicht zu verachtenden Vorteile: Sonne und Meer gibts vor der Haustür, die Westzufahrt zum Teide Nationalpark ist nicht weit, und auch die landschaftlich vielversprechende Nordküste Teneriffas ist nur einen Pass entfernt. Morgens gehts daher auch gleich auf die Piste, heute Abend trauern wir halt Vueltas noch ein wenig hinterher!

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Im Nebelwald von El Cedro

img_6835_pelzigpanoMan sagt zwar gerne, dass auf Gomera die Uhren etwas anders ticken, aber leider vergeht auch hier die Zeit viel zu schnell und morgen geht’s schon wieder auf die Fähre!

img_6822_maerchenwaldDas Ziel der finalen Etappe will also wohl gewählt sein, und nach einiger Recherche brechen wir schließlich nach El Cedro auf, ein kleines Dorf an einem gleichnamigen Bach im Norden des Garajonay Nationalparks, wo der Lorbeerwald angeblich immer dicht und grün sein soll. Um dort hin zu gelangen, müssen wir zunächst auf die CV-14, die uns auf unserer Tour nach Hermigua in umgekehrter Richtung zunächst verschlossen blieb. Heute können wir ungestört passieren,  und nach ein paar Kilometern zweigt dann links eine Kopfsteinpflasterpiste durch den Wald in Richtung El Cedro ab. Nieselregen und dichter Nebel sorgen für die nötige verwunschene Atmosphäre – schließlich muss der Ruf „immergrün“ auch irgendwo herkommen. Wir parken den Kubo am Straßenrand und machen uns per pedes auf die Suche nach dem Kirchlein Ermita Lourdes, das sich hier irgendwo im Nebel versteckt haben soll.

img_6827_nebelkircheDer Wald hat wirklich einen besonderen Charakter, und erinnert mehr an einen Dschungel , den jemand großzügig in Moos eingepackt hat. An der Kirche selbst gibt es einen schönen Rastplatz und der Nebel im Bild links ist übrigens echt, auch wenn es so aussieht, als hätten wir mit einem Feuerchen oder Photoshop nachgeholfen. Auch Wandermuffel-Kinder kommen hier im Wald durchaus auf ihre Kosten, zumindest wenn man bei der Auswahl der Strecke im einstelligen Kilometerbereich bleibt. Daher marschieren wir auch anschließend nicht nach El Cedro durch, sondern nehmen die Abkürzung in Richtung Aula Naturaleza, die uns nach einen knackigen Aufstieg wieder auf die Kopfsteinpflasterpiste zurück führt. Klasse Trip!

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Zurück auf der CV-14 geht es weiter in Richtung Hermigua und über ein paar steile Serpentinen hoch zum Besucherzentrum Juego de Bolas, das mit freiem Eintritt, einem top gepflegten botanischen Garten und einigen multimedialen Goodies punktet. Wer Museen pur aus Prinzip meidet, ist trotzdem nicht umsonst hier hoch gefahren, denn rechts führt die Straße etwa 2 km weiter am Hang hoch zum Mirador de Abrante über den Dächern Agulos.

img_6872_aussichtDas Highlight ist hier natürlich die gläserne Plattform, die weit in den Abgrund hinaus ragt. Felix hält sich ja bei allzu abenteuerlichen Kletter- und Rutschaktionen gerne erst einmal zurück, hier scheint ihm der unverbaute Blick in die Tiefe aber gar nichts auszumachen. Bei mir ist es eher umgekehrt 🙂 Die kulinarischen Spezialitäten des angeschlossenen Restaurant haben wir zwar nicht probiert, aber zumindest der Espresso gefällt und ist in Anbetracht der exponierten Lage nicht überteuert.  Eine ähnliche Attraktion hat uns auch schon auf Madeira gut gefallen!

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Viva La Fortaleza – Gipfelsturm dank Siesta und Tankuhr

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img_6700_dagehtslangTagesordnungspunkt #1: Beratung der Vormittagsaktivitäten. Felix möchte Rochen kucken und Burgen bauen. Maria möchte relaxen. Till möchte der Mittagshitze entgegen wandern. Erfahrene Eltern erkennen sofort das Konfliktpotenzial und wissen, dass zumindest der Mittagshitzenwanderer besser alleine losziehen sollte.  Und so fahre ich mit dem Kubo gen El Guro und schlurfe zunächst durch den Barranco rauf zum hübschen Kirchlein Ermita de los Reyes. Wenig später zweigt rechts ein Pfad hoch in die Berge ab, bei dem einem schon mal die Puste ausgehen kann. Dafür entschädigen die Aussichten in den Talkessel bis runter ans Meer fürs Keuchen!

img_6717_bitte-recht-stufigOberhalb des Dörfchens La Vizcaina erblickt man dann die unzähligen Terrassen, die Erinnerungen an Bali wach werden lassen. Der Weg ist an dieser Stelle nicht wirklich offensichtlich, aber irgendwie findet man auch wieder runter und kann auf dem gut ausgebauten unteren Wanderpfad zurück zur Kirche wandern. Wichtige Etappenpunkte findet man unten in der Galerie, ich kann die Tour zum Einstieg nur wärmstens empfehlen. Wasser, Karte und feste Schuhe nicht vergessen!

img_6746_playainglesZum Abschluss kann man im Valle zur Erfrischung noch einen Stop am Playa del Ingles einlegen (nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Specht-Hochburg auf der Schwesterinsel Gran Canaria). Der abgelegene Strand nördlich von La Playa ist gewiss einer der hübschesten und sandigsten auf ganz Gomera, die Brandung flößt aber selbst an einem relativ ruhigen Tag wie heute Respekt ein. Auch Nudisten kommen hier übrigens auf ihre Kosten, blank ziehen ist aber keinesfalls Pflicht – vielmehr scheint es einfach allen egal zu sein. Im Vergleich zu FKK Zonen und Textilwächtern eine durchaus pragmatische Konfliktlösung, die aber andernorts wahrscheinlich nur bedingt funktionieren dürfte 🙂

img_6777_plateauNachmittags sind dann auch Maria und Felix bereit für weitere Aktivitäten. Eigentlich wollten wir heute mal runter in den Süden Richtung Playa de Santiago fahren, aber die einzige lokale Tanke im Valle macht uns einen fetten Strich durch die Rechnung: „Sonntags geschlossen ab 14:00″ prangt da auf einem Schild, und der Kubo hat nur noch 2 Striche bis leer. Da hatten wir 24h Aral-verwöhnten Großstädter doch mal ganz naiv angenommen, dass man auf Gomera einfach so mittags volltanken kann. Vermieterin Maria rät uns zwar noch, unser Glück oben in Chipude zu versuchen, aber auch hier sprudeln die Säulen leider heute nicht und dort sieht es insgesamt etwas nach ewiger Siesta aus.

img_6758_kirchechipudeBei einem Kaffee auf dem extrem relaxten Chipuder Kirchplatz muss folglich ein Plan B her. Eigentlich muss der sich ja gar nicht groß aufdrängen, schließlich thront die Fortaleza im Hintergrund gut sichtbar über den Dächern der Stadt und scheint zu frohlocken „Kommt, erobert mein Plateau, es ist nicht weit und lohnt sich bestimmt!“ Sogar der Reiseführer listet den Berg als potentielles Ziel für Ausflügler mit Kindern, einzig der Passus „nur ein steiler Kletterkamin führt durch die Wand“ lässt beim Anblick der steil abfallenden Felsen leichte Zweifel aufkommen.

img_6768_gipfelstuermer_panoimg_6770_ontopDa man besagten „Kamin“ von unten beim besten Willen nicht erkennen kann, begeben wir uns einfach mal auf die erste Etappe, die wirklich wirklich leicht zu bewältigen ist. Der Weg aufs Plateau selbst erfordert dann zwar etwas Kraxelgeschick, ist aber mit vernünftigen Schuhen und ausreichend Spielplatzerfahrung auch für Kletterhasen im Vorschulalter gut zu meistern. Wir belassen es für heute aber bei Level 1 und schicken nur einen Abgesandten zum Gipfelkreuz auf 1241 Metern – dorthin führt ein weiterer Pfad auf dem man auch einiges über die Historie des Berges erfährt, der lange vor der Ankunft der ersten Spanier als Kultstätte gedient hat. Auch die Rundumsicht, die auch heute wieder bist hinüber nach El Hierro reicht, ist von hier oben natürlich nicht zu verachten.

img_6786_abendgluehenDer Sprit reicht dann zumindest noch locker zurück ins Tal, wo uns in Vueltas erneut ein anständiges Abendrot erwartet – vor dem Abendbrot ist also noch ein Strandbesuch mit Sunset-Cocktail drin!

Rückblickend war die Siesta der Tanke eigentlich ein Glücksgriff, ich bin mir nämlich nicht wirklich sicher, ob es es das Projekt „Gipfelsturm“ auch vollgetankt durch den Familienrat geschafft hätte. Der Süden läuft ja nicht weg …

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Gomera Gemütlich – Rochenwatching und eine Runde Laguna Grande

 

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Für Maria und Felix beginnt der Tag mit „Rochen Watching“ am Hafenkai, was zunächst nach einem eher aussichtslosen Unterfangen klingt. Aber bereits am Vortag haben wir am Strand ein paar der schönen Fische im Wasser vorbeihuschen sehen, und später von der Legende des Rochens Sebastián gehört, der einen Fischersohn zum Kumpel hat und beim Füttern gerne Männchen macht. Tatsächlich kommen an diesem Morgen gleich ein paar Artgenossen an die Oberfläche um einen Happen zu sich zu nehmen und ihren „Bauch“ zu zeigen. Wers nicht glaubt findet zum Beispiel hier ein paar Live Aufnahmen. Bleibt zu hoffen, dass da auch in Zukunft keiner das schnelle Geschäft wittert und das Ganze als Touristenattraktion groß aufzieht, so ist es vor allem für Kinder ein kurzweiliges Spektakel, sofern man natürlich Glück hat und die Rochen nicht gerade in ihrem Revier auf Tour sind. Die Großen können sich derweil die Zeit mit spottbilligem Espresso aus der Hafenkneipe verkürzen.

img_6588_boteMeine Morgenbeschäftigung wirkt dagegen eher profan: Einkäufe aufstocken im sympathisch vollgestopften Supermercado um die Ecke. Hier gibt es – wir erwähnten es bereits gestern – auch zahlreiche Ausgaben des Valle Boten zu erwerben, der bereits am Tag Zwei zu meiner insularen Lieblingslektüre avanciert ist. Der Bote bezeichnet sich selbst als unabhängig, überparteilich und abgedreht, erscheint nach Bock- und Wetterlage, und wenn man unbedingt eine stilistische Schublade braucht, würde ich ihn am ehesten bei „Titanic“ einsortieren. Wir empfehlen: Eine Viertelstunde Lektüre am Morgen mit Aussicht über die Bucht von Vueltas, dazu eine Tasse Kaffee mit Serrano Brötchen, etwaigen Nachwuchs zum Rochenkucken schicken, und wenn dann noch die Sonne scheint kann eigentlich an diesem Tag nix mehr schief gehen!

img_6629_marymauer2Nach der gestrigen Monstertour in den Norden wollen wir es heute mal etwas ruhiger angehen lassen. Kurz vor Arure zweigt eine kleine Nebenstrecke gen Osten ab. Von den scharfen Haarnadelkurven am Beginn sollte man sich nicht abschrecken lassen, die Straße ist in gutem Zustand und die Route vorbei an Lays Hayas, dem Töpferdorf El Cercado und Chipude mit dem mächtigen Tafelberg Fortaleza im Hintergrund ist spektakulär schön und eine nette Alternative zur ersten Hälfte der Höhenstraße GM-1, die ansonsten auch mal irgendwann langweilig wird.

img_6647_donkeykongZurück auf besagter GM-1 suchen wir die Laguna Grande auf, einem Ex-Kratersee, von dem viele Wanderwege starten und der laut unserem Guide tatsächlich auch mit einem Kinderspielplatz aufwarten soll. Die Spielgeräte gibts tatsächlich und sind auch in einem ordentlichen Zustand, außer uns ist auch relativ wenig los, da die großen Busse (die Parkplätze haben Stadionniveau) offenbar schon wieder das Weite Gesucht haben. Auch Wandermuffel müssen nicht gleich resignieren, da es auch einen überschaubaren Rundweg durch den bemoosten Lorbeerwald gibt, der auf jeden Fall Lust auf mehr macht. Die übrigen Touren sind allerdings schon deutlich länger und/oder nicht als Rundwege konzipiert, da müssen wir wohl nochmal zurück auf die Insel wenn Felix ein paar Jahre älter ist. Und hoffentlich nicht unter die Wandermuffel gegangen ist 🙂

img_6681_threepalmsZurück im Valle steht die Sonne ausnahmsweise mal noch etwas höher am Himmel, und wir nehmen  La Playa mal näher unter die Lupe. Hier war früher angeblich das Zentrum der Hippieszene und jeden Abend wurde die Sonne mit lautem Getrommel in den Atlantik verabschiedet. Zumindest in den Geschäftchen finden sich noch allerlei hippieske Textilien und sonstiger Nippes, Maria nutzt die Gelegenheit und erwirbt ein psychedelisches Kleidchen, auf dem eine Lady mit Planeten jongliert. Die Kultstätte Casa Maria ist aber leider bis auf weiteres geschlossen (potentielle Pächter lesen hier weiter), auch von den Trommlern lässt sich heute keiner am Strand blicken. Dem Sonnenuntergang scheint das aber egal zu sein, und so erstrahlen die Palmen über La Calera noch einmal in wärmsten Rot, die Anwesenden staunen andächtig auf der Strandmauer in die Ferne, und es wird wieder dunkel wird im Tal des großen Königs!

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Kubo auf Hochtouren – Roadtrip durch La Gomeras Norden

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img_6407_kitchenLässt man mal den langsam verblassenden Ruf als Hippie-Insel außen vor, erfreut sich La Gomera vor allem bei Aktivurlaubern großer Beliebtheit. Und was die gar nicht brauchen können sind natürlich überdimensionierte Balkone zum Faulenzen. Dachte sich wohl auch unsere Hausherrin Maria und setze die Küche kurzerhand auf den Balkon. Draußen bleibt noch genug Platz für ein Frühstück zu dritt, und drinnen hat man dafür man einen absolut genialen Blick auf die Steilwand sowie die Bucht von Vueltas. So macht Spülen Spaß (schalalalala)!

Ermita del Santo Wir verlassen das Valle (in dieser Ecke kann man das „Gran Rey“ getrost weglassen) gegen Mittag in östlicher Richtung. Eigentlich ist das Ziel ziemlich wurscht, denn solange man nicht zum Strand will und auf 4 Rädern unterwegs ist, führt eigentlich nur eine Straße aus dem Tal heraus in Richtung Arure. Hier sollte man zumindest einmal einen Stop am Mirador Ermita (= Einsiedelei) del  Santo  einlegen – hinter dem Felsentor wartet ein Hammerblick ins Tal, und mit etwas Wetterglück erspäht man auch die Nachbarinseln La Palma und El Hierro am Horizont. Weiter geht’s über eine äußerst kurvige Serpentinenstraße zurück ans Meer zum Playa de Alojera. Spätestens jetzt wird uns bewusst, dass man auf La Gomera bei einem Playa nicht zwingend gleich an feinen Sand und Palmen denken sollte: Unten gibt’s vorwiegend dicke Steine, die vom ungebremsten Atlantik bearbeitet werden, was zwar auch einen gewissen Charme haben kann, aber für einen Snack und Badestop mit Kind eher ungeeignet ist.

VallehermosoZurück in den Bergen durchqueren wir aber schon bald die nächste versöhnende Inselperle: Vallehermoso, frei übersetzt das „schöne Tal“, was schon in Anbetracht der Lage am Fuße des Roque Cano nicht untertrieben ist. Hier baut man auf Terrassen Bananen und Wein (und laut dem „Valle-Boten“ auch noch andere an dieser Stelle nicht näher spezifizierte Substanzen) an, oder erfreut sich einfach an der schönen Aussicht in die umliegenden Berge. Als wäre das nicht alles schon pittoresk und putzig genug, Agulo mit dem Teide im Nackenlegt das Dörfchen Agulo im Nordwesten noch eine Schippe drauf. Strategisch günstig auf einer Felskuppel zwischen Steilwand und Meer gelegen, dazu noch unverbaute Sicht auf den Teide – da muss es doch eigentlich von Touristen nur so wimmeln wie in Rüdesheim oder Dubrovnik? Wir parken den Kubo vor den Stadttoren und können uns in den Gassen nur wundern: Obwohl scheinbar gerade ein Fest ansteht, trifft man überwiegend nur Einheimische oder eben auch niemanden. Entweder ist Gomera tatsächlich doch noch ein Geheimtipp, oder wir sind einfach spät dran!

FelsentorDie Straße von Agula führt wenige Kilometer später ins grüne Tal von Hermigua und von dort aus weiter ins Landesinnere. Wir führen jetzt nicht in epischer Breite aus, dass auch Hermigua mit einer traumhaften Kulisse aufwartet, da sonst alle Leser langsam denken müssen, dass man hier bei TiMaFe nur überzogenes Reiseführerlatein aufwärmt. Aber wenn ihr mal in der Ecke seid dann macht euch einfach selbst ein Bild! Ein weiterer Grund für den Mangel an epischer Breite ist allerdings auch die fortgeschrittenen Stunde, schließlich müssen wir noch quer über die Insel zurück nach Hause. Unsere Karte zeigt zwar eine dünne Verbindung namens CV-14 durch den Garajonay Nationalpark ins Zentrum der Insel, der Polizist am Eingang der Straße macht uns aber deutlich, dass wir zu zumindest zu dieser Stunde nicht passieren dürfen (für die genaue Urteilsbegründung reicht unser rostiges Spanisch leider nicht aus).

Pünktlich zum Sonnenuntergang: Rückkehr ins Valle Es hilft also alles nix, wir müssen die komplette Strecke runter nach San Sebastián um dann auf der Route von gestern wieder quer über die Insel zurück gen Valle Gran Rey.  Trotz aller Widrigkeiten und ohne übertriebene Eile schaffen wir dann eher zufällig eine Punktlandung: Als wir auf der Höhe von La Playa Richtung Vueltas auf die letzte Meile abbiegen wollen, versinkt doch glatt die Sonne mit allem Kitsch & Pipapo im Atlantik (Erinnerungen an die 1000km von Myanmar bis Ko Lanta werden wach). Am Abend gibt’s Hausgemachtes aus der Küche mit der weltbesten Aussicht, morgen halten wir es dann erst einmal mit Beckenbauer: Schaumermal!

 

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