Über allen Gipfeln ist Ruh – Sam Roi Yot und die Höhle des leuchtenden Pavillons

Sam Roi Yot heißt übersetzt angeblich so viel wie Berg mit 300 Gipfeln. Gezählt hat sie wahrscheinlich noch niemand, aber die Größenordnung kommt schon hin, wenn man auf der quer durch den Nationalpark verlaufenden Road 4020 ab und an zu den imposant aus der Landschaft herausragenden Karstfelsen rüber schaut. Wir steuern zuerst die Phraya Nakhon-Höhle an, weil hier morgens die beste Stimmung sein soll und weil man auch hoffentlich weniger schwitzt. In Ban Pu am Meer parkt es sich ganz gut, ab hier geht es entweder per pedes oder mit dem Boot weiter zum Hat Laem Sala. Wir entscheiden uns für die Option Boot, da wir Felix‘ Wanderlust nicht überstrapazieren wollen und so eine Bootsfahrt ja auch meist ein lustiges Erlebnis ist.

Der Preis fürs Boot scheint nicht verhandelbar, dafür ist die Rückfahrt gleich mit drin, wobei man das Retourboot erst per Funk am Strand anfordern soll – eine Art Fahr-Chip gibt’s dafür auch. Klingt etwas abenteuerlich, gut zu wissen, dass man zur Not auch zu Fuß zurück kehren kann. Der Hat Laem Sala erweist sich dafür als echter Leckerbissen, und so mancher Besucher hat beim Anblick des ewig langen weißen Sandstrandes wahrscheinlich die ehrgeizigen Kraxelpläne spontan gestrichen und es sich lieber in der Sonne bequem gemacht. Wir natürlich nicht, und so machen wir uns zügig auf die Socken, bevor es hier vielleicht doch noch voll wird.  Eine Karte zur Orientierung packen wir noch obendrauf!

Man muss zwar ein paar Hundert Höhenmeter überwinden, aber der Weg ist gut markiert und auch einigermaßen kindertauglich. Blickfang in der Höhle ist natürlich der Pavillon, den man hier Ende des 19. Jahrhunderts zu Ehren Ramas V. aufgebaut hat und der auch das Wappen der Provinz Prachuap Khiri Khan ziert (Rubrik: Randwissen). Es muss ein ziemlicher Aufwand gewesen sein, vor über 125 Jahren die Teile durch den bergigen Dschungel in die Höhle zu schleppen, aber für die Nachwelt hat es sich durchaus gelohnt: Gegen 11 fällt das Licht steil durch die teilweise eingestürzte Decke, und erleuchtet sowohl den Pavillon als auch die Vegetation dahinter – so ein Motiv kriegen auch routinierte Höhlenknipser nicht alle Tage vor die  Linse!

Anschließend machen wir es uns dann doch noch am Strand gemütlich. Inzwischen sind zwar noch ein paar Tagestouristen aufgetaucht, die sich aber ziemlich schnell verlaufen. Und es gibt sie tatsächlich – die Männer mit dem Funkgerät, die das Boot für die Rückfahrt anfordern, wenn man sich hinreichend gebrutzelt hat.  Der Park hat zwar noch einiges zu bieten, schließt aber auch zeitig und so müssen wir uns für einen letzten Stop entscheiden. Die Wahl fällt auf den Khao Dang Viewpoint, von dem ich im Vorfeld schon ein paar Panoramaaufnahmen der Kategorie „Wow“ gesehen habe.  160 Meter sind es vom unten bis zum „Gipfel“, ein Schild warnt den Wanderer vorab, dass man mindestens moderate Kondition an den Tag legen soll, und in der Tat ist der Aufstieg in der Nachmittagssonne fast anstrengender als heute morgen zur  Phraya Nakhon Höhle, wenn auch nicht wirklich schwierig – für Kinder ab 4 mit etwas Hilfe jedenfalls gut zu schaffen.

Oben wird man dann aber auch wirklich von einer erstklassigen Aussicht übers Meer, die ~300 Gipfel und die zahlreichen „Seen“ belohnt (bei letzteren handelt es übrigens um Garnelen-Aufzuchtbecken), und auf den Felsen kann man herrlich für Fotos posen. Für einen feurigen Sonnenuntergang ist es zwar noch zu früh, aber das ist innerhalb der Parköffnungszeiten eigentlich auch kaum zu schaffen, zumal ein weiteres Schild im Tal mit Strafen droht, wenn man sich nach Feierabend im Gelände herumtreibt. Das riskieren wir mal lieber nicht, war ja auch so ein schöner Tag und morgen setzen wir unsere „Generation Golf“ Tour weiter gen Süden in Richtung Prachuap Khiri Khan fort (bei aufmerksamen Lesern sollt es jetzt klingeln und genau: Das ist die Stadt die so heißt wie die Provinz die den Pavillon im Wappen hat).

Advertisements

Hua Hin und wieder weg – in der Holzklasse zurück ans Meer

Sind wir mal ehrlich: Drei Nächte sind eigentlich zu wenig für Kanchanaburi und Umgebung, vor allem wenn man spät ankommt und früh wieder gehen muss. Aber es hilft ja nix, die Urlaubshalbzeit ist längst vorbei und wir haben noch eine stattliche Strecke vor uns. Heute soll es erstmal „nur“ mit dem Zug nach Hua Hin an die thailändische Golfküste gehen. Obwohl Kanchanaburi einen populären Bahnhof hat, müssen wir erst ins 50 km entfernte Ban Pong reisen, um Anschluss an das südliche Streckennetz  zu erhalten (ab da kommt man dann aber  je nach Zeit und Laune bis nach Malaysia). Und Mr. PY wäre nicht Mr. PY hätte er nicht längst den passenden lokalen Bus für uns rausgesucht. Den eher provinziellen Ban Ponger Bahnhof finden wir dann sogar aus eigener Kraft, außer uns sind nur ein paar Backpacker, ein Mönch sowie eine handvoll Einheimischer am Start.

Der Waggon ist eher aus der Reihe „zweckmäßig und schlicht – Polster werden überbewertet“, dafür kostet die Fahrt für die ganze Familie nur ein paar Euro und bietet auch durchaus paar reizvolle Ausblicke ins Umland. Der Bahnhof von Hua Hin ist übrigens ein echtes Schmuckstück, wozu nicht zuletzt der königliche Wartepavillion (!) beiträgt, da die thailändische Königsfamilie seit den 20er Jahren ihre Sommerresidenz vor Ort hat. Eigentlich wollte uns Onkel J.,  der seit längerem hier lebt, am Bahnsteig treffen. So richtig eng ist der Kontakt zwar nicht, eher Kategorie „geschiedener Schwippschwager“, aber für einen Snack und ein paar Insidertipps spielt das ja erstmal keine große Rolle. Ungeachtet des Verwandtschaftsgrades ist er aber vor allem auch nicht präsent, und so rächt sich die mangelnde Vorbereitung – der kurze 1 km Weg zum Mietwagen ist nicht parat, die Mittagssonne brutzelt und die Stadt erscheint größer als gedacht. Rettung naht in Form eines netten Thais, der neben seinen eigenen Eltern einfach die komplette TiMaFe Familie samt umfangreichen Gepäcks ins Auto packt und uns zum Thai Rent A Car Schalter fährt, zu dem wir eigentlich wollten. Hier gibt es sie also noch – die echte Gastfreundschaft made in Thailand – und hoffentlich bleibt das noch ein Weilchen so!

Der Mietwagen ist mal wieder Einheitskategorie „weißer Japaner“ und die letzte Tagesetappe eher kurz: Die Delphinbucht am Sam Roi Yot Nationapark liegt knapp 50km südlich von Hua Hin entfernt (Road 4020), und wenn man erst einmal den Trubel der Stadt hinter sich gelassen hat, geht es auf den Straßen und umliegenden Feldern recht gemächlich zu.  Wir haben uns für 2 Nächte im Dolphin Bay Resort einquartiert, zum einen weil es an einem schönen Strand und nicht allzu weit vom Park entfernt liegt, zum anderen weil man hier angeblich gut mit Kindern kann und Felix schließlich auch mal auf seine Kosten kommen soll. Der erste Eindruck ist schonmal gut, direkt vor unserem Häuschen gibts einen kleinen Spielplatz, dazu gesellen sich 2 schöne Pools, und in der Altersklasse U10 ist er mindestens mal nicht alleine. Auch das Essen ist erstaunlich authentisch und lecker – das hätten wir hier nicht unbedingt vermutet…

Am Abend schnappe ich mir noch ein Mountainbike und drehe eine Runde durch die Bucht. Der Strand mit den vorgelagerten Felsen und die Karstberge im Hinterland sind durchaus echte Hinkucker, offenbar blieb die Ecke trotz guter Infrastruktur trotzdem bisher vom Massentourismus verschont, da es die meisten Süd-Thailandurlauber auf die Inseln im Golf oder noch weiter runter nach Krabi oder Phuket zieht. Für heute reichts dann auch, morgen nehmen wir uns den Park vor, in dem es doch tatsächlich eine Höhle geben soll, in der ein goldener Tempel steht – wenn das mal keine Entdeckerinstinkte weckt!

Auf alle Fälle – Rollertrip zum Erawan Nationalpark

Morgens gehe ich erst einmal mit der Knipse auf Beutezug und werde auch relativ schnell fündig. Ähnlich wie  Ayutthaya ist Kanachanburi zwar einerseits touristisches Zentrum, hat sich aber auch noch genug Ecken bewahrt, in denen es noch typisches „Thai-Life“ zu bestaunen  gibt. Seien es nun die Mönche beim Almosengang, das putzige Eiermobil, die originellen bis maroden Verkaufsstände, oder der „Berufsverkehr“ zu Wasser auf dem Mae Klong am Chukdon Pier:

Nach dem Frühstück leihen wir uns den hauseigenen Roller aus, denn trotz der positiven Nahverkehrs-Erfahrungen vom gestrigen Tag wollen wir heute wir mal selbst auf Tour gehen. Diese führt uns zunächst über  Road 3199 in den nordöstlich gelegenen Erawan Nationalpark. Die parallel zum River Kwai verlaufende Straße ist zwar wenig befahren und landschaftlich durchaus interessant, geht aber leider auch fast nur geradeaus! Nach einer guten Stunde bin ich dann auch froh, dass wir endlich die Parkpforten passieren, bevor die Mitfahrer zu murren anfangen. Der Park ist vor allem bekannt für seine sieben Wasserfälle, die selbst in der Trockenzeit noch ausreichend Wasser führen. Auch schwimmen ist an den meisten Stellen erlaubt, so man denn den „rules and regulations including good aspects of the culture“ folgt, was (leider) nicht alle Gäste an diesem Tag tun. Auch mit der Mülltrennung nimmt es nicht jeder so genau, aber immerhin scheint hier inzwischen ein Umdenken im Land of Smile statt zu finden: Ab Stufe 3 muss man für jede mitgebrachte Dose/Flasche satte 100 Baht Pfand hinterlegen, und in der Tat sieht man nur sporadisch Plastik im Gebüsch. Weiter so, Thailand!

Aber Müll und Klamotten sollen hier nicht das Hauptthema sein, denn der Park ist wirklich ansprechend und die verschiedenen Ebenen sehr abwechslungsreich. Die Wege sind insgesamt gut ausgebaut, lassen aber hier und da auch noch echtes Dschungelfeeling aufkommen. Das Wasser geht in Anbetracht der tropischen Temperaturen durchaus als erfrischend durch, und je mehr man sich von Level zu Level vorarbeitet, desto eher hat man auch die Chance ein einsames Becken zu finden, in denen nicht permanent Badenixen fürs neue Profilbild posen. Allerdings ist heute auch Mittwoch, am Wochenende soll hier deutlich mehr los sein, da der Park selbst von Bangkok aus gut als Tagestrip zu erreichen ist. Hat sich aus unserer Sicht auf jeden Fall gelohnt, wer es lieber ganz einsam hat kann der Road 3199 am Si Nakharin Stausee vorbei weiter folgen, wo es noch weitere und weitaus weniger bekannte Nationalparks geben soll.

Zurück in Kanchanaburi: Der Abend ist noch jung, und da wir den Roller ohnehin für den ganzen Tag gemietet haben, riskieren wir noch eine Fahrt auf die andere Seite des Mae Klong, wo es noch ein paar interessante Tempel zu erkunden gibt. Etwas mulmig ist mir schon, als ich beherzt mir dem Roller auf die zu beiden Seiten offene Minifähre fahre, aber Ross und Reiter kommen rechtzeitig zum stehen, ohne in den Fluß zu plumpsen. Zunächst finden wir eher zufällig die Tempelanlage Wat Tham Mongkorn Thong! Über eine steile Treppe geht es zu einer kleinen Höhle, von hier hat man auch eine nette Aussicht in die Umgebung (und offenbar auch ein gutes Netz wie dieser Mönch beweist). Laut Loose Reiseführer soll hier auch eine Dame tätig sein, die gegen eine Spende meditierend über einem Pool schweben kann, aber zu dieser späten Stunde offensichtlich schon ausgeflogen ist. Dafür gibts um die Ecke neugeborene Katzenbabys zu bestaunen!

Da die Sonne nach diesem Abstecher doch schon arg tief steht, müssen wir uns für einen finalen Tempel entscheiden. Vorbei an chinesischen Friedhöfen geht es also zum Wat Tham Ban, den man nur durch den weit geöffneten Schlund eines Drachens erreichen kann. Ganz großes Kino! Eine rote Treppe (pardon, die Drachenzunge) führt zu einem Höhlentempel, der zu dieser späten Stunde leider schon geschlossen war. Dafür gelangt man über eine Art Wendeltreppe wieder ans Tageslicht und von dort weiter rauf zum Gipfel. Ein überaus lohnender Abschluss, man sollte allerdings keine Treppen- oder Drachenphobie haben.

Unterwegs mit den Öffentlichen – über den Hellfire Pass zur Brücke am Kwai

Nach zahlreichen Südostasientrips gibt es doch immer noch ein Transportmittel, das uns ernsthaft Respekt abverlangt:  Der lokale Bus, und wie man den Richtigen findet! Der Herr des (P.Y.) Hauses hat es sich jedoch offenbar zur Lebensaufgabe gemacht, seinen Gästen die Vorzüge des hiesigen Nahverkehrs nahe zu bringen, anstatt einfach nur Tourpakete von der Stange zu vermitteln. Und so arbeitet er für uns einen detaillierten Logistikplan für den heutigen Tag aus, kutschiert uns nach einem ausgezeichneten Frühstück serviert im reich dekorierten Garten in seinem Van zum Busbahnhof, assistiert bei Kauf der Tickets, und passt natürlich noch auf, dass seine Gäste auch im richtigen Gefährt (hier N. 8203) Platz nehmen. Vorbildlich!

Unsere erste Station ist das Hellfire Memorial Museum am gleichnamigen Pass an der Road 323. Kurze geschichtliche Einordnung: Im Jahre 1942 erobern japanische Truppen das damalige Burma und suchen nach einer günstigen Nachschubroute, die ihnen den weiten Weg um die malaiische Halbinsel  erspart. Das daraus resultieren Eisenbahn-Mammutprojekt zwischen dem thailändische Schienennetz bei Bang Pong mit dem burmesischen bei  Thanbyuzayat südlich von Mawlamyine  sollte bis 1943 Tausende von Kriegsgefangen und Zivilisten das Leben kosten – nicht umsonst ist der heute noch existierende Teilstück in erster Linie unter dem Namen Death Railway bekannt. Wir hatten zwar kurz überlegt, ob Felix mit knapp fünf nicht vielleicht noch zu jung für das Museum ist, andererseits haben wir nur Gutes darüber gelesen und haben es im Anschluss auch nicht bereut. Man kann es wirklich nur empfehlen, denn man hat die unrühmliche Geschichte dieses Ortes wirklich anschaulich und doch sachlich ohne unnötiges Schockieren aufbereitet (was bei den Fakten auch wahrlich nicht nötig ist). Eintritt ist frei, Spende erwünscht!

Dem Museum  angeschlossen ist ein Wanderweg oberhalb des Kwae Noi Valley, der auch durch den Einschnitt Konyu Cutting führt. Es ist heute nur schwer vorstellbar, wie man bei bei tropischen Temperaturen Tag und Nacht mit primitivem Gerät eine derartig tiefe Schneise in den Fels schlagen konnte. “Like a scene out of Dante’s inferno …“ heißt es in einem Augenzeugenbericht, und so hatte die Death Railway nun auch einen Hellfire Pass.  Heute erinnern nur noch Tafeln am Wegesrand an die düstere Zeit, und die Umgebung ist zumindest bei wenig Andrang überaus friedlich – an manchen Stellen kann man über das Tal hinweg bis zu den Bergen Myanmars hinüber schauen.

Dank unseren Local Bus Notizen erwischen wir pünktlich den Bus zurück in Richtung Kanchanaburi und steigen ca, 35 km später am Sai Yok Noi Wasserfall wieder aus. Hier kann man eine alte Lok bewundern, ausgedehnt in schöner Natur herumspazieren, und preiswert essen. Ach ja, den Wasserfall selbst gibt es natürlich auch noch, allerdings haben wir ihn erst ganz am Ende entdeckt, da er quasi fast an der Straße auf Höhe des Eingangs liegt – manchmal sieht man eben den Wald vor lauter Bäumen nicht. Der P.Y. Plan sieht nun vor, dass wir von hier aus ein Songthaew zum Bahnhof vom Nam Tok nehmen, wo wir ein Bahnticket zurück nach Kanchanaburi erwerben können, was tatsächlich auch beides genauso und ohne offensichtliche Abzocke hinhaut – wir sind mächtig stolz!

In Nam Tok trifft man dann mal wieder zahlreiche andere Touristen, die natürlich alle nicht nur von A nach B reisen sondern, vor allem die berühmte Strecke zum Vergnügen erfahren wollen. Komfort braucht man nicht zu erwarten, hier gibt es im wahrsten Sinne des Wortes nur eine Holzklasse, dafür sind einzelne Streckenabschnitte in der Tat spektakulär. Eine Auswahl: Viadukt bei Wang Po, Reisfelder in Fahrtrichtung links im letzten Viertel, winkenden Kinder überall und natürlich die Überquerung des River Kwai (wobei sich Fotofreaks für dieses Motiv doch lieber außerhalb des Zuges positionieren sollten) !  Vom Zielbahnhof handeln wir noch einen soliden Preis für das Songthaew ins Guesthouse aus, und so endet ein Reisebudget schonender Tag mit reichlich Verkehrsträgermix.

Abends steht noch eine besondere Mission an: Auf dem Trip durch Myanmar habe ich aus einer Laune heraus aufs Rasieren verzichtet, was nur unter der Zusage toleriert wurde, dass das schratige Bartgewächs nach Überquerung der Thai-Grenze  wieder ab kommt. Wenn schon, dann aber bitte mit Stil: Schon gestern Abend ist uns in „unserem Viertel“ das urig-hippe Koi Soi Nae in aufgefallen, die Message „Bart muss ab“ kommt trotz Sprachbarrieren erfolgreich rüber, und der Meister zieht für ein paar Baht wirklich alle Register. Wer auf der Facebook Seite des Ladens vorbeischaut findet dort mit Glück ggf. immer noch das Bild des Abends vor – als westlicher Besucher hinterlässt man hier offenbar einen bleibenden Eindruck!

Grenzerfahrungen – über Htee Khee nach Kanchanaburi

Nachdem wir  bereits erfolgreich über Land (oder besser gesagt über Wasser)  von Thailand nach Laos sowie über Vietnam nach Kambodscha eingereist sind, wären wir bereit für das nächste Level in der Kategorie „exotische Grenzübergänge Südostasiens“: Htee Khee / Phu Nam Ron! Nie gehört? Kein Grund peinlich berührt zu sein, nicht mal Google Maps scheint den kleinen Grenzort im Tenasserim Gebirge zu kennen, der auch erst seit wenigen Jahren für Touristen geöffnet ist. Obwohl das letzte und längste Stück der Piste von Dawei noch nicht asphaltiert und entsprechend rumpelig ist, soll man angeblich auf Thai Seite unkompliziert und schnell nach Kanchanaburi gelangen, was nicht ganz zufällig unser nächstes Etappenziel ist.

Damit man die Reise am Morgen möglichst früh antreten kann, sollte man sich davor zumindest eine Nacht in Dawei gönnen. Wir finden recht spontan noch ein Zimmerchen im Shwe Moung Than Hotel, die Zimmer sind OK wenn auch nicht umwerfend, aber die Dachterasse ist wirklich ein großartiger Ort zum Abhängen, egal ob die Sonne nun gerade auf oder unter geht. Am nächsten Morgen holt uns MauMau gegen 8 ab, und obwohl er sicherlich schon die meisten touristisch halbwegs erschlossenen Ecken (und noch ein paar mehr) gesehen hat, wird auch er die Route nach Htee Khee heute zum ersten Mal passieren. Anfangs kommen wir auch durchaus zügig voran, zumal wir auf Anraten von MauMau im Hotel 4 Kopien von Pass und Visum haben anfertigen lassen, was die Abfertigungszeit an den Checkpoints offenbar erheblich beschleunigt. Im letzten größerem Ort – laut Karte müsste es Myitta sein – ist dann aber nach einem unauffälligen Abzweig für „normale“ PKWs erstmal Schluss mit lustig. Die Pickups die uns ab und an überholen haben es dank besserer Bodenfreiheit etwas leichter, dafür wirken die Mitfahrer auf der offenen Ladefläche reichlich verstaubt. Die Landschaft ist übrigens durchaus abwechslungsreich und schön, man sollte es eben nur nicht eilig haben.

Viele Etablissements gibt es auf der Strecke nicht, auf der letzten Etappe lädt allenfalls das Shwe Restaurant noch mal dazu ein, die letzten Kyats in ein burmesisches Mahl oder diverse Fuselei zu investieren. Die Straße wird übrigens zum Ende hin wieder besser, und am Rande lässt schweres Gerät erahnen, dass hier wahrscheinlich irgendwann mal eine deutlich breitere Handelsroute entstehen soll, falls die Gelder an den richtigen Stellen fließen. Noch ist Htee Khee aber ein eher verschlafener wenn auch nicht gerade charmanter Grenzort, und im Immigration Office sind wir zu dieser Stunde die einzigen Gäste. Man ist freundlich und nimmt sich Zeit, wir sind hier schließlich auf dem Land, aber vor bösen Überraschungen à la „mit den Visumsstempeln aus Yangon können Sie hier aber nicht ausreisen“ bleiben wir dankenswerterweise verschont. MauMau darf uns begleiten, sein Toyota ebenso, was wir ob der Mittagshitze sehr zu schätzen wissen, da man bis zur Thai Grenze noch einige Kilometer im Niemandsland zurücklegen muss, und uns niemand aufgefallen ist, der spontan seine Fahrdienste angeboten hätte. Immerhin gibt es noch eine Tanke mit einem „Duty Free Shop“, der zwar nicht mit Bangkok Airport konkurrieren kann, aber dafür spottbillig ist, und wir ja auch keine Ahnung haben, was uns „drüben“ erwartet.

Als dann der thailändische Grenzposten auftaucht, müssen wir uns dann leider wirklich von MauMau trennen, der nach Myanmar zurück muss und uns auf dem weiten Weg von Yangon bis hierher nie enttäuscht hat. An der Thai Immigration herrscht etwas mehr Andrang und der Papierkram zieht sich auch hin, aber wir haben Glück und erwischen gegen 14:00 noch eine Dame mit Minibus, die uns sowie ein paar andere Mitreisende bis zum Busbahnhof nach Kanchanaburi bringt. Später wäre evtl. noch ein normaler Bus gekommen, aber so richtig frequentiert scheint die Route noch nicht zu sein. Wie eingangs erwähnt sollte man also lieber etwas früher in Dawei aufbrechen, da sich die Fahrt zur Grenze je nach Zustand von Straße, Gefährt und Fahrer durchaus mal 5 Stunden hinziehen kann (ohne Abfertigung). Auch eine Reifenpanne im staubigen Nirgendwo ist sicher kein besonderer Spaß, glücklicherweise blieben wir davon verschont! Marias besonderer Dank gilt Mario & Annett mit ihrer detaillierten Foto-Dokumentation, ohne die wäre diese Route wohl nicht ins Familienreiseprogramm aufgenommen worden!

Nach den letzen Tagen im verschlafenen Süden Myanmars wirkt der Westen Thailands plötzlich wie eine andere Welt. Nun ist Kanchanaburi auch kein unbekannter Ort auf der touristischen Landkarte, und entsprechend trubelig kann es hier zu gehen. Wir haben uns bereits vorab für drei Nächte im P.Y. Guesthouse einquartiert und können es nur jedem empfehlen, der dem Trubel eher aus dem Weg gehen will, aber trotzdem nicht völlig ab vom Schuss wohnen möchte. Das kleine putzige Guesthouse liegt in einer Seitengasse in der Nähe des Mae Klongs, am Fluss kann man nett auf schwimmenden Restaurants essen und es gibt einen völlig untouristischen Nachtmarkt sowie diverse Einkaufsmöglichkeiten. Eigentlich müsste man nach einem solchen Tag früh im Bett verschwinden, aber im P.Y. Garten sitzen heute noch zwei andere Pärchen und es kommt wie es kommen muss – mit steigender Frequenz holt irgendeiner immer wieder Nachschub für die ganze Bande, die Gespräche werden lauter (und für Außenstehende gewiss auch alberner), aber glücklicherweise sind die auch reichhaltigen Biervorräte im P.Y. Schrank (Modell „rausnehmen und Strich machen“) irgendwann restlos aufgebraucht!

 

Jäger des verborgenen Strandes – auf Rollertour zwischen Maungmagan und Pa Nyit

Der Maungmagan Beach ist zwar reich an Lokalen, aber die Gefahr dort Abends zu versacken ist tendenziell eher gering, und so fällt es einem auch nicht weiter schwer, vor Sonnenaufgang wieder auf den Beinen zu sein. Die Sonne geht bekanntlich im Osten und somit über den bewaldeten Bergen auf, die den Strandbereich vom „Daweier“ Hinterland trennen. Während die Sonne den Morgennebel wegbrutzelt, befinden sich die Maungmaganer entweder noch draußen auf Fischfang (die Boote von gestern scheinen noch fast alle auf Achse zu sein), oder fegen eifrig den Sand vor ihren Restaurants. Maungmagan wird zwar gerne als vermüllt kritisiert – und es gibt in der Tat einige vereinzelte unschöne Plastikberge – aber der Weg vor der „Restaurantmeile“ ist zumindest zu dieser frühen Stunde picobello in Schuss. Zurück an der Basis ist der Rest der Familie inzwischen auch wach und es gibt ein nettes Open-Air-Frühstück mit Meerblick!

Ich hatte die Lady vom Long Beach gestern Abend gefragt, ob sie uns für heute einen Roller organisieren kann, und pünktlich zur vereinbarten Zeit steht tatsächlich ein freundlicher Herr vom hiesigen Verleih mit einen Gefährt auf der Matte. Der Reisepass bleibt als Pfand da, was man aber auch aus anderen Ländern kennt, dafür gibt es für gut 10$ ein vollgetanktes und optisch einwandfreies Vehikel mit richtigem Vertrag, Helmen und einer leicht improvisierten Karte.  MauMau hat demzufolge heute Mittag frei, zumal die Strecken zu den meisten Stränden in dieser Ecke mit gewöhnlichen PKWs ohnehin kaum zu befahren sind. Und wir brauchen seinen Toyota schließlich noch für den steinigen Weg zur thailändischen Grenze! 🙂

 

Unsere Tour führt uns zunächst zum winzigen Kan Pa Ni Village  (Schreibweisen können wie üblich variieren) im Landesinneren südlich von Maungmagan auf einer zunächst recht komfortablen Straße, die von dort weiter zum San Maria Beach führt und zunehmend holpriger wird. Der Strand ist riesig und ganz OK, aber es gibt zu wenig Vegetation um echtes Tropenfeeling aufkommen zu lassen. Also lieber mit Schwung um den Berg herum, wo man am Fuße der Myaw Yit Pagoda landet, der man auf jeden Fall einen Besuch abstatten sollte! Die liegt nämlich pittoresk auf einer kleinen vorgelagerten Insel über eine schmale Brücke mit dem Festland verbunden, hier ist dann auch Endstation für den Roller und Zeit für eine Snack-Pause.

Da die Straße an der Pagode endet muss man zunächst den gleichen Weg nach Kan Pa Ni zurück, biegt dann aber hinter dem „Island Travel & Tours“ Shop nach rechts auf eine nicht asphaltierte Straße ab – Schilder sind hier leider Mangelware, lateinische Buchstaben sowieso. Der Weg wird nun zunehmend abenteuerlicher und vor allem bei den Aufstiegen weiß man es schnell zu schätzen, wenn der Roller ausreichend Reserven unter der Haube hat. Es geht auf und ab über diverse Kurven, aber verfahren kann man sich eigentlich nicht wirklich, und zumindest in der Trockenzeit ist der Weg trotz Schlaglöchern gut zu befahren, wenn auch vielleicht nix für die allerersten Roller-Fahrstunden. Irgendwann taucht  in der Ferne die Andamanensee wieder auf, es folgt ein Minidorf (spätestens hier oder besser noch vorher sollte man sich mit Getränken eindecken!) in dem man sich rechts hält und dann ist er da: Der Pa Nyit Beach – touristisch völlig unerschlossen, traumhaft schön und fast menschenleer. Etwaige Schmerzen im Hintern ob der holprigen Anfahrt sind rasch vergessen! Weiter südlich soll es auf der Dawei Halbinsel angeblich noch zig weitere solcher einsamen „Strandschätze“ geben, die man nur mit Roller und einer tüchtigen Portion Enthusiasmus erreichen kann, Interessierte finden hier oder hier weitere Inspirationen. Wir sind erstmal mit unserm Pa Nyit hochzufrieden und schlagen ein behelfsmäßiges Quartier auf.

Lässt man den Abzweig zum Strand links liegen gelangt man geradeaus am Nordende über die Sandpiste noch zu einer weiteren kleinen Pagode auf einem Felsen im Meer. Auf der Jagd nach einem möglichst günstigen Winkel für ein Feierabendfoto missachte ich unnötigerweise die goldene Regel, dass man nicht gleichzeitig die Augen am Sucher haben sollte, während man barfuß über scharfe Felsen kraxelt, und stolpere prompt in eine tiefe Spalte. Glück im Unglück: Die Gegenlichtblende aus Plastik verhindert ernsthafte Schäden am Objektiv, das wir sonst im weiteren Reiseverlauf sicher schmerzlich vermisst hätten, und die langen Hosen die wir aus Prinzip immer auf Rollerfahrten tragen, fangen einen Teil der „Schärfe“ ab. Die Wunde blutet trotzdem heftig und ich muss mich erst mal hinlegen. Ruckzuck kommen ein paar einheimische Gäste sowie der lokale Mönch herbeigeeilt und bieten ihre Hilfe und Tee an. Maria hat auch stets ein gut bestücktes Erste Hilfe Kit dabei, das zwar ursprünglich eher für Felix gedacht war, aber auf Reisen meist eher für den Vater herhalten muss 🙂 Nachdem der erste Schrecken vergangen und die Wunde ausreichend versorgt ist, können wir zumindest ohne Probleme nach Maungmagan  zurück fahren, eine knappe Stunde sollte man hierfür übrigens durchaus rechnen. Natürlich fahren wir nicht ohne zumindest eine kleine Tempelspende zu hinterlassen, die freundlichen Helfer wollen natürlich alle keineswegs etwas annehmen. Was für’n Tag!

Dawei sein ist alles – der weite Weg nach Süden

Der Tag beginnt mit einem Schreck: Das Geld ist weg! Nicht unsere Barvorräte, aber die von Maumau, der den Verlust gerade an einer Tanke südlich von Mawlamyaing festgestellt und darüber verständlicherweise so gar nicht amused ist. Natürlich fahren wir erstmal wieder zurück in Maumaus Guesthouse, auch wenn sich keiner allzu große Hoffnung macht, dass die Scheine wieder auftauchen. Das tun sie zwar auch nicht, aber immerhin kann er anschließend den Tathergang vor dem geistigen Auge weitgehend reproduzieren, und scheint dadurch schlagartig wieder seine buddhistische Gelassenheit zurückerlangt zu haben! Ich werde mich hingegen noch Weilchen darüber ärgern, wie jemand diesen sympathischen Landsmann bestehlen kann, der gewiss selber nicht wirklich reich ist. Allerdings ist das Ganze auch für uns eine Warnung: Passt auf eure Sachen auf – die Leute mögen noch so nett sein, schwarze Schafe gibts leider immer!

Zurück auf der Road 8 Richtung Thanbyuzayat können wir uns dann wieder den schönen Dingen des Landes widmen, zum Beispiel der Landschaft. Rechts und links tauchen plötzlich 2 markante Karstfelsen auf, die natürlich von Tempeln gekrönt sind. Wie die spätere Recherche ergibt nennt sich der westliche von beiden Kyauktalon Taung. Für eine Besteigung reicht die Zeit leider nicht aus, ist aber sicher ein schöner Tagesausflug von Mawlamyaing aus, bei dem man garantiert wenig andere Besucher trifft. Bei unserem nächsten Stopp am liegenden Buddha Win Sein Taw Ya ist schon ein wenig mehr los, aber schließlich handelt es sich auch um den größten liegenden Buddha der Welt. Ob diese Information noch aktuell ist weiß ich nicht, gerade in Asien ist man mit Buddha-Superlativen ja nicht gerade sparsam, aber unabhängig der Größe weist der stolze Bau noch eine weitere Besonderheit auf: Er ist innen (!) begehbar!

Wir wählen den Eingang am wenig besuchten Fußende. Innen wird seit Jahrzehnten immer noch fleißig gemalt und gemauert und man kommt sich ein bisschen vor wie auf einer Baustelle, aber viele der Kammern (182 sollen es angeblich sein) sind bereits fertig gestellt und zeigen Szenen aus dem Leben Buddhas oder hier und da vielleicht auch einfach nur Szenen aus vergangenen Zeiten, die Übergänge scheinen fließend. Manche Szenen sind recht gruselig, andere unfreiwillig komisch aber beeindruckend ist das Innenleben allemal. Auf jeden Fall auch für Kinder ein spannendes Erlebnis, wenngleich einige Kammern nicht ganz als jugendfrei durchgehen. Zum Abschluss lassen wir uns natürlich auch nicht lumpen und spenden eine Kachel fürs Buddha-Gewand.

Nach dem Buddha Sightseeing wird es aber höchste Zeit, etwas Strecke zu machen. Stolze 322 Kilometer weist Google für den Trip von Mawlamyaing nach Maungmagan aus, und noch bis 2013 war der Landweg nach Dawei für ausländische Touristen komplett tabu. Die Infrastruktur hinkt dementsprechend etwas hinterher, aber der Zustand der Straße ist inzwischen überwiegend in Ordnung und an allen Ecken raucht heißer Teer in Tonnen vor sich hin, es wird fleißig verbreitert, und auch die letzten nicht asphaltierten Etappen dürften bald verschwunden sein. Felix haben wir in weiser Voraussicht mit ausreichend Hörspielen eingedeckt, so dass die Fahrt eigentlich überraschend entspannend verläuft und wir mit ausreichend Tageslichtreserven am späten Nachmittag in Dawei einrollen. Jetzt erstmal eine Suppe!

Eine gute Woche sind wir jetzt schon in Asien unterwegs ohne das Meer gesehen zu haben, Dawei ist der perfekte Ort dies zu ändern – die Andamanensee die wir schon aus Thailand kennen liegt schließlich vor der Haustüre, und an Stränden mangelt es auch nicht. Wir steuern den Maungmagan Beach an, der zwar im direkten Vergleich mit den etwas etwas abgelegenen südlichen Stränden eher schlecht abschneidet, aber hier gibts sowohl Unterkünfte als auch Restaurants und beides ist andernorts eher rar gesät. Der Tripadvisor Liebling Coconut Guesthouse ist ausgebucht, liegt aber auch zu weit vom Meer weg um als strandnah durchzugehen, und ein herzlicher Empfang geht auch anders. Am relativ neuen Long Beach Resort werden wir schließlich fündig, für ~35$ gibts einen sauberen Reihenbungalow, einen angemessenen Fahrer-Rabatt und – entgegen der Vorhersagen – auch einen relativ sauberen Strandabschnitt mit ausreichend Buddelpotential dazu!

Es mag sich in den nächsten Jahren noch ändern, aber heuer sieht man hier fast nur Einheimische und die lokale Fischerei scheint noch hoch um Kurs zu stehen. Da die Boote nachts raus fahren, kann man bei Sonnenuntergang zuschauen, wie Netze geflickt und Boote bepackt werden. Das ist echtes Myanmar Feierabend TV! Verhungern muss hier natürlich auch keiner, an der „Strandpromenade“ reiht sich ein Lokal ans andere. Michelin Sterne oder Schickimicki Bars sucht man allerdings vergebens, aber wen es in diese Ecke verschlägt, der sucht die auch nicht wirklich. Und keine Angst – auch es nirgendwo beworben wird (was wohl eher „lizenzrechtliche“ Gründe hat :-)) ist ein kühles Myanmar Bier niemals weit!

Woanders is auch schön!